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06.08.2012

14:08 Uhr

Dax-Rückkehr

Conti will schon wieder

VonChristian Schnell

Adidas und die deutsche Post haben Chancen auf den Aufstieg in den Euro Stoxx 50, Metro und MAN müssen um ihren Platz im Dax kämpfen und Continental steht vor seinem dritten Comeback. Was der Wandel für Anleger bedeutet.

Portfoliomanager spekulieren auf Änderungen im Dax und Euro Stoxx 50. Das lässt die Börsenkurse von Aufstiegskandidaten oft in die Höhe schnellen. Reuters

Portfoliomanager spekulieren auf Änderungen im Dax und Euro Stoxx 50. Das lässt die Börsenkurse von Aufstiegskandidaten oft in die Höhe schnellen.

FrankfurtDas eherne Gesetz des Boxens gilt normalerweise auch für Dax-Mitglieder. „They never come back", hieß es lange, ehe im Jahr 1960 der entthronte Schwergewichtsweltmeister Floyd Patterson seinen Weltmeistertitel zurückholte. Im Dax gelang vor neun Jahren mit Continental erstmals einem Unternehmen die Rückkehr unter die deutschen Top 30. Und nachdem sich der Hannoveraner Automobilzulieferer 2008 im Rahmen der Übernahme durch Schaeffler zum zweiten Mal von dort verabschieden musste, kommt es nun in rund einem Monat wohl zur dritten Rückkehr. Ein wahrhaft einmaliger Vorgang.

Die Indexüberprüfungen jedes Jahr Anfang September haben für Anleger stets einen besonderen Kitzel. Ist es doch für Unternehmen in den vergangenen Jahren immer mehr entscheidend gewesen, ob sie in den bedeutenden Indizes wie dem Dax oder dem für die Euro-Zone maßgeblichen Euro Stoxx 50 vertreten sind.

Anlagetipps: So vermeiden Sie Pleiten

1. Streuen

Streuen Sie Geldanlagen breit, packen Sie nie mehr als ein Drittel der Anlagesumme in ein Einzelinvestment.

2. Vorsicht vor Krediten

Verkauft der Anbieter einer Immobilie oder eines Finanzprodukts den Kredit gleich mit, sollte vorher ein Anwalt das Angebot prüfen.

3. Weitere Meinungen

Ziehen Sie eine weitere Meinung von einem Profi hinzu, den Sie beauftragen.

4. Lesen Sie Verträge

Lesen Sie Verträge. Nur das gilt, nicht das, was Vermittler im Gespräch erzählen.

5. Risiko

Präsentiert der Verkäufer Rechenbeispiele, in denen sich die Anlage von selbst finanziert, lassen Sie die Finger davon. Wer viel verdienen will, trägt viel Risiko.

6. Vor Ort prüfen

Bevor Sie sich an Immobilien beteiligen, prüfen Sie vor Ort, wie sie vermietet sind

7. Baulicher Zustand

Besichtigen Sie Immobilien und lassen Sie den baulichen Zustand begutachten.

8. Spezialisierter Anwalt

Fragen Sie im Zweifel einen spezialisierten Anwalt. Ein Steuerberater bestätigt, dass der Steuervorteil greift, ein Anwalt kennt die Fallstricke der Anlage.

9. Vorausschau

Schauen Sie zuerst auf das Risiko und dann auf die mögliche Rendite. Legen Sie fest, wann Sie Ihr Geld wieder benötigen.

10. Kein Zeitdruck

Lassen Sie sich eine Chance entgehen, statt unter Zeitdruck zu unterschreiben.

11. Produkte, die Sie verstehen

Kaufen Sie nur Produkte, die Sie verstehen. Das klingt banal, passiert aber viel zu selten.

12. Beratungsprotokoll

Lassen Sie sich immer das Beratungsprotokoll aushändigen. Prüfen Sie, ob der Inhalt stimmt.

13. Schriftliche Bestätigung

Sagt der Berater, ein Produkt sei sicher, verlangen Sie die schriftliche Bestätigung der Aussage. Gibt er sie nicht, lassen Sie die Finger vom Geschäft.

14. Prospekte

Lassen Sie sich den Prospekt aushändigen, und lesen Sie ihn vor Unterzeichnung des Vertrages gründlich. Suchen Sie im Prospekt nach Risikohinweisen.

15. Keine Telefonangebote

Legen Sie auf, wenn Sie unverlangt ein Angebot per Telefon bekommen.

Der Grund: Mit dem Erfolg der sogenannten Exchange Traded Funds (ETF) - diese bilden einen Index in seiner Gesamtheit ab - fließt quasi automatisch Geld in die Aktien der Indexmitglieder. Wer also in die deutschen oder europäischen Top-Klassen wie Dax oder Euro Stoxx 50 aufsteigt, dessen Aktienkurs steigt gewöhnlich auch. Wer hingegen dort rausfliegt, der muss mit Verlusten rechnen.

Anleger können davon profitieren. Denn je näher die Indexentscheidungen Anfang September rücken, umso mehr legten in der Vergangenheit die Aktienkurse der potenziellen Aufstiegskandidaten im Vergleich zu dem Index zu, in den sie kommen sollten. Das hat Uwe Streich, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), rückwirkend seit der Jahrtausendwende berechnet.

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