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18.01.2016

17:06 Uhr

Dax-Umfrage

Kein Ende der Talfahrt in Sicht

VonJessica Schwarzer

Die Stimmung  an den Märkten ist extrem schlecht, aber noch nicht schlecht genug. Eine Zwischenerholung ist drin, aber mehr auch nicht. Was passieren muss, damit der Dax die Wende schafft, zeigt ein exklusive Umfrage.

Ein kleiner Plastikbär, Symbol für den Abschwung an den Börsen. dpa

Dax unter Druck

Ein kleiner Plastikbär, Symbol für den Abschwung an den Börsen.

DüsseldorfGut elf Prozent hat der Dax seit Jahresbeginn verloren – einen solchen Fehlstart hat es noch nie gegeben. Kein Wunder, dass die Stimmung der Anleger mies ist, wenn auch nicht mehr ganz so mies wie in der vergangenen Woche. Immerhin 60 Prozent der Teilnehmer der wöchentlichen Dax-Umfrage des Handelsblatts sehen nach wie vor einen Abwärtsimpuls. In der Vorwoche waren es allerdings noch 13 Prozent mehr.

Etwa jeder Vierte (23 Prozent) sieht immerhin eine Bodenbildung. „Damit ist die Niedergeschlagenheit zwar ein wenig zurückgegangen, doch mehr als ein kleiner Gewöhnungseffekt ist das nicht“, sagt Stephan Heibel vom Analysehaus Animusx, der die Umfrage regelmäßig auswertet.

Dieser Gewöhnungseffekt zeigt sich auch bei der Verunsicherung der Anleger, die ebenfalls ein wenig zurückgegangen ist. 45 Prozent wurden von dem anhaltenden Dax-Einbruch völlig überrascht – ein Rückgang von 19 Prozent. Jeder Vierte (plus sechs Prozent) sieht seine Erwartungen kaum erfüllt. Immerhin 23 Prozent und damit elf Prozent mehr als in der Vorwoche hatten sich auf fallende Kurse zum größten Teil eingestellt.

„Inzwischen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass wir uns in einer Baisse befinden“, sagt Heibel. Und eine Trendwende ist derzeit nicht in Sicht. „Für das Ende einer Baisse ist Kapitulation der Anleger erforderlich, also ein panikartiger Ausverkauf.“ Der ist allen Turbulenzen zum Trotz aber noch ausgeblieben.

Und noch ein anderes wichtiges Zeichen fehlt. „Im Sentiment zeigt sich Kapitulation dadurch, dass die Zuversicht einbricht, das ist jedoch bislang noch nicht erfolgt“, so Heibel. Noch immer glaubt jeder Dritte in drei Monaten an einen Aufwärtsimpuls. Das entspricht einem Plus von einem Prozent. Immerhin 27 Prozent (minus drei Prozent) gehen von einer Seitwärtsbewegung aus und nur 19 Prozent (plus drei Prozent) fürchten auch in drei Monaten noch immer fallende Kurse.

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