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15.05.2017

11:12 Uhr

Dax-Umfrage

Der verzweifelte Kampf der Bären

VonJürgen Röder

Die NRW-Wahl gibt der Rally zwischenzeitlich neuen Zündstoff. Doch die Anleger spekulieren wie noch nie auf fallende Kurse. Dafür werden sie vermutlich teuer bezahlen müssen. Ab welchem Niveau erst Vorsicht angesagt ist.

Dax-Umfrage

Gier und Panik? Wann Emotionen die Kurse bewegen

Dax-Umfrage: Gier und Panik? Wann Emotionen die Kurse bewegen

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DüsseldorfDer Wahlsieg der CDU in Nordrhein-Westfalen, der Herzkammer der Sozialdemokraten, beflügelte zum Handelsauftakt am heutigen Montag die Aktienkurse. Der Dax notierte zwischenzeitlich über der Marke von 12.800 Punkten. „Heute früh sah das schon ein wenig nach Kaufpanik aus“, warnt Börsenexperte Stephan Heibel.  „Sollten wir im weiteren Wochenverlauf die Marke von 13.000 Punkten erreichen, ist Vorsicht angesagt“.

Woche für Woche prognostiziert Stephan Heibel, wie der Dax sich in den kommenden Handelstagen entwickeln dürfte. Basis dafür ist die Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment unter mehr als 2400 Anlegern. Der Inhaber des Analysehauses Animusx betrachtet die Ergebnisse der Erhebung über die aktuelle und die künftige Börsenentwicklung vor allem als Kontraindikatoren. Vereinfacht gesagt: Sind Anleger beispielsweise zu pessimistisch, ist das eher ein Indiz für bald steigende Kurse. Weil dann viele ihre Aktien bereits verkauft haben und neue Käufe schnell zu höheren Kursen führen.

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Schlechte Zeiten für Anleger: Der Dax nach der Frankreich-Wahl vor sich hin. Es gibt aber Ausreißer: Zehn Unternehmen legten entgegen des Trends kräftig zu. Die Übersicht zeigt, mit welchen Aktien Kasse zu machen war.

Für die vergangene Handelswoche war die Frankreichwahl am 7. Mai das herausragende Ereignis. Und was passierte danach? Nichts. Weder eine Jubelrally aufgrund des Wahlsiegs Macrons, noch ein Ausverkauf oder zumindest deutlicher Rückschlag als Konsolidierung der zuvor erzielten Kursgewinne fand statt. Nichts.

Ein kurzer Moment der Gewinnmitnahmen am Montagmittag, der Dax notierte bei minus 0,5 Prozent. Dann erfolgten wieder Käufe, weil Anleger ihre Short-Positionen auflösten, der Leitindex lag bei plus 0,5 Prozent.  Im weiteren Wochenverlauf passierte auch nicht viel mehr.

Das haben auch die Teilnehmer der Handelsblatt-Umfrage so registriert: 14 Prozent sind aus dem Lager der guten Laune ins Lager derer gewechselt, die den Dax derzeit in einer Seitwärtsbewegung sehen. Damit bleibt die Stimmung gut, aber nicht mehr euphorisch wie in der Vorwoche. Gut jeder Dritte sieht den Dax noch immer in einer Aufwärtsbewegung (minus 14 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche), weitere 40 Prozent (minus zwei Prozentpunkte) betrachten dies als eine Topbildung. Jeder Fünfte (plus 14 Prozentpunkte) sieht den Dax in einer Seitwärtsbewegung.

Kommentare (6)

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Herr Michael Müller

15.05.2017, 11:40 Uhr

Was ist die Alternative zu Aktien:

Gold: Relativ hoch bewertet. Bietet keine Zinsen/Dividenden. Problem der Lagerung.

Renten: Die Zinsen dürften tendentiell eher steigen als noch weiter fallen. Somit drohen Kursverluste.

Unternehmensanleihen: Wenn die Unternehmen auf der Bank kein günstiges Geld mehr bekommen, darf man als Privatmann dort ohnehin nicht investieren. Wenn die Bank NEIN sagt, muß es der Privatmann erst recht!

Immobilien: Zu viel Kapital auf einen Fleck mit entsprechendem Standortrisiko. Kompliziert und hohe Kosten bei Kauf und Verkauf. Laufende Betreuung notwendig. Probleme durch Mietnomaden und Problemmieter mit Rechtsschutzversicherung. Probleme wenn sich das nachbarliche Umfeld ändert (Rocker ziehen ein). Probleme wenn sich die Infrastruktur ändert (Strassen, Flugplatz,...)

Derivate wie Optionsscheine, CFDs, etc: Das sind nichts anderes als Wetten gegen die Bank, und die Bank gewinnt immer. Zudem hat die Bank einsichten, die man als Privatman nicht hat. Da die Bank letztendlich immer gewinnt (Kleingedrucktes im Emissionsprospekt lesen!), verliert der Privatmann auf lange Sicht immer.

Da sind mir Qualitätsaktien mit entsprechender Dividendenbeständigkeit, günstigem KGV und hoher Eigenkapitalquote doch deutlich lieber!

Herr Lothar Bitschnau

15.05.2017, 12:08 Uhr

Durch den Kauf von Aktien wird man Miteigentümer eines Unternehmens mit aller Sympathie für das Untermehmen, dessen Beschäftigte und dessen Produkte.
Eine spannende Geschichte auf lange Zeit, mit Teilhabe an Fehlern und Misserfolgen aber auch an Wachstum und Erfolgen.
Sommerlochstrategien sind für Spekulanten.

Herr Helmut Metz

15.05.2017, 12:12 Uhr

@ Michael Müller
Gold: Relativ hoch bewertet.

Dow to Gold Ratio aktuell: ca 17
Dow to Gold Ratio August 1999 (Höhepunkt der Dotcom-Blase): ca. 42
Dow to Gold Ratio März 1980 (Höhepunkt der Stagflation, bevor Paul Volcker die Leitzinsen auf über 20% hinaufkatapultieren musste, um den USD zu "retten"): ca. 1,4

-> Tatsächlich hoch bewertet gegenüber Aktien ist Gold erst ab einer Dow to Gold Ratio im unteren einstelligen Bereich. Dann erst werde ich Gold verkaufen und Aktien kaufen.
Das "Dumb Money" wird dagegen Aktien bei einer Dow to Gold Ratio auch über 50 kaufen - und Gold bei einer Ratio selbst unter 1.

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