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05.12.2014

12:58 Uhr

Dax-Umfrage

War der Kursrutsch nur ein Aussetzer?

VonJürgen Röder

Nach der Rede von EZB-Chef Mario Draghi fiel der Dax gestern innerhalb kurzer Zeit um mehr 250 Punkte. Einