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01.09.2014

14:31 Uhr

Dax-Umfrage

Drohen weitere Börsenturbulenzen?

VonJürgen Röder

ExklusivDie Ukraine-Krise hat die Anleger stark verunsichert, die Kursabschläge waren heftig – genauso wie die Erholung. Und nun? Ist die Stimmung so gut, wie das Dax-Kurse meinen lassen? Eine exklusive Handelsblatt-Analyse.

Ihre Meinung zur Entwicklung an den Börsen ist gefragt. Getty Images

Ihre Meinung zur Entwicklung an den Börsen ist gefragt.

DüsseldorfNach den heftigen Turbulenzen während der Sommermonate sehnen sich die meisten Anleger nach ein wenig Ruhe. Der Anstieg des deutschen Leitindexes in den vergangenen Tagen ist für sie keine Basis für weitere Kursgewinne. Die Mehrheit ist derzeit noch immer verunsichert. „Kurzfristig jedoch sind Kursschwankungen von geopolitischen und währungspolitischen Ereignissen abhängig und daher schwer zu prognostizieren“, meint Stephan Heibel des Analysehauses animusX.

Das zeigen die Ergebnisse der ersten Handelsblatt-Umfrage zum Dax-Sentiment in Zusammenarbeit mit den Experten von animusX. Die Umfrage ermittelt jede Woche die aktuelle Stimmung an der Börse und gibt Anlegern dadurch Orientierung bei ihrer Geldanlage.

Zu den Details der Umfrage: Der Dax ist in der vergangenen Woche um 1,4 Prozent auf 9.470 Punkte angestiegen. Obwohl die Teilnehmer des Handelsblatt Dax-Sentiments diesen Anstieg überwiegend erleichtert aufnehmen, zeigt ein relativ niedriger Anteil an Extrem-Aussagen die überwiegend neutrale und dadurch abwartende Haltung der Teilnehmer. Auf die Frage, ob sich ihre Erwartungen in der vergangenen Woche erfüllt hätten, antworteten nur 21 Prozent „Ja, voll und ganz“ oder „Nein, überhaupt nicht“. Immerhin 79 Prozent kreuzten eine moderate Stimmungslage.

Jeder dritte Börsianer glaubt, dass sich die Märkte aktuell in einer Seitwärtsbewegung befinden. Obwohl der Dax in der vergangenen Wochen zugelegt hat, sind die Befragten nicht sonderlich optimistisch. Das Kursplus wird nicht als Aufwärtsimpuls gedeutet, das aktuelle Indexniveau nicht als Basis für weitere Kursanstiege angesehen. Jeder Fünfte rechnet damit, dass es zeitnah wieder abwärts geht.

Mittelfristig sieht das Stimmungsbild etwas anders aus: Die Anleger sind etwas optimistischer. Immerhin 48 Prozent mit Blick auf die kommenden drei Monate eher von steigenden Kursen aus und nur 27 Prozent rechnen mit tieferen Kursen. Jeder Vierte gibt allerdings an, erst einmal abzuwarten und "auf der Seitenlinie" zu bleiben.

Die jüngsten Kursturbulenzen im Zuge der Ukraine-Krise versetzen Anleger scheinbar in eine Art Schockstarre: Nur 23 Prozent wollen die Korrektur für Zukäufe nutzen, allerdings wollen auch nur 17 Prozent bald verkaufen. Der überwiegende Teil weiß noch nicht, ob er Kaufen oder Verkaufen wird.

Kommentare (4)

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Herr Hans Sauer

01.09.2014, 15:36 Uhr

"Der Markt weiß alles.", E. Fama. Wenn das so ist, immerhin gab's dafür 2013 den Nobelpreis, dann bleibt für die "Experten" nichts mehr zu wissen. Wozu dann das Dax-Sentiment? Zur Unterhaltung? Wir sollten unsere Nobelpreisträger schon Ernst nehmen. So viele gibt's davon nicht. Mehr Respekt.

Herr wilfried feuster

01.09.2014, 18:40 Uhr

Der Dax interessiert mich nicht.

Ich habe irgendwo gelesen,dass in Deutschland nur etwa 10% der Bevölkerung in Wertpapiere investieren.

Ebenso sind nur 10% des umlaufenden Geldes in der Realwirtschaft gedeckt, d.h. es wird mit Geld gezockt, das gar nicht vorhanden ist.

Ich habe in Physisches Gold investiert, für meine Nachkommen.

Egal wie der Kurs des Goldes schwnankt. Es wird nie wertlos.

1 Unze bleibt eine unze ;-)

Herr Edi Haas

02.09.2014, 08:24 Uhr

Sie haben das System der Mächtigen anscheinend nicht verstanden.
Recht haben Sie ,it dem Gewicht,eine Unze bleibt eine Unze,nur der Wert kann 1.000 Euro dafür schwanken:(,
tolle Geldanlage,mein Golf bleibt auch mein Golf,ist halt nur weniger Wert.
Mein ei bleibt mein Ei,ist halt nur faul und riecht.
Nicht aber der Dax,der steigt immer,jeder Rücksetzer muss genutzt werden.
Durch die Programme der Mächtigen steigt es weiter und Drahi ist die Rückversicherung ausserdem gibt es noch Stops es kann also nichts passieren.

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