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01.11.2014

13:25 Uhr

Dax-Ausblick

Die Hoffnung kehrt zurück

Seit Monatsmitte ist das deutsche Börsenbarometer um mehr als zehn Prozent gestiegen. Experten halten nun das weitere Aufwärtspotenzial für begrenzt. Doch der Dax hat aus charttechnischer Sicht noch Luft nach oben.

Grund zur Freude: Der Dax hat in der vergangenen Handelswoche rund drei Prozent zugelegt. Getty Images

Grund zur Freude: Der Dax hat in der vergangenen Handelswoche rund drei Prozent zugelegt.

DüsseldorfEine Flut von Konjunkturdaten und Firmenbilanzen wird die Aktienanleger in der kommenden Woche in Atem halten. Vor allem Deutschland stehe vor einer „Woche der Wahrheit“, betonte Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg. Alles drehe sich um die Frage, ob die schwachen Konjunkturdaten für den August dem späten Beginn der Schulferien geschuldet und damit nur ein Ausrutscher seien, betonte Klude.

Angetrieben von der Konjunkturspritze der japanischen Notenbank legte der Dax in der alten Woche bis Freitagabend rund 3,5 Prozent auf 9.326 Punkte zu. Selbst bei überraschend starken Daten zum Auftragseingang (Donnerstag), zum Außenhandel oder zur Industrieproduktion (jeweils am Freitag) halten Börsianer das Aufwärtspotenzial des Dax für begrenzt.

Wo die Deutschen ihr Geld lagern

Festverzinsliche Wertpapiere (inklusive Zertifikate)

216 Milliarden Euro (vier Prozent)

Sonstige Anteilsrechte (zum Beispiel GmbH-Anteile)

199 Milliarden Euro (vier Prozent)

Aktien

300 Milliarden Euro (sechs Prozent)

Sonstige Anlageformen

355 Milliarden Euro (sieben Prozent)

Investmentfonds

450 Milliarden Euro (neun Prozent)

Versicherungen

1552 Milliarden Euro (30 Prozent)

Bargeld und Einlagen

2082 Milliarden Euro (40 Prozent)*

*Quelle: Deutsche Bundesbank

Denn von den Geschäftszahlen der deutschen Unternehmen seien kaum positive Impulse zu erwarten. Den Daten von Thomson Reuters Starmine zufolge blieben die Hälfte der bislang vorgelegten Bilanzen von Dax-Firmen hinter den Erwartungen zurück.

Auch nach Meinung der Börsen-Experten Franz-Georg Wenner und Andreas Büchler ist das Risiko einer Konsolidierung für den Dax gestiegen. Immerhin hat er sich das deutsche Börsenbarometer seit der Monatsmitte um mehr als zehn Prozent erholt. Auch wenn bis zu den nächsten Verkaufszonen im Chart bei rund 9.400 und 9.510/9.600 Punkten noch Luft ist, dürfte sich das Anstiegstempo reduzieren, wenn die Wall Street bremst. Solange die 8.900er-Marke weiter gekauft wird, bleibe der Trend aber positiv.

In der neuen Woche legen mehr als ein Dutzend Unternehmen aus der ersten deutschen Börsenliga ihre Zahlen vor. Dazu gehören Allianz (Freitag), Commerzbank, Deutsche Telekom, Siemens (jeweils Donnerstag) und BMW (Dienstag).

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