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02.11.2016

14:19 Uhr

Dax in Turbulenzen

Was auf Anleger jetzt zukommt

VonJürgen Röder

Mit dem ersten Handelstag im November erfolgte der Startschuss für die beste Börsenphase. Doch der Dax hat an den ersten Tagen 300 Punkte verloren. Kommt es noch zu einer Jahresendrally?

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DüsseldorfFür Statistikfreunde ist die Lage am deutschen Aktienmarkt klar: In den vergangenen 20 Jahren legte der Dax im November mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent zu, die Durchschnittsperformance liegt bei rund drei Prozent, haben Franz-Georg Wenner und Andreas Karl Büchler von Index-Radar nachgerechnet.

Gerade in jüngerer Vergangenheit ist ihren Untersuchungen zufolge das Phänomen der Jahresendrally stärker in Erscheinung getreten. So legte der Dax zwischen 1974 bis 1994 nur in gut 60 Prozent der Fälle im vorletzten Monat zu, die Performance lag bei lediglich 0,6 Prozent. Das letzte große Novemberminus liegt acht Jahre zurück, inmitten der Finanzkrise verlor die Frankfurter Benchmark im November 2008 mehr als zehn Prozent.

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Kommt es auch in diesem Jahr zu einem versöhnlichen Jahresabschluss? Das dürfte nach Meinung vieler Experten vor allem vom Ergebnis der US-Wahl abhängen. Denn derzeit kommt die Angst vor einem Wahlsieg des Republikaners Donald Trump zurück. Der Republikaner gilt wegen seiner unklaren politischen und wirtschaftlichen Ziele als unberechenbar.

Der Vorsprung von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton vor ihrem Rivalen Donald Trump schmilzt derzeit, auch wenn es weiterhin nach einem Sieg der Demokratin aussehe, sagt etwa Commerzbank-Analysten Esther Reichelt. „Doch der Markt erlebt gerade ein Déjà vu - er hat die Turbulenzen am Devisenmarkt nach dem Brexit-Referendum nicht vergessen“, so Reichelt.

Im Juni hatten die Anleger bis kurz vor Bekanntwerden der Ergebnisse den Umfragen vertraut und auf eine Ablehnung des EU-Austritts durch die Briten gesetzt. Seither ist das Pfund Sterling um über zehn Prozent abgestürzt. Das Fazit für Börsianer aufgrund dieser Erfahrung: Es gibt eigentlich nur Gründe, im Vorfeld der Wahlen nicht zu investieren.

Doch die Börsenstimmung, auch Sentiment genannt, sieht das anders. „Das alles wurde von den meisten Anlegern jedoch bereits beherzigt, entsprechend ist die Gefahr eines nachhaltigen Ausverkaufs aus Sicht der Sentimentanalyse relativ gering“, meint Sentimentexperte Stephan Heibel. Er wertet die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment unter mehr als 2300 Anlegern aus.

Die Dax-Jahresendprognosen der Banken

Baader Bank

Indexstand Ende 2016: 10.500 Punkte

Bankhaus Lampe

Indexstand Ende 2016: 10.600 Punkte

Barclays

Indexstand Ende 2016: 10.511 Punkte

Bayern LB

Indexstand Ende 2016: 10.600 Punkte

Berenberg Bank

Indexstand Ende 2016: 10.500 Punkte

Commerzbank

Indexstand Ende 2016: 11.000 Punkte

Deka Bank

Indexstand Ende 2016: 11.000 Punkte

Deutsche Bank

Indexstand Ende 2016: 9.350 Punkte

DZ Bank

Indexstand Ende 2016: 11.000 Punkte

ING

Indexstand Ende 2016: 10.700 Punkte

JPMorgan

Indexstand Ende 2016: 10.200 Punkte

LBBW

Indexstand Ende 2016: 11.000 Punkte

SocGen

Indexstand Ende 2016: 11.100 Punkte

UniCredit

Indexstand Ende 2016: 10.000 Punkte

Denn viele Anleger haben sich bereits in der vorigen Woche von der Börse verabschiedet. Die Investitionsquote der Anleger in den USA ist nun wieder so niedrig wie vor der Brexit-Entscheidung – passend zur US-Präsidentschaftswahl haben Institutionelle also ihre Engagements zurückgefahren.

Für ihn steckt das Überraschungspotential derzeit also eher auf der Oberseite. Sollte der Ausverkauf nicht heftig erfolgen und anschließend steigende Kurse nach sich ziehen, könnten viele Anleger in Zugzwang geraten und steigenden Kursen hinterher laufen.

Kommentare (63)

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Account gelöscht!

02.11.2016, 14:37 Uhr

Wen interessieren ständig dieses Befindlichkeiten des Dachses???????
Lasst doch das arme Tier in seinem verdienten Winterschlaf!!!

.....und ewig grüßt das Murmeltier

Herr Jürgen Mücke

02.11.2016, 14:42 Uhr

Kommt es noch zu einer Jahresendrally?

Herr Percy Stuart

02.11.2016, 14:48 Uhr

Alle die ich kenne, schieben richtige Aggressionen und Wut auf die Eliten, welche die kleine Leute seit nunmehr 25 Jahren wie die Gans ausnehmen.
Übrigens habe ich in einem alten Nachrichtenmagazin gelesen, das bei der deutschen Wiedervereinigung jeder Ossi 4000,00 D-Mark erhielt!

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