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06.10.2014

14:25 Uhr

Dax-Umfrage

Die Jahresendrally kommt, aber später

Fast 600 Punkte hat der Dax binnen zwei Wochen verloren. Das schlägt auf die Stimmung der Anleger. Die Jahresendrally haben sie aber noch nicht abgeschrieben. Eine exklusive Analyse.

Ihre Meinung zur Entwicklung an den Börsen ist gefragt. Getty Images

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DüsseldorfFür den Dax lief es zuletzt alles andere als rund. In der vergangenen – noch dazu verkürzten – Woche ging es um weitere 3,2 Prozent abwärts. In der Vorwoche hatten die deutschen Standardwerte ähnlich Federn lassen müssen. Binnen zwei Wochen ging es von 9800 Punkten auf nur noch 9200 Punkte abwärts.

Ein solcher Kursrücksetzer lässt die Anleger natürlich nicht kalt. Das zeigt auch das Handelsblatt Sentiment. Während die Umfrageteilnehmer in der vergangenen Woche noch trotzig mit einem „Wusste ich’s doch“ reagiert hatten, sieht die Welt nun schon anders aus.

Viele Börsianer wurden von dem erneuten Absturz kalt erwischt. „55 Prozent der Umfrageteilnehmer sind von dem anhaltenden Kurseinbruch überrascht worden“, sagt Börsenexperte Stephan Heibel vom Analysehaus animusX. „Das bestätigt meine Interpretation der Vorwoche, dass für einen direkten Kursanstieg noch zu viel Selbstgefälligkeit unter den Anlegern herrschte.“ Das Handelsblatt analysiert jede Woche in Zusammenarbeit mit animusX die aktuelle Stimmung an der Börse und gibt Anlegern dadurch Orientierung bei ihrer Geldanlage.

Die aktuelle Auswertung zeigt: Anleger benötigten zwei Wochen, um sich den Kurseinbruch einzugestehen. Immerhin 65 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen den Dax derzeit in einem Abwärtsimpuls beziehungsweise in einer Bodenbildung – das sind 44 Prozent mehr als in der Vorwoche. Nur noch jeder Fünfte sieht den Dax nach wie vor in einer Seitwärtsbewegung – ein Minus von 20 Prozent gegenüber der Vorwoche. Das deckt sich mit den Einschätzungen der Experten auf dem Parkett. „Eine Wende zum Besseren ist derzeit noch nicht in Sicht“, sagt beispielsweise Markus Reinwand von der Helaba.

Vor allem mit Blick auf die Politik der weltweiten Notenbanken und die Krisenherde in der Welt ist die Unsicherheit an den Märkten derzeit groß. Wenig positiv stimmen deshalb aktuell auch die Ausblicke zahlreicher Analysten. „Es spricht einiges dafür, dass die westlichen Aktienmärkte auch in den kommenden Wochen eine Underperformance zeigen werden“, schreibt das Research Team der DZ Bank. Das Ende der geldpolitischen Geschlossenheit der großen Notenbanken – die Fed fährt ihre geldpolitischen Impulse zurück, die EZB erhöht sie – stelle dabei in den kommenden Wochen vermutlich noch den kleinsten der potenziellen Gefahrenherde dar. „Einen weitaus größeren negativen Einfluss dürften das sich derzeit abschwächende Weltwirtschaftswachstum und der Fortgang der eskalierenden geopolitischen Konflikte entfalten“, so die DZ-Banker.

Kommentare (4)

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Herr Uwe Warschkow

06.10.2014, 17:20 Uhr

Eine Jahresendrally(JER) kommt nur,wenn keiner sie erwartet,keiner mehr mit ihr rechnet.So wie 98,99 oder 01.Nicht wenn jeder damit rechnet,so wie in 2000 oder wie heutzutage.Ich habe auch noch nie,eine JER im DAX gesehen,die bei um die 5000 Kursdaxpunkte startet,alle bisherigen ,großen JER´s in der DAX Geschichte starteten deutlich früher und vor allem ,viel,viel tiefer.Aber die Analysten an den Börsen bleiben sich treu,ich kenne noch die Prognosen für das Jahresende 2000."Mindestens die 8100 bis Ende Dezember sehen wir im DAX" war sich der Robert Halver im September 2000 auf "NTV" sicher.Haben wir aber nicht gesehen.Die 8100 schafften wir erst 7 Jahre später wieder und das auch nur ganz kurz.Auf jeden Fall wir es schwer,die Performance der Jahre 2012 und 2013 zu wiederholen.Das steht schon heute fest.Wir können froh sein,wenn der DAX die schwarze Null sieht.

Account gelöscht!

06.10.2014, 19:52 Uhr

Sie kommt, wenn auch später - so um die zwei, drei Jahre später, vielleicht.

Herr Dr. Peter Lustig

07.10.2014, 11:26 Uhr

Ich schätze mal, dass es für viele schon eine Jahresendrally ist, wenn wir dann von 8500 wieder auf 9500 steigen. Der Dax also +/-0 das Jahr beendet.

Buy-and-Hold funktioniert m.M.n. im aktuellen Umfeld nicht. Mit einem ETF den ganzen Weg mit Hebel 1 nach unten mitmachen auch nicht.

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