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16.10.2015

10:40 Uhr

Dax-Umfrage

Rücksetzer oder Rally?

VonJessica Schwarzer

Die Börsenwoche dürfte der Dax trotz einiger Rückschläge mit einem Plus beenden. Doch wie ist die Stimmung der Anleger wirklich? Was bringt die neue Woche? Etwa schon den Startschuss zur Jahresendrally? Stimmen Sie ab.

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern. Getty Images

Dax-Umfrage

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern.

DüsseldorfWirklich von der Stelle gekommen ist der Dax in dieser Woche nicht. Immerhin ist er am Freitag aber auf Wochensicht ins Plus geklettert – nach zwei kleinen Rückschlägen am Dienstag und Mittwoch. Die Hoffnung auf weiteres billiges Geld der internationalen Notenbanken stütze die Kurse derzeit, sagte Analyst Michael Hewson von CMC Markets. Die Stimmung hat sich seit Anfang Oktober deutlich aufgehellt.

Doch Stephan Heibel vom Analysehaus AnimusX warnt vor zu großem Optimismus. „Diese Rally steht auf tönernen Füßen“, sagt er. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Experte, der regelmäßig die wöchentliche Dax-Umfrage des Handelsblatts zur Stimmung unter den Anleger auswertet, gemahnt: „Ein Crash mit Angst und Panik wäre langfristig heilsam für die Börsen.“ Doch der blieb bekanntlich bisher aus.

Die schwärzesten Tage des Dax: 1989-2001

Was zeichnet einen Crash aus?

Eindeutige Kriterien für einen Crash gibt es nicht - außer Panik, hohe Umsätze und hohe Verluste. Beim bislang größten Börsenkrach der Nachkriegszeit am 19. Oktober 1987, als Spekulationen auf Zinserhöhungen den Dow-Jones-Index an der Wall Street um 23 Prozent einbrechen ließ, gab es den Dax noch nicht. Er wurde erst am 1. Juli 1988 erstmals berechnet. Die höchsten Verluste des Dax seither:

16. Oktober 1989

Der Dax fällt um rund 13 Prozent und folgt damit der Wall Street, wo Finanzierungs-Schwierigkeiten bei einem Unternehmensverkauf einen Ausverkauf auslösten.

19. August 1991

Ein später gescheiterten Putsch gegen den damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow drückt den Dax um gut neun Prozent ins Minus.

28. Oktober 1997

Im Sog der Asienkrise sackt der Dax im Handelsverlauf um bis zu 13 Prozent ab und schließt mit 3567 Punkten acht Prozent niedriger.

1. Oktober 1998

Die Angst vor einem Flächenbrand im Bankenwesen nach der Schieflage eines Hedgefonds in den USA und einer Eskalation der Krisen in Asien, Japan, Lateinamerika und Russland drücken den Dax um acht Prozent ins Minus.

11. September 2001

Nach den Terroranschlägen in den USA fällt der Dax um neun Prozent.

Auch andere Experten finden mahnende Worte. „Die Aufwärtsbewegung war seit der Finanzkrise sehr ausgeprägt, sodass man eine weitere Kursbereinigung nicht auszuschließen kann“, schreibt beispielsweise das Investmentteam der Man Group in der aktuellen Monatsstudie. Die größte Herausforderung für die Marktteilnehmer sei nun, in einem schwierigen Umfeld unvorhergesehene wirtschaftliche und politische Entwicklungen antizipieren zu müssen. „Es ist davon auszugehen, dass gerade sowohl der November als auch der Dezember einige Überraschungen bereit halten dürften, die bisher noch nicht eingepreist sind“, heißt es weiter.

Droht also Gefahr? Ist die Börsenerholung der jüngsten Zeit wirklich so wackelig, wie Heibel und auch die Experten der Man Group glauben? Aufschluss darüber geben sogenannte Sentiment-Umfragen, die die Stimmung der Anleger messen und interpretieren. Machen Sie mit bei der Dax-Umfrage des Handelsblatts, die jetzt wieder gestartet ist und lesen Sie die Auswertung am kommenden Montag.

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