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29.02.2016

16:33 Uhr

Dax-Umfrage

„Ich sehe Kaufkurse“

VonJürgen Röder

Ein Blick auf die aktuelle Börsenstimmung zeigt: Selbst ein weiterer Ausverkauf an den Aktienmärkten dürfte nur noch gering ausfallen. Was Anlegern in den nächsten Handelstagen bevorsteht, zeigt eine exklusive Analyse.

Ein kleiner Bulle - Symbol für steigende Kurse -  aus Plastik steht in Frankfurt am Main im Handelssaal der Börse vor der großen Anzeigetafel. Es mehren sich die Zeichen, dass es an den Aktienmärkten bald wieder aufwärts geht. dpa

Dax-Anzeigetafel

Ein kleiner Bulle - Symbol für steigende Kurse - aus Plastik steht in Frankfurt am Main im Handelssaal der Börse vor der großen Anzeigetafel. Es mehren sich die Zeichen, dass es an den Aktienmärkten bald wieder aufwärts geht.

DüsseldorfNoch vor einer Woche gab es für den Börsenexperten Stephan Heibel keinen Grund, überstürzt Aktien zu kaufen. „Doch an schwachen Tagen können Sie meines Erachtens ruhig Aktien einsammeln, denn ein Kollabieren des Dax unter das bisherige Tief bei rund 8700 Punkten ist aufgrund der konstruktiven Entwicklungen nun weniger wahrscheinlich geworden“, riet er. So schwankte der Dax in der vergangenen Wochen deutlich: Das deutsche Börsenbarometer notierte in den vergangenen Handelstagen zwischen 9.578 Zählern auf der Ober- und 9.137 auf der Unterseite.

Doch insgesamt hat sich in der vergangenen Woche die fulminante Dax-Rally seit Mitte Februar bestätigt, der Leitindex ist um weitere 1,3 Prozent gestiegen. Entsprechend haben auch Anleger ihre Niedergeschlagenheit endgültig abgeschüttelt und verhalten sich nun neutral, hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung besteht sogar eine hoffnungsvolle Erwartungshaltung.

Die Schwärzesten Tage des Dax: 2008-2015

06. Oktober 2008

Für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate muss binnen einer Woche ein zweites Rettungspaket geschnürt werden. Der Dax verliert sieben Prozent.

08. Oktober 2008

Im Sog der Finanzkrise stürzt der Nikkei -Index um über neun Prozent ab. Der Dax verliert bis zu neun Prozent. Nach einer konzertierten Zinssenkungsrunde der großen Notenbanken erholen sich die Kurse nur leicht. Der Dax schließt mit einem Minus von sechs Prozent.

10. Oktober 2008

Rezessionsängste angesichts der Finanzkrise drücken den Nikkei-Index um zehn Prozent. Der Dax verliert ebenfalls sieben Prozent.

24. Oktober 2008

Ein erneuter Absturz der Tokioter Börse drückt den Dax in der Spitze um über elf Prozent.

8. August 2011

Nachdem die USA bei der Ratingagentur Standard & Poor's ihre Bestnote als Kreditnehmer verlieren, brechen die Kurse ein: Der Dax verliert rund fünf Prozent.

5. September 2011

Die Furcht der Anleger vor einer weltweiten Rezession und einer Ausweitung der Schuldenkrise in der Euro-Zone drückt den Dax um 5,3 Prozent ins Minus.

1. November 2011

Der Dax verliert rund fünf Prozent. Auslöser ist die überraschende Ankündigung einer Volksabstimmung in Griechenland über ein Rettungspaket.

29. Juni 2015

Das Scheitern der Gespräche zur Lösung der Schuldenkrise in Griechenland und die überraschende Ansetzung einer Volksabstimmung über die Forderungen der Gläubiger drückt den Dax gleich im frühen Handel um 4,6 Prozent auf 10.964,24 Punkte.

24. August 2015

Die Furcht vor einem deutlichen Konjunktureinbruch in China drückt den Dax erstmals seit Mitte Januar wieder unter die Marke 10.000 Punkten. Der Leitindex fällt um bis zu 3,6 Prozent auf 9760 Zähler.

Nur noch 18 Prozent sehen den Dax inzwischen noch immer in einer Abwärtsbewegung – ein Minus von zwölf Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche. Um sechs Prozentpunkte ist das Lager derjenigen gestiegen, die nun eine Seitwärtsbewegungen erkennen. Mit fast jedem dritten Umfrageteilnehmer ist diese Gruppe am größten.

Weiterhin betrachten 27 Prozent die aktuelle Marktsituation als Bodenbildung, von der aus die Kurse wieder steigen werden. Gut jeder Fünfte meint bereits, die nächste Aufwärtsbewegung sei gestartet.

Dax-Sentiment: Vergleich Prognosen mit Indexverlauf

Börsenwoche 15.2. - 19.2.

