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13.10.2014

15:04 Uhr

Dax-Umfrage

„Großteil der Korrektur liegt hinter uns“

Der beschleunigte Ausverkauf am Freitag hat die Illusionen vieler Anleger auf eine Jahresendrally zerstört. Aus Sicht von Sentiment-Experten ist das ein gutes Zeichen für die weitere Entwicklung. Eine exklusive Analyse.

Ihre Meinung zur Entwicklung an den Börsen ist gefragt. Getty Images

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DüsseldorfDie vergangene Woche war eine schlechte für den Dax: Weitere 4,4 Prozent ist der Index eingebrochen, die dritte Woche mit heftigen Verlusten in Folge. Insgesamt notiert der Dax inzwischen zwölf Prozent unter seinem Anfang Juli erreichten Allzeithoch.

Die Sanktionen gegen Russland und die damit verbundene Sorge um ein schwächeres Wirtschaftswachstum sorgten im Sommer bereits für einen ersten Ausverkauf bis unter 9.000 Punkte. Nun sind aus schlechten Erwartungen Fakten geworden: Produktion und Export in Deutschland sind eingebrochen, Bundesbank und Regierung revidieren ihre Wachstumsprognosen nach unten. Was bei der Verabschiedung der Sanktionen abzusehen war, wird nun zur Gewissheit. Und Anleger reagieren panisch.

Das bleibt natürlich auch für die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage zur Börsenstimmung nicht ohne Folgen. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden vom Analysehaus animusX ausgewertet. In der vergangenen Woche lautete noch das Fazit: „...frühzeitige Gewinnmitnahmen könnten einer Rally schon bald den Boden unter den Füßen wegziehen.“ – eine passende Vorhersage. Denn der Dax konnte nur am vergangenen Montag ein Plus erzielen, danach wurde panisch verkauft.

Die Stimmung hat sich nun gewandelt. „Inzwischen herrscht bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer Einigkeit darüber, dass wir uns in einem Abwärtsimpuls befinden“, meint Stephan Heibel von animusX. Lediglich jeder Fünfte rede von einer Bodenbildung und 18 Prozent glauben noch an eine übergeordnete Seitwärtsbewegung.

Der größte Stimmungsumschwung zeigt sich bei der Einschätzung der künftigen Entwicklung: Elf Prozent der Umfrageteilnehmer sind direkt aus dem Bullenlager in Bärenlager übergesiedelt. Damit ist die Zuversicht über steigende Kurse in drei Monaten nunmehr gebrochen, nur noch jeder Dritte erwartet eine Jahresendrally, während jeder Vierte selbst nach den bisherigen heftigen Kursverlusten noch tiefere Kurse sieht.

Immerhin gibt es auf dem aktuellen Kursniveau bereits wieder 31 Prozent Käufer (ein Plus von vier Prozent gegenüber der Vorwoche), während die 17 Prozent Verkäufer zur Vorwoche unverändert sind. Heibels Interpretation: „Es handelt sich höchstwahrscheinlich um kurzfristig orientierte Spekulanten, die auf eine Gegenbewegung nach dem heftigen Ausverkauf setzen“.

Kommentare (9)

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Herr thomas oldendorp

13.10.2014, 17:03 Uhr


DAS MOTTO DER ANALYSTEN
.......................
umsätze generieren..!!!
..
erst werden die kurse in den keller geschrieben
und verkaufspanik verbreitet..
..
unten angekommen - kommen die positiven Argumente
für Erholungen, die niemand verpassen sollte..
..
LEIDER SCHALTEN VIELE ANLEGER IHREN VERSTAND AUS
UND FOLGEN DIESEM HERDENTRIEB..
..

Herr Thomas Albers

13.10.2014, 17:24 Uhr

"erst werden die kurse in den keller geschrieben
und verkaufspanik verbreitet.."

Wenn sich die Anleger vorher überlegen würden, wie groß denn das Risiko ist, würde in manchen Fällen keine Panik ausbrechen. War nicht jeder, der bei 10000 Punkten eingestiegen ist sicher, dass das Kursniveau und KGV angemessen ist?

Natürlich ist das polemisch: Es kann ja eigentlich nur der unsicher-panisch auf Zeitungsberichte reagieren, der vorher wegen Jubelartikeln eingestiegen ist. ;)



Herr Uwe Warschkow

13.10.2014, 17:32 Uhr

„Großteil der Korrektur liegt hinter uns“-das weiß man doch erst hinterher !
Wie oft wurde zwischen 2000 und 2003 nicht schon das an der Baisse vermeldet ? Mindestens 100 mal.Am Ende war aber erst bei 2166 Punkten im DAX der Boden gefunden und nicht bei 7000,6000,5000,4000.... .

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