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07.08.2015

13:03 Uhr

Dax-Umfrage

Verpassen Anleger etwas in der Sommerpause?

VonJürgen Röder

Der deutsche Leitindex hat Anfang dieser Woche eine kleine Rally hingelegt - und in der Spitze mehr als 350 Punkte zugelegt. Geht das so weiter? Machen Sie mit beim Dax-Sentiment und Sie erhalten dazu eine Einschätzung.

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern. Getty Images

Dax-Umfrage

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern.

DüsseldorfUnter der Überschrift „Anleger sehnen sich nach Erholung“ hatte Börsenexperte Stephan Heibel am vergangenen Montag für diese Woche eine weitere Seitwärtsbewegung prognostiziert. „Allerdings wird das Handelsvolumen durch die defensive Einstellung der Anleger nochmals dünner und somit anfälliger für heftige Schwankungen innerhalb der Bandbreite der Seitwärtsbewegung zwischen 11.000 Punkten auf der Unter- und 12.000 Zählern auf der Oberseite“, sagte der Geschäftsführer des Analysehauses Animusx.

Der Dax legte in den ersten Handelstagen dieser Woche von 11.300 Punkte aus in der Spitze um mehr 350 Punkte zu, ehe der deutsche Leitindex am Donnerstag eine Verschnaufpause einlegte. Weitere Einschätzungen von Heibel finden Sie unter Vergleich Dax-Sentiment und Indexentwicklung.

Basis für seine Prognose ist das Handelsblatt-Dax-Sentiment, eine wöchentliche Umfrage unter mehr als 2300 Anlegern. Die ermittelt die Börsenstimmung, also ob Investoren pessimistisch oder optimistisch eingestellt sind.

Interessant war vor allem Heibels Einschätzung, wie sich der Dax in den kommenden Wochen entwickeln dürfte. „Nachdenklich macht mich jedoch die hohe Zuversicht, mit der Anleger eine Fortsetzung der Dax-Rally für diesen Herbst erwarten“, analysierte er am Montag. „Selten verhält sich die Börse so, wie es erwartet wird.“

Entsprechend sind nach seiner Ansicht zwei Entwicklungen in den kommenden Wochen möglich: Entweder die Rally beginnt früher als erwartet, also überraschenderweise doch schon in der Ferienzeit August, und Anleger müssen dann im September den Kursen hinterherlaufen. Oder aber die geopolitischen Probleme spitzen sich zu und die Stimmung trübt sich ein.

Welche Meinung haben Sie? Waren die Pluszeichen am Wochenanfang schon die ersten Anzeichen einer Rally? Machen Sie mit beim Handelsblatt Dax-Sentiment und Sie erhalten eine Einschätzung, wie sich der deutsche Leitindex in der nächsten Woche entwickeln könnte. Hier geht es zur Umfrage.

Dax-Sentiment: Vergleich Prognosen mit Indexverlauf

Börsenwoche 15.2. - 19.2.

Der Dax legte um 4,7 Prozent zu und beendete den Handel bei  9388 Punkten. Heibels Ratschlag am Montag (15.2.):  „Auf eine Bodenbildung mit anschließend weiter steigenden Kursen würde ich nur mit einem kleinen Betrag spekulieren“. Diese Investition sollten Anleger, falls die 9.300 Punkte im Dax nicht überwunden werden, schnell wieder auflösen.

Börsenwoche 8.2. - 12.2

Das deutsche Börsenbarometer verlor in der vergangenen Woche weitere 3,4 Prozent. Heibel sah am Montag (8.2.) aber nur eine sehr geringe Chance für einen weiteren Ausverkauf im Dax.

Börsenwoche 1.2. - 5.2.

Der Dax verlor 5, 2 Prozent. „Vieles deutet daraufhin, dass die Kurse weiterhin gen Süden driften, unterbrochen nur von kurzfristigen Gegenbewegungen“, sagte Stephan Heibel am Montag (1.2.).

Börsenwoche 25.1. - 29.1.

Der Dax kletterte leicht um 0,3 Prozent auf 9.798 Punkte.  Vor einer Woche warnte Stephan Heibel noch vor einer möglichen Abwärtsspirale. Diese könne, je länger die Baissephase an den Märkten dauere, eine eigene Dynamik entwickeln. „Noch ist es nicht soweit, doch wir werden diese Entwicklung aufmerksam verfolgen müssen“, sagte er am vergangenen Montag unter der Überschrift „Noch ist es nicht soweit“. (25.1.)

Börsenwoche 18.1. - 22.1.

Der Dax stieg um 2,3 Prozent. Heibels Erkenntnis am Montag (18.1.): Die Aktienbörsen sind nun in einer Baissephase. „Entsprechend dürften Kurssteigerungen in den kommenden Tagen nicht viel mehr als eine Zwischenerholung sein.“

Börsenwoche 11.1. -15.1

Der Dax stieg am Montag und Dienstag um mehr als 150 Punkte auf knapp 10.000 Zähler, rutschte  zum Wochenende aber wieder ab auf 9545 Punkte.  Heibels Prognose am Montag (11.): „Kurzfristig sorgt die maximale Niedergeschlagenheit der Anleger für eine moderate Gegenbewegung. Ob aus dieser Gegenbewegung eine Rally wird oder ob sie verpufft und neue Tiefs angesteuert werden, wird nach wie vor von der Entwicklung in China abhängen.“

Börsenwoche 14.12-18.12

Der Dax legte unter heftigen Schwankungen um 2,6 Prozent zu. Heibels Prognose am Montag (14.12.): „Das größere Überraschungspotential ist auf Seiten steigender Kurse zu sehen“.