Der Dax legte um 4,7 Prozent zu und beendete den Handel bei  9388 Punkten. Heibels Ratschlag am Montag (15.2.):  „Auf eine Bodenbildung mit anschließend weiter steigenden Kursen würde ich nur mit einem kleinen Betrag spekulieren“. Diese Investition sollten Anleger, falls die 9.300 Punkte im Dax nicht überwunden werden, schnell wieder auflösen.

Börsenwoche 8.2. - 12.2

Das deutsche Börsenbarometer verlor in der vergangenen Woche weitere 3,4 Prozent. Heibel sah am Montag (8.2.) aber nur eine sehr geringe Chance für einen weiteren Ausverkauf im Dax.

Börsenwoche 1.2. - 5.2.

Der Dax verlor 5, 2 Prozent. „Vieles deutet daraufhin, dass die Kurse weiterhin gen Süden driften, unterbrochen nur von kurzfristigen Gegenbewegungen“, sagte Stephan Heibel am Montag (1.2.).

Börsenwoche 25.1. - 29.1.

Der Dax kletterte leicht um 0,3 Prozent auf 9.798 Punkte.  Vor einer Woche warnte Stephan Heibel noch vor einer möglichen Abwärtsspirale. Diese könne, je länger die Baissephase an den Märkten dauere, eine eigene Dynamik entwickeln. „Noch ist es nicht soweit, doch wir werden diese Entwicklung aufmerksam verfolgen müssen“, sagte er am vergangenen Montag unter der Überschrift „Noch ist es nicht soweit“. (25.1.)

Börsenwoche 18.1. - 22.1.

Der Dax stieg um 2,3 Prozent. Heibels Erkenntnis am Montag (18.1.): Die Aktienbörsen sind nun in einer Baissephase. „Entsprechend dürften Kurssteigerungen in den kommenden Tagen nicht viel mehr als eine Zwischenerholung sein.“

Börsenwoche 11.1. -15.1

Der Dax stieg am Montag und Dienstag um mehr als 150 Punkte auf knapp 10.000 Zähler, rutschte  zum Wochenende aber wieder ab auf 9545 Punkte.  Heibels Prognose am Montag (11.): „Kurzfristig sorgt die maximale Niedergeschlagenheit der Anleger für eine moderate Gegenbewegung. Ob aus dieser Gegenbewegung eine Rally wird oder ob sie verpufft und neue Tiefs angesteuert werden, wird nach wie vor von der Entwicklung in China abhängen.“

Börsenwoche 14.12-18.12

Der Dax legte unter heftigen Schwankungen um 2,6 Prozent zu. Heibels Prognose am Montag (14.12.): „Das größere Überraschungspotential ist auf Seiten steigender Kurse zu sehen“.

Börsenwoche 7.12.-11.12

Der Dax verlor 3,8 Prozent. Der Volatilitätsindex VDax, der die Schwankungen des deutschen Leitindexes misst, stieg von 21 auf 27 Punkte. Heibels Prognose am Montag (7.12.): „Die Verunsicherung im Vorfeld der Entscheidung der US-Notenbank ist groß, so dass wir noch einige extrem volatile Tage erleben können. Entsprechend würde ich nicht alles auf eine Karte setzen, sondern mich für mehrere kleine Käufe bereithalten“.

Börsenwoche 30.11.-4.12

Der Dax verlor 4,8 Prozent. Am Montag (30.11.) kommentierte Stephan Heibel die Jubelstimmung so: „Je besser die Stimmung, desto leichter kann ein Pulverfass hochgehen“.

Börsenwoche 23.11. - 26.11

Der Dax rutschte am Montag (16.11.) ab, ehe eine Rally einsetzte. Der deutsche Leitindex  legte 3,8 Prozent zu. Am Montag (16..1) prognostizierte Stephan Heibel „heftige, aber begrenzte Korrekturen“, aber keinen nachhaltigen Kursrutsch.

Börsenwoche 9.11 - 13.11

Der Dax verlor in dieser Woche 2,5 Prozent. „Wer also von der gesunden Börsenverfassung profitieren möchte, braucht nun nicht mehr bei der kleinsten Korrektur zu kaufen“, lautet Heibels Ratschlag am Montag (9.11.). „Sie können sich mit Käufen meines Erachtens Zeit lassen, bis der Dax mal wieder fünf Prozent unter seinem vorhergehenden Hoch notiert“.

Börsenwoche 2.11. - 6.11.

Der Dax stieg um weitere 1,3 Prozent. Am Montag davor (2.11.) hatte Stephan Heibel  die Sommerkorrektur zu den Akten gelegt. Unter der Überschrift „Die Zuversicht schwindet“ war er der Auffassung, dass kurzfristige Rückschläge eine Kaufgelegenheit seien.

