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14.12.2015

14:39 Uhr

Dax-Umfrage

Statt Euphorie regiert nun Angst

VonJürgen Röder

In nur zwei Wochen hat sich die Börsenstimmung komplett gedreht – auch wegen des bevorstehenden US-Zinsentscheids. Welche Folgen der Fed-Beschluss auf die Aktienmärkte haben dürfte, zeigt eine exklusive Analyse.

Geschäftsfrau vor einem Börsenchart: Vor zwei Wochen waren die Anleger noch euphorisch, jetzt herrscht die nackte Angst.

Angst

Geschäftsfrau vor einem Börsenchart: Vor zwei Wochen waren die Anleger noch euphorisch, jetzt herrscht die nackte Angst.

Düsseldorf.Eine hohe Volatilität versprach Börsenexperte Stephan Heibel den Anlegern für die vergangene Handelswoche. „Die Verunsicherung im Vorfeld der Entscheidung der US-Notenbank ist groß, so dass wir noch einige extrem volatile Tage erleben können. Entsprechend würde ich nicht alles auf eine Karte setzen, sondern mich für mehrere kleine Käufe bereithalten“, sagte er am vergangenen Montag.

Die Prognose trat ein: Der Dax verlor in der vergangenen Handelswoche 3,8 Prozent. Der Volatilitätsindex VDax, der die Schwankungen des deutschen Leitindexes misst, stieg von 21 auf 27 Punkte. Anleger sind offenbar nervös geworden angesichts der Sitzung der US-Notenbank am kommenden Mittwoch und dem dreifachen Optionsverfallstag am kommenden Freitag (Hexensabbat).

Dax-Umfrage: „Das war der bislang stärkste Umschwung“

Dax-Umfrage

„Das war der bislang stärkste Umschwung“

Teilnehmer an der wöchentlichen Handelsblatt-Dax-Umfrage konnte der Kurseinbruch am Donnerstag nicht überraschen. Doch nun hat sich die Stimmung komplett gedreht und lässt für Anleger nur eine Schlussfolgerung zu.

Doch für diese Handelswoche gibt Heibel zunächst Entwarnung. „Nach diesem deutlichen Wochenminus dürfte der Großteil der Korrektur hinter uns liegen, bis Fed-Chefin Janet Yellen die Zinsentscheidung bekannt geben wird“.

Basis für seine Prognose ist die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment unter mehr als 2300 Anlegern. Der Inhaber des Analysehauses Animusx betrachtet die Ergebnisse vor allem als Kontraindikatoren. Vereinfacht gesagt: Sind Anleger zu pessimistisch, ist das eher ein Indiz für bald steigende Kurse. Weil dann viele ihre Aktien bereits verkauft haben und neue Käufe schnell zu höheren Kursen führen.

„Allerdings ist die Interpretation nicht ganz so einfach“, schränkt Heibel ein. Man müsse auch die anderen Indikatoren wie Selbstgefälligkeit, Investitionsbereitschaft oder Zuversicht mit einbeziehen. Und dass alles mit früheren Ergebnissen des Dax-Sentiments vergleichen. Seine wöchentliche Prognosequalität ist sehr gut. (siehe auch Vergleich Dax-Sentiment und Indexentwicklung).

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