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27.10.2014

15:43 Uhr

Dax-Umfrage

„Der Gesamtmarkt wird weiter steigen“

ExklusivDas heutige Minus beweist: Es gibt viele Risikofaktoren, eine weitere Rally wie in der Vorwoche ist keine ausgemachte Sache. Doch dieses fragile Gleichgewicht spricht für steigende Kurse, zeigt eine exklusive Analyse.

Börse am Abend

Dax erlebt Wechselbad der Gefühle

Börse am Abend: Dax erlebt Wechselbad der Gefühle

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DüsseldorfAnleger erlebten am heutigen Montag ein Wechselbad der Gefühle: Zunächst hatte der für deutsche Banken positiv ausgefallene Stresstest für Gewinne gesorgt - doch dann verbreiteten schwache Konjunkturdaten und die Wall Street Katerstimmung. In den ersten Handelsminuten war der deutsche Leitindex noch bis auf 9085 Punkte hochgesprungen. Doch dann gab Dax nach bis auf 8835 Punkte - ein Minus von rund zwei Prozent. Das zeigt: Der Dax knüpft nicht einfach an die Rally der Vorwoche an, dafür gibt es mit dem Ukraine-Konflikt, der Ebola-Epidemie noch zu viele Unsicherheiten.

Allerdings sind die Erwartungen für diese Börsenwoche positiv. Denn es mehren sich die Anzeichen, dass der Mini-Crash am 16. Oktober eine Trendwende eingeläutet hat. „Wer verkaufen wollte, der hat dies spätestens an jenem Donnerstag getan“, meint Börsen-Experte Stephan Heibel vom Analysehaus animusX. Für ihn hat sich die Panik, die damals herrschte, mit den anschließend steigenden Kursen schnell wieder in Optimismus gewandelt.

Das zeigen auch die Daten der aktuellen Sentimentumfrage. Jede Woche erhebt Handelsblatt Online die Börsenstimmung. Die Daten werden anschließend von animusX ausgewertet und interpretiert, um damit Anlegern eine Orientierung bei ihrer Geldanlage zu geben.

Vor einer Woche lautete die Schlagzeile „Angelaufene Rally ist nachhaltig“, die sich im Nachhinein als richtig erwies. Denn der deutsche Leitindex ist in der vergangenen Woche um 1,6 Prozent gestiegen.

Und wie geht es weiter? „Das nunmehr deutlich höhere Kursniveau wird kaum für Verkäufe genutzt“, erläutert Heibel. Es gäbe solide Anzeichen für eine nachhaltige Bodenbildung, auf dessen Basis der Dax sukzessive weiter auf ein höheres Niveau klettern kann.

Dieser Optimismus wird auch von Charttechnikern geteilt. „Die Vorzeichen, dass der deutsche Leitindex sich weiter Richtung Norden durchschlägt, stehen gut“, meint beispielsweise Jörg Scherer, technischer Analyst bei HSBC Trinkaus, am heutigen Montag.

Wie sehr sich die Stimmung gewandelt hat, zeigen die Antworten auf die Frage, ob man den deutlichen Anstieg der Vorwoche erwartet hatte. Zwei Drittel der Teilnehmer antwortete mit ja. Dabei ist einer Woche zuvor nur gut ein Drittel von einer Bodenbildung oder von steigenden Kursen ausgegangen. „Ein großer Teil der Anleger lag also vor einer Woche mit seinen Erwartungen nicht nur falsch, sondern sie können sich heute schon nicht mehr daran erinnern“, lautet das Fazit von Heibel. Dieses Verhalten sei nicht untypisch für Korrekturphasen.

Kommentare (14)

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Herr Tom Schmidt

27.10.2014, 15:53 Uhr

Kann mir mal jemand erklären woraus sich eine niedrige Investitionsquote ergibt?

Die Anzahl aller Aktien ist ja konstant und alle Aktien haben einen Eigentümer. Demnach könnte eine geringere Investitionsquote immer nur durch eine höhere Geldmenge entstehen oder durch eine aktuelle niedrigere Aktienkurse???

Herr Tom Bauer

27.10.2014, 16:13 Uhr

@HerrSchmidt
Das scheint im vorliegenden Fall eine Falschverwendung eines Fachbegriffes.
Das Handelsblatt meint die Aktienquote in den Depots von Vermögensverwaltern, Privatleuten, Banken, Versicherungen usw.
Die dort angelegten Gelder sind eben derzeit eher in Anleihen, Immobilienen, Gold, Bargeld... whatever. Für einen erhöhten Aktienanteil müsset von dort Geld abgezogen werden und dannin den Aktienmarkt fließen.

Ihre Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. Die Ursachen und Wirkungen von höheren Aktienquoten ind en Depozts kann vielfältige Ursachen und auch Wirkungen haben.

Eine echte Investitionsquote ist das aber in jedem Fall nicht, denn die beschreibt den investiven "Betrag" in einem Bilanzjahr eines UNternehmens im Verhältnis zum bereits bestehenden Anlagevermögen (die Summem aller abschreibungspflichtigen Güter plus Grundstückswerten).

Herr Thomas Albers

27.10.2014, 16:57 Uhr

"Für den animusX-Geschäftsführer kann diese Entwicklung jederzeit durch besondere Ereignisse gestört werden."

Ich glaube er hat recht: Der Markt wird auf bestimmte Signale extremer reagieren, als sonst. Ausschläge in beide Richtungen sind nicht unwahrscheinlich. Eine (un)beabsichtigt angekündigte Zinswende hätte meiner Meinung nach ähnliche Kursbewegungen wie beispielsweise eine mögliche, realistische Option auf Sanktionsaufhebungen. (Eine Menge realistische Auslöser sind in Sicht)

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