Börsenwoche 26.10 - 30.10

Der Dax stieg um 0,5 Prozent. Heibels Prognose am Montag (26.10): „Die Rally dürfte weiterlaufen“. Sein Ratschlag: „Ich halte es für Anleger für ratsam, auf dieser Welle mitzuschwimmen, bei Rückschlägen nachzukaufen, aber sämtliche Positionen mit großzügigen Stop-Loss-Kursen zu sichern“.

Börsenwoche 19.10. - 23.10.

Der Dax stieg um fast sieben Prozent und beendete den Handel bei über 10.800 Punkten. Heibels Prognose am Montag (19.10.): In den kommenden Tagen könnte der Dax bis auf 10.500 Punkte steigen. „Bei dieser Marke dürften wieder eine Reihe von Investoren ihre für viele Monate unter Wasser befindlichen Aktienpositionen auflösen und für eine weitere kleine Konsolidierung sorgen“.

Börsenwoche 12.10. - 16.10.

Der Dax blieb fast unverändert. Heibels Prognose am Montag (12.10.): „Eine Konsolidierung der erzielten Kursgewinne wird wahrscheinlich, dürfte jedoch nur kurze Zeit dauern“, sagt er. Es könnte sogar sein, dass der kleine Rücksetzer nur einen halben Handelstag dauert. „Im Wochenverlauf könnte die Rally durchaus noch höhere Kurse hervorbringen.“ Dass diese Rally aber nachhaltig ist, bezweifelte er.

 

Die Zahlen stammen aus der wöchentlichen Handelsblatt-Umfrage unter mehr als 2300 Anlegern. Aus den Ergebnissen leitet Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx, Prognosen ab, wie sich der Dax in den kommenden Handelstagen entwickeln könnte. Die Qualität seiner Prognosen ist sehr gut. (Siehe Vergleich Dax-Prognose und Indexentwicklung.)

Kommentare (15)

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Herr Marc Otto

29.02.2016, 16:50 Uhr

Oky, in den letzten 3 Monaten sah es so aus, dass zum Monatsende die Kurse hochgepflegt werden. Offensichtlich haben die Mega-Fonds immer mehr Einfluss auf die Kurse, als man es bisher angenommen hat.

Und zum Monatsbeginn sackt dann alles auf den Boden der Tatsachen ab. Ab morgen wird man sehen, was real ist.



Account gelöscht!

29.02.2016, 16:50 Uhr

Chinas Kohle- und Stahlindustrie kämpft mit Überkapazitäten. Die Regierung kündigt nun an, dass 1,8 Millionen Beschäftigte entlassen werden. Um soziale Unruhen zu vermeiden, nimmt Peking viel Geld in die Hand.

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DU oder ICH !

So geht es beim Verdrängungsmarkt voran !

Dazu IST CHINA IN DER PFLICHT DIE UMWELT VERSCHMUTZUNG FÜR DEN ERDBALL ZU REDUZIEREN !

Der ERDBALL IST NICHT ALLEINIGER EIGENTUM DER CHINESISCHE REGIERUNG ODER WIRTSCHAFT !

CHINAS Wirtschaftlicher Erfolge...die AUCH ZU ENORME DEVISEN ANSAMMLUNGEN GEFÜHRT HABEN...basierten auf PRODUKTIONEN IN CHINA UNTER BILLIGSTER UMSTÄNDEN OHNE RÜCKSICHT AUF UMWELTLICHER VERSCHMUTZUNGEN !

WER VIEL ERTRÄGE AN KAPITAL DADURCH GEWONNEN HAT...SOLL JETZT AUCH ENTSPRECHEND VIEL KAPITAL BEZAHLEN DAMIT ES NOCH EIN WEITER LEBEN AUF DEM PLANET ERDE GEBEN KANN.

Der Planet gehört uns alle und alle haben eine GLEICHMÄßIGE VERANTWORTUNG DAFÜR ZU TRAGEN...DASS IN DER ZUKUNFT NICHT NUR CHINESEN SONDERN ALLE MENSCHEN AUF DER ERDE EINE EXISTENZ GEGEBEN IST !

Und wo es an Wirtschaftlicher Gleichgewicht fehlt da gehörte schon lange einen ausgleich her.

Europäer und Amerikaner als auch Japaner sollten sich KEINERLEI SORGEN UM DIE ZUKUNFT VON CHINESISCHE WIRTSCHAFTLICHER ERFOLGE MACHEN...denn wenn die Chinesen weiterhin so wachsen würden dann stagnieren die alle andere Wirtschaften auf dem gesamten Globus !



Wir Leben in eine Wirtschaftlicher Verdrängung Zeit !!!







Account gelöscht!

29.02.2016, 16:56 Uhr

Chinesische Finanzinstitute müssen ab März weniger Kapital als Mindestreserve bereithalten. Die Bank of China will so dafür sorgen, dass das Finanzsystem ausreichend liquide bleibt.

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Würde es dem Erdball bekannt werden wie SCHLIMM ES UM ALLE CHINESISCHE BANKEN STEHT...dann wäre CHINA EIN DRITTLAND!!!




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