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19.06.2017

17:10 Uhr

Dax-Umfrage

Pessimismus vor den Sommer-Kapriolen

VonAndreas Neuhaus

Nach einem kurzem Hoch in der vergangenen Woche ist die Anlegerstimmung wieder schlechter geworden. Sollte es deshalb bald zu Ausverkäufen kommen, könnte es wegen fehlender Absicherungen nach unten gehen – ungebremst.

Dax-Umfrage

Gier und Panik? Wann Emotionen die Kurse bewegen

Dax-Umfrage: Gier und Panik? Wann Emotionen die Kurse bewegen

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DüsseldorfHinter dem Dax liegt eine aufregende Woche. Am vergangenen Montag belastete der Ausverkauf der Technologieaktien in den USA die Märkte. In Erwartung der Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed erholten sich die Märkte bis Mittwoch, um im Anschluss erneut nachzugeben – von Mittwochnachmittag bis Donnerstagvormittag verlor der Dax in der Spitze 2,2 Prozent. Doch am Freitag schwang er sich zu einem Allzeithoch auf.

Diese Kursschwankungen sind die Bestätigung für die Analyse des Börsenexperten Stephan Heibel aus der Vorwoche. Heibel hatte das Handelsblatt-Dax-Sentiment dahingehend interpretiert, dass nun das Sicherheitsnetz fehle, um heftige Ausverkäufe zu verhindern. Die Anleger hatten in der optimistischeren Stimmung der vergangenen Wochen ihre Absicherungspositionen für fallende Kurse aufgelöst, nachdem sie sich zuvor eher für einen Ausverkauf positioniert hatten.

Basis für diese Börsenprognosen ist das Handelsblatt-Dax-Sentiment, eine Umfrage zur aktuellen Börsenstimmung unter mehr als 2500 Anlegern – im Börsendeutsch Sentiment genannt. Die Ergebnisse wertet Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx, aus und leitet daraus Vorhersagen für das weitere Geschehen auf dem Parkett ab.

In der aktuellen Umfrage wird laut Heibel deutlich, dass die gute Laune der Vorwoche verflogen ist. Gleichzeitig gebe aktuell kaum Absicherungspositionen. „Das deutet für mich darauf hin, dass viele Anleger tatsächlich ihre Positionen aufgelöst haben und sich von den erwarteten Kurskapriolen in diesem Sommer verabschieden“, sagt der Sentimentexperte. Der Markt werde wieder pessimistischer, allerdings könne das aufgelöste Sicherheitsnetz nicht so schnell wieder eingezogen werden.

„In dieser Situation kann die Börse weiterhin in beide Richtungen laufen“, sagt Heibel. Beginnen die Kurse zu steigen, gibt es eine Reihe von Anlegern, die nicht dabei wären. Die verspäteten Käufe würden die Rally dann zusätzlich anheizen. Beginnen die Kurse hingegen zu sinken, fehlten Shorteindeckungen und Überzeugungskäufer, um den Kursverfall frühzeitig aufzuhalten.

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