Börsenwoche 7.12.-11.12

Der Dax verlor 3,8 Prozent. Der Volatilitätsindex VDax, der die Schwankungen des deutschen Leitindexes misst, stieg von 21 auf 27 Punkte. Heibels Prognose am Montag (7.12.): „Die Verunsicherung im Vorfeld der Entscheidung der US-Notenbank ist groß, so dass wir noch einige extrem volatile Tage erleben können. Entsprechend würde ich nicht alles auf eine Karte setzen, sondern mich für mehrere kleine Käufe bereithalten“.

Börsenwoche 30.11.-4.12

Der Dax verlor 4,8 Prozent. Am Montag (30.11.) kommentierte Stephan Heibel die Jubelstimmung so: „Je besser die Stimmung, desto leichter kann ein Pulverfass hochgehen“.

Börsenwoche 23.11. - 26.11

Der Dax rutschte am Montag (16.11.) ab, ehe eine Rally einsetzte. Der deutsche Leitindex  legte 3,8 Prozent zu. Am Montag (16..1) prognostizierte Stephan Heibel „heftige, aber begrenzte Korrekturen“, aber keinen nachhaltigen Kursrutsch.

Börsenwoche 9.11 - 13.11

Der Dax verlor in dieser Woche 2,5 Prozent. „Wer also von der gesunden Börsenverfassung profitieren möchte, braucht nun nicht mehr bei der kleinsten Korrektur zu kaufen“, lautet Heibels Ratschlag am Montag (9.11.). „Sie können sich mit Käufen meines Erachtens Zeit lassen, bis der Dax mal wieder fünf Prozent unter seinem vorhergehenden Hoch notiert“.

Börsenwoche 2.11. - 6.11.

Der Dax stieg um weitere 1,3 Prozent. Am Montag davor (2.11.) hatte Stephan Heibel  die Sommerkorrektur zu den Akten gelegt. Unter der Überschrift „Die Zuversicht schwindet“ war er der Auffassung, dass kurzfristige Rückschläge eine Kaufgelegenheit seien.

Börsenwoche 26.10 - 30.10

Der Dax stieg um 0,5 Prozent. Heibels Prognose am Montag (26.10): „Die Rally dürfte weiterlaufen“. Sein Ratschlag: „Ich halte es für Anleger für ratsam, auf dieser Welle mitzuschwimmen, bei Rückschlägen nachzukaufen, aber sämtliche Positionen mit großzügigen Stop-Loss-Kursen zu sichern“.

Börsenwoche 19.10. - 23.10.

Der Dax stieg um fast sieben Prozent und beendete den Handel bei über 10.800 Punkten. Heibels Prognose am Montag (19.10.): In den kommenden Tagen könnte der Dax bis auf 10.500 Punkte steigen. „Bei dieser Marke dürften wieder eine Reihe von Investoren ihre für viele Monate unter Wasser befindlichen Aktienpositionen auflösen und für eine weitere kleine Konsolidierung sorgen“.

Börsenwoche 12.10. - 16.10.

Der Dax blieb fast unverändert. Heibels Prognose am Montag (12.10.): „Eine Konsolidierung der erzielten Kursgewinne wird wahrscheinlich, dürfte jedoch nur kurze Zeit dauern“, sagt er. Es könnte sogar sein, dass der kleine Rücksetzer nur einen halben Handelstag dauert. „Im Wochenverlauf könnte die Rally durchaus noch höhere Kurse hervorbringen.“ Dass diese Rally aber nachhaltig ist, bezweifelte er.

 

Zur Erläuterung des Dax-Sentiments: Für die Interpretation der Ergebnisse der Handelsblatt-Umfrage achtet Börsenexperte Stephan Heibel vor allem auf Kontraindikatoren. Sind Anleger beispielsweise zu euphorisch, weil sie weiterhin steigende Kurse erwarten? Oder auch zu selbstgefällig, weil sie die Kursgewinne genauso erwartet hatten?

Dies sind Kontraindikatoren und Indizien für fallende Kurse, weil die Anleger beispielsweise bei sehr großer Euphorie schon investiert sind und bei Kursrückschlägen die Käufer fehlen. Aus umgekehrter Sicht, wenn Anleger bei fallenden Kursen zu pessimistisch sind, gilt dies als Indiz für bald steigende Notierungen.

Die Umfrage startet jeden Donnerstag und endet am Sonntagnachmittag. Die Auswertung lesen Sie tags darauf auf Handelsblatt Online. Einfacher haben es Leser, die sich für eine kostenlose Erinnerungsmail eintragen. Sie erhalten automatisch eine Mail mit der Bitte, an der Umfrage teilzunehmen, und eine, wenn die Experten-Auswertung auf Handelsblatt Online zu lesen ist.

Kommentare (2)

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Herr Carl Andersen

07.08.2015, 13:40 Uhr

Eine Einschätzung ist immer sehr schwierig.

Es kann soviel passieren, wie zBspl. Kriege, Naturkatastrophen...oder auch wie jetzt, das gewisse Produzenten gewisse Discounter nicht anliefern, dadurch bekomme ich seit Tagen meinen geliebten Joghurt nicht.

Natürlich weiß man immer erst hinter her was man verpaßt hat. In der Sommerpause gibt es bestimmt den einen oder anderen Wert den man hätte kaufen sollen.

Aber es kann genauso sein, das es besser gewesen wäre, man hätte den einen oder anderen Wert verkauft.
Leider haben wir alle keine Glaskugel. Aber durch diese Foren kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und wild kommentieren.

Man sollte immer bedenken, es kann an der Börse immer fallen oder steigen, oder steigen oder fallen.

Account gelöscht!

07.08.2015, 18:01 Uhr

Andersen, Andersen, muß ich mir Sorgen machen?
Manchmal muß man auch keinen Kommentar schreiben, ganz ehrlich, das ist keine Pflicht.

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