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24.06.2011

08:28 Uhr

Dax-Umfrage

Analysten sagen steigende Kurse voraus

Seit Wochen kommt der Dax nicht vorwärts. Die Experten der Banken rechnen dennoch mit steigenden Kursen - einer sagt sogar einen neuen Rekord voraus.

Seit Wochen ist der Dax in der Spanne zwischen 7000 und 7250 Punkten gefangen. Quelle: dapd

Seit Wochen ist der Dax in der Spanne zwischen 7000 und 7250 Punkten gefangen.

FrankfurtDie trüben Aussichten für die US-Wirtschaft und die ungelösten Schuldenprobleme in Europa haben den deutschen Aktienmarkt gebremst. Dennoch rechnen 22 von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Strategen damit, dass der Leitindex bis Ende Dezember noch einmal auf 7595 Zähler zulegen wird - vom aktuellen Stand von 7270 Punkten wäre das ein Plus von 4,5 Prozent. Mitte 2012 sollen dann in Schnitt 7800 Punkte drin sein.

„Der Dax hat seine besten Zeiten in diesem Jahr noch lange nicht hinter sich, denn das Gewinnwachstum deutscher Unternehmen ist ungebrochen“, sagt Commerzbank-Stratege Markus Wallner. Profitieren sollten die Firmen nach wie vor von dem anhaltend robusten Wachstum in Asien. Nach den immensen Zuwachsraten sei hier höchstens eine Abkühlung der Wirtschaft auf ein normales Niveau zu erwarten, erklärt er.

Wie geht es mit dem Dax weiter?

Allianz Global Investors

7500 Punkte bis Ende 2011, 7850 Punkte bis Mitte 2012

Alpha Trading

6800 Punkte bis Ende 2011, 6500 Punkte bis Mitte 2012

Baader Bank

8200 Punkte bis Ende 2011, 8500 Punkte bis Mitte 2012

BNP Paribas

6600 Punkte bis Ende 2011, 7100 Punkte bis Mitte 2012

Close Brothers Seydler

6800 Punkte bis Ende 2011, 7200 Punkte bis Mitte 2012

Commerzbank

8200 Punkte bis Ende 2011, 8600 Punkte bis Mitte 2012

ETX Capital

8000 Punkte bis Ende 2011, 8200 Punkte bis Mitte 2012

Genivest

7590 Punkte bis Ende 2011, 8040 Punkte bis Mitte 2012

Postbank

6750 Punkte bis Ende 2011, 7500 Punkte bis Mitte 2012

Sal. Oppenheim

7450 Punkte bis Ende 2011, 7650 Punkte bis Mitte 2012

Wallner geht davon aus, dass der Auswahlindex der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands bis zum Jahresende sogar das Rekordhoch von 8151 Zählern aus dem Jahr 2007 knacken wird. Dazu dürfte seiner Ansicht nach beitragen, dass sich die zuletzt lahmende US-Wirtschaft im zweiten Halbjahr wieder berappeln sollte.

Auch sein Kollege Bernd Krampen von der NordLB glaubt nicht, dass die schlechteren Konjunkturdaten in den USA auf einen Rückfall in die Rezession hindeuten. Verantwortlich für die schwächelnde US-Wirtschaft sind aus seiner Sicht auch Sonderfaktoren wie das Wetter und das verheerende Erdbeben in Japan Mitte März. Die durch die Katastrophe ausgelösten Zulieferprobleme hätten vor allem die Autoindustrie belastet. In den vergangenen Wochen hatten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt und aus der Industrie für Enttäuschung gesorgt.

Kommentare (13)

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hinterwaeldler

23.06.2011, 15:43 Uhr

Natürlich ist es für die Banken von Vorteil, wenn möglichst viele Kleinenleger Millarden in ihre Fonds, Aktien, Derivate & Co. investieren.

Sie kassieren nicht nur Ordergebühren, sondern haben auch ausreichend Abnehmer um ihre Papiere los zu werden.
Und wenn der Kleinanleger beim nächsten Crash dann sein Vermögen verloren hat, muss er für das neue Auto halt einen Kredit aufnehmen.

So gewinnen die Banken doppelt.

Wer den "optimistischen" Prognosen der Banken unbesehen glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

glsc

23.06.2011, 15:57 Uhr

Die Analysten verwechseln ja Vorzugs - mit Stammaktien. Also wer denen glaubt, dem ist vielleicht eher mit einem "sicheren" Sparbuch bei der Volksbank geholfen. Wie die jetzt beinahe dreimonatige Range des DAX zeigt, ist es der Bande bisher ja leider noch nicht gelungen, das tumbe Volk die Kurse pushen zu lassen, um dann zu shorten...Aber - auch da bin ich mir sicher - das schaffen die auch noch, ein, zwei dusselige Fernsehsendungen noch und ein paar "optimistische" Kommentare und der unbedarfte Familienpapi schlägt zu. Schafe wurden schon immer geschlachtet...

Prenden

23.06.2011, 15:57 Uhr

Irgendeiner muss ja noch Aktien kaufen, ich denke mal der Ofen ist bald aus und da sind Aktien ja das Letzte was man gebrauchen kann... Warum raten die wohl nicht zum Kauf von Gold oder Silber oder anderen physisch vorhandenen Metallen?

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