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27.03.2017

16:00 Uhr

Dax-Umfrage

Börsianer blicken voller Angst in die Zukunft

VonJürgen Röder

Noch nie seit dem Start der Handelsblatt-Umfrage im September 2014 war der Pessimismus so groß wie derzeit. Privatanleger sichern vor drohenden Kursverlusten massiv ab. Was das für die kommenden Handelstage bedeutet.

Noch nie war seit dem Start der Handelsblatt-Umfrage im September 2014 der Pessimismus so hoch wie derzeit.

Dax-Anleger brauchen Geduld

Noch nie war seit dem Start der Handelsblatt-Umfrage im September 2014 der Pessimismus so hoch wie derzeit.

DüsseldorfDie vergangene Handelswoche war anfangs eine Woche der „Bären“ und der Crashpropheten: Die Dax fiel Mitte der Woche um zwei Prozent auf 11.850 Punkte. Doch dieser Spuk war schnell vorbei, am Freitag notierte der deutsche Leitindex bereits wieder oberhalb von 12.000 Zählern. Der Wochenverlust betrug nur 0,3 Prozent. Grund für die deutlichen Kursverluste Mitte der vergangenen Woche und auch für die schwachen Notierungen zum Handelsauftakt an diesem Montag waren das Chaos in Washington rund um die Abschaffung von Obamacare, der US-Krankenversicherung.

Diese Kursentwicklung dürfte Leser des Handelsblatt-Sentiments nicht überrascht haben. Am vergangenen Montag hatte Börsenexperte Stephan Heibel prophezeit: „Die Skepsis ist zu groß, um einen dramatischen Ausverkauf zuzulassen“. Denn Anleger seien gut gegen Kursverluste abgesichert. Seine Prognose vor einer Woche: Nach einem Rückschlag im Dax würde schnell wieder von Spekulanten gekauft werden.

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Basis für diese Markteinschätzungen ist die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage unter mehr als 2.300 Anlegern. Sie werden zur aktuellen Marktlage und ihren Erwartungen zur Kursentwicklung befragt. Die Ergebnisse bewertet anschließend Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx. Seine Prognosen zur Dax-Entwicklung bieten Orientierung für die Geldanlage.

Für den Sentimentexperten stellt sich nach Auswertung der aktuellen Daten die Frage: Wer will denn jetzt noch verkaufen, nachdem die Abschaffung von Obamacare gescheitert ist? Die Stimmung sei neutral, die Erwartung pessimistisch. Positionen wurden aufgelöst, Absicherungen gegen fallende Kurse eingegangen. Fast noch entscheidender ist: Wer kann denn jetzt noch verkaufen?

Denn die pessimistische Erwartung der Anleger, die sich auf einem neuen Tiefstand befindet, ist ein Kontraindikator. Einfach übersetzt: Wer fallende Kurse erwartet, hat bereits seine Long-Positionen verkauft.

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Auf der anderen Seite häufen die Investoren wieder langsam Barmittel an, die irgendwann wieder eingesetzt werden. „Noch nicht jetzt, dazu ist die Situation zu ungewiss“, meint Heibel. Die Kaufbereitschaft sei aktuell noch zu gering. Doch sollten die Aktienmärkte gen Norden drehen, dann gibt es nun eine Menge Barmittel, die eine anlaufende Rally verstärken würden. „Die Rally bekäme dann Beine, wie man so schön an der Börse sagt“, erläutert der Animusx-Inhaber.

Kommentare (2)

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Ernst Hiemer

27.03.2017, 17:57 Uhr

Obamacare ist für den Dax Anleger wichtig, kann es sich doch keine Krankenkasse mehr leisten.

Herr Lung Wong

27.03.2017, 18:13 Uhr

Börsianer blicken ...., und Sparer haben schon komplett verloren.

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