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19.12.2016

13:40 Uhr

Dax-Umfrage

„Das hab ich doch gewusst“

VonJürgen Röder

Der Dax eilt von Jahreshoch zu Jahreshoch – und fast alle Anleger haben das laut Handelsblatt-Umfrage natürlich gewusst. Doch die Ersten hegen nun größere Verkaufsabsichten. Was das für diese Handelswoche bedeutet.

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern. Getty Images

Dax-Umfrage

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern.

DüsseldorfZwei Schlüsse hatte Sentimentexperte Stephan Heibel aus der Handelsblatt-Umfrage der vergangenen Woche gezogen. „Die Rally könnte noch ein paar Tage weiterlaufen“, prophezeite er. Und er leitete in dem Artikel mit der Überschrift „Es ist noch Luft nach oben“ aus der unterschiedlichen Stimmungslage zu den USA eine klare bessere Performance für den Dax ab.

Das Resultat der vergangenen Handelswoche: Der Dax legte in der abgelaufenen Woche um 1,8 Prozent zu, der Dow Jones nur um 0,4 Prozent.

Wöchentlich werden bei der Handelsblatt-Umfrage mehr als 2300 Anleger zur Börsenstimmung befragt. Die Ergebnisse werden von Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx, ausgewertet und interpretiert. Aus dem Abstimmungsverhalten leitet er eine Prognose ab, wie sich der deutsche Leitindex in den kommenden Tagen entwickeln könnte.

Entsprechend der guten Performance im Dax ist auch die Stimmung unter den Anlegern extrem positiv geblieben. Vor einer Woche hatte die Euphorie beim Handelsblatt-Dax-Sentiment, das seit dem Sommer 2014 erhoben wird, ein neues Rekordhoch erreicht. Auch die Historie der detaillierteren Animusx-Sentimentumfrage, die bis in das Jahr 2003 zurückreicht, zeigt: Noch nie war die Euphorie so groß wie vor einer Woche, als der Dax auf ein neues Jahreshoch kletterte.

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Inzwischen haben sich acht Prozent der Umfrageteilnehmer umentschieden und sehen in der aktuellen Dax-Bewegung nun eher eine Top-Bildung (plus acht Prozentpunkte auf 32 Prozent) und nicht mehr einen Aufwärtsimpuls (minus acht Prozentpunkte auf 57 Prozent). Doch der Stimmungsindikator bleibt mit einem Wert von 5,5 Prozent auf einem absoluten Rekordniveau, die Euphorie hält an.

Eigentlich ist Euphorie ein Indikator für bald fallende Kurse. „Aber kein hinreichender“, schränkt Heibel ein. Für ihn kann Euphorie mehrere Wochen lang anhalten, bevor die Kurse dann zu bröckeln beginnen.

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Kommentare (8)

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Herr Hans-Jörg Griesinger

19.12.2016, 14:28 Uhr

Ha Ha Ha, ein immer kaufkraftschwächerer Euro, zudem weiter ansteigende Teuerungsraten wird die kleinen Leute endgültig finanziell ausbluten lassen.
Der DAX steigt in immer neue Rekordhöhen, während der Geldwert immer weiter absinkt. Wo soll dieses Trauerspiel enden?
Überall liest man in den Onlinemedien von postfaktischen Vorkriegszeiten, in welchen wir heute leben.
Sind wir wirklich schon wieder so weit, in welcher Kriege eine mögliche Option zur Lösung der Wachstumsprobleme darstellen?

Herr Max Marx

19.12.2016, 14:52 Uhr

Habe heute VW für 133€ verkauft ... 27% Rendite.
Ende Januar werde ich für 110€ wieder kaufen.

Herr Percy Stuart

19.12.2016, 15:08 Uhr

@ Alexandros Kitsikoudis

„... ein immer kaufkraftschwächerer Euro, zudem weiter ansteigende Teuerungsraten wird die kleinen Leute endgültig finanziell ausbluten lassen.
Der DAX steigt in immer neue Rekordhöhen, während der Geldwert immer weiter absinkt.“

Das haben nicht nur Sie richtig erkannt, sondern auch das Bankhaus Rott & Frank Meyer, die ich nachfolgend zitieren möchte: „Im Inland steigen aber nicht nur die Preise für Aktien, sondern zum Beispiel auch die Preise für Immobilien. In deren Folge steigen die Preise für die Mieten, was bedeutet, dass die Anleger und Investoren, trotz der Währungsverschlechterung ihre Kaufkraft behalten, während die Konsumenten an Kaufkraft verlieren, so lange sich ihre Netto-Einkommen nicht im gleichen Maße erhöhen. Dies aber geschieht erkennbar nicht.So werden die abhängig Beschäftigten nicht nur als „Sparer“ vom Kaufkraftverlust der Währung betroffen, der im Null-Zins-Umfeld auch nicht durch Zinserträge kompensiert wird, sie werden zugleich als Lohn- und Gehaltsempfänger, als Rentner und Arbeitslose um Teile der ihnen monatlich zufließenden Kaufkraft gebracht. Weil die Inflation sich jedoch überwiegend in den Kursfeuerwerken an den Börsen zeigt und im Bereich der Konsumartikel und Gebrauchsgüter nicht im gleichen Umfang angekommen ist, was zum Teil auch dem (noch) niedrigen Ölpreis zu verdanken ist, wird der „kleine Mann“ diesen Effekt erst merken, wenn er versucht erspartes Geld selbst in werthaltige Güter (z.B. Haus und Grund) umzuwandeln.“

Den kompletten hochinteressanten Artikel können Sie hier nachlesen:
http://www.rottmeyer.de/was-tut-draghi-da-eigentlich/

Beste Grüße!

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