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21.12.2014

14:05 Uhr

Dax-Hausse

Warum die Crash-Gefahr minimal ist

VonJessica Schwarzer

Allen Kursturbulenzen der vergangenen Wochen zum Trotz trennen den Dax nur wenige Prozent von seinem Allzeithoch. Dennoch ist die Stimmung eher getrübt. Ein gutes Zeichen, sagen Experten. Die Rally kann weitergehen.

Solange die Anleger nicht zu optimistische sind, sondern eher schwarz sehen, dürfte die Hausse an den Märkten weiterlaufen. dpa

Solange die Anleger nicht zu optimistische sind, sondern eher schwarz sehen, dürfte die Hausse an den Märkten weiterlaufen.

DüsseldorfVerkehrte Welt? Der Dax robbt sich langsam wieder in Richtung der Marke von 10.000 Punkten, aber die Stimmung bleibt getrübt. Von Euphorie keine Spur. Doch das ist gut so, denn eine alte Börsenweisheit besagt: Die Hausse stirbt in der Euphorie.

Auch wenn der Dax in den vergangenen Wochen mächtig geschwankt hat und den ein oder anderen Rückschlag wegstecken musste, liegt eine beeindruckende Rally hinter den deutschen Standardwerten. In den vergangenen fünf Jahren hat das Börsenbarometer mehr als 60 Prozent zugelegt. Gleich mehrmals hat er in diesem Jahr die magische Marke von 10.000 Punkten übersprungen und Allzeithochs markiert. Aktuell liegt sein Rekord bei 10.087 Punkten. Und trotz des jüngsten Kursrutsches lag er am Freitag zwischenzeitlich von dieser Marke nur knapp 350 Punkte, also gut 3,5 Prozent entfernt. 

Verhalten und Präferenzen deutscher Aktionäre

Entwicklung der Zahl der direkten Aktionäre in Deutschland

2013: 4.855 Millionen

2012: 4.534 Millionen

2011: 3.891 Millionen

Quelle: Deutsche Post DHL/Deutsches Aktieninstitut

Anlageziele der Aktionäre

Welche Bedeutung haben Anlageziele bei Aktionären?

Für 81 Prozent hat der langfristige Vermögensaufbau eine hohe Bedeutung.

67 Prozent stellen den Schutz vor Inflation in den Vordergrund.

Bei der Frage, welche Bedeutung das regelmäßige Einkommen aus Dividenden und Verkauf haben, gaben 44 Prozent an, dass es für sie sehr wichtig sei.

Lediglich 12 Prozent setzen ihre Priorität auf kurzfristige Gewinne.

Anteil des in Aktien investierten Vermögens

Wie viel Prozent des Vermögens legen Investoren in Aktien an (Durchschnittswert)?

2013: 26,8 Prozent

2008: 25,2 Prozent

2004: 23,9 Prozent

Bedeutung von Dividende und Aktienrückkauf

Wie beurteilen Anleger die Ausschüttungen durch Aktienrückkäufe im Verhältnis zu Dividendenzahlungen?

Gleich: 37 Prozent

Eher schlechter: 34 Prozent

Eher besser: 20 Prozent

Viel schlechter: sechs Prozent

Viel besser: drei Prozent

Bedeutung von Dividende und Kurssteigerungen

Würde die Rendite sich aus Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen zusammensetzen, dann würden...

... 43 Prozent eine mittlere Dividende und mittlere Kurssteigerung bevorzugen;

... 33 Prozent eine hohe Dividende und eine geringe Kurssteigerung wählen;

... 13 Prozent eine geringe Dividende und eine hohe Kurssteigerung sich aussuchen.

Orientierung an fundamentalen bzw. technischen Daten

Woran orientieren sich Anleger beim Ankauf oder Verkauf von Aktien?

Sowohl an der wirtschaftlichen Entwicklung als auch an der Kursentwicklung: 60 Prozent

Eher an der Kursentwicklung: 16 Prozent

Eher an der wirtschaftlichen Tätigkeit: 14 Prozent

Ich treffe meine Entscheidungen nicht selbst, vertraue jemand anderem. Acht Prozent

Vertrauenswürdigkeit von Informationsquellen für Privatanleger

Anteil der Anleger, die auf Zeitungen, Zeitschriften und Wirtschaftssendungen vertrauen.

2013: 69 Prozent

2008: 65 Prozent

2004: 65 Prozent

Anteil der Anleger, die Beratern der Bank, Sparkasse oder Broker Vertrauen schenken.

2013: 39 Prozent

2008: 49 Prozent

200446 Prozent

Rückschläge, wie wir sie in den vergangenen Monaten immer wieder erlebt haben, sind in langjährigen Aufwärtsbewegungen keine Seltenheit. „Die Stimmung kann unvermittelt immer drehen, damit müssen gerade Aktienanleger jederzeit rechnen“, sagt Niels Nauhauser, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Vor zwei Wochen wurden neue Höchststände gefeiert und wenige Tage später kam die Korrektur um rund zehn Prozent.“ Allerdings hat sich der Dax auch davon schnell erholt. Grundsätzlich ist der Aufwärtstrend weiter intakt. Doch wann endet die Börsenparty?

Glaubt man der alten Börsenweisheit von der Euphorie, dann geht es noch weiter aufwärts. „Euphorie beschreibt eine übertrieben positive Marktstimmung“, sagt Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity Worldwide Investment. Doch eine solche Stimmung sieht er weder aktuell noch hat er sie beim Allzeithoch beobachtet. „Wenn man die aktuelle Berichterstattung in den Medien betrachtet, stößt man eher auf zurückhaltende Äußerungen und Skepsis in Bezug auf die Marktsituation als auf euphorische Kaufempfehlungen“, ergänzt er.

Auch Manfred Hübner vom Analysehaus Sentix, das wöchentlich die Stimmung der Anleger abfragt, kann derzeit keine Euphorie entdecken. Eine extrem gute Stimmung haben die Experten zuletzt Ende November gemessen. Gefährlich wird es auch, wenn die Börsianer den Markt als teuer wahrnehmen und die fundamentale Entwicklung negativ einschätzen. Beides ist derzeit nicht der Fall, so Hübner. Im Gegenteil. Ein weiteres Indiz für das Ende einer guten Börsenphase ist es, wenn die Anleger überinvestiert sind. „Derzeit sind die Institutionellen zwar überwiegend neutral, aber nicht überinvestiert“, sagt der Sentix-Experte. „Und die Privaten fehlen fast völlig.“

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.12.2014, 12:47 Uhr

Warum die Crash-Gefahr minimal ist

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Warum die Crash-Gefahr minimal ist= WEIL DIE MEDIEN...

ES ALS NICHT GEFÄHRLICH EINSTUFEN !

Wenn aber ab dem 01.01.2015...

die tägliche Abwärts-Tendenzen vom DAX sichtbar werden...

dann reden sich die Reporter mit witzige Kommentare aus den

unlogische Argumente des Vortages heraus.

Wem Juckt es...es ist nicht mein Geld !

Das Jahr 2015 wird alle Weltbörsen in den Keller ziehen.

Aber warten wir es ab...

die Politiker und Reporter wissen immer eine Ausrede !


Viel Spaß bei weiterhin Gelder verbrennen !!!





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