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06.06.2017

15:01 Uhr

Dax-Umfrage

Profis spekulieren auf einen Ausverkauf

VonJürgen Röder

Die nächsten Handelstage könnten turbulent werden: Institutionelle Investoren haben in der vergangenen Woche ihre Spekulationen auf fallende Kurse verdoppelt. Was das für die Entwicklung an den Börsen bedeutet.

Dax-Umfrage

Gier und Panik? Wann Emotionen die Kurse bewegen

Dax-Umfrage: Gier und Panik? Wann Emotionen die Kurse bewegen

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DüsseldorfMacht der Dax jetzt Sommerpause?“, fragte Börsenexperte Stephan Heibel am vergangenen Montag, nach dem er die Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment ausgewertet hatte. Denn die Stimmung der Anleger hatte sich vor einer Woche auf einem neutralen Niveau eingependelt, Abwarten bei der Anlageentscheidung lautete damals das Motto.

Entsprechend der Prognose bewegte sich der Dax in der vergangenen Woche anfangs kaum. Erst am Freitag kam plötzlich Bewegung auf, nachdem US-Präsident Donald Trump den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt hatte. An dem letzten Tag der vergangenen Handelswoche stieg die Frankfurter Benchmark plötzlich auf ein neues Allzeithoch, das derzeit bei 12.878 Zählern liegt. Nach dem Seitwärtstrend in den ersten vier Handelstagen gab es zum Ende noch ein Wochenplus von 1,7 Prozent.  

Basis für diese Börsenprognosen ist das Handelsblatt-Dax-Sentiment, eine Umfrage zur aktuellen Börsenstimmung unter mehr als 2500 Anlegern – im Börsendeutsch Sentiment genannt. Die Ergebnisse wertet Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx, aus und leitet daraus Vorhersagen für das weitere Geschehen auf dem Parkett ab.

In der aktuellen Umfrage hat sich die Laune der Umfrageteilnehmer schlagartig verbessert. Jeder Dritte sieht nun einen Aufwärtsimpuls (plus 19 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche), genauso viel (plus zehn Prozentpunkte) gehen von einer Topbildung aus. Deutlich weniger Anleger betrachten die jüngste Dax-Entwicklung nun noch als Seitwärtsbewegung. Die Quote fällt auf 29 Prozent, zehn Prozentpunkte weniger.

Damit wurden die Erwartungen von 56 Prozent (unverändert) der Anleger zum größten Teil erfüllt, 13 Prozent (plus vier Prozentpunkte) haben auf diese Entwicklung in der vergangenen Handelswoche spekuliert. Jeder Fünfte (plus sieben Prozentpunkte) sieht seine Erwartungen an die Vorwoche als kaum erfüllt an, jeder Zehnte (plus drei Prozentpunkte) wurde überrascht.

Endlich wird die gute Laune an der Börse nicht mehr gleich von Zukunftspessimismus begleitet. Nur noch jeder Dritte (minus drei Prozentpunkte gegenüber Vorwoche) fürchtet für den Dax in drei Monaten fallende Kurse. Dafür ist die Zahl derer, die nun eine Topbildung (plus drei Prozentpunkte auf elf Prozent) oder eine Seitwärtsbewegung (plus ein Prozentpunkt auf 29 Prozent) gestiegen. Unverändert 22 Prozent erwarten einen Aufwärtsimpuls. „Damit ist der Rekord-Pessimismus der Vorwochen weiter zurückgegangen“, fasst Hebel zusammen.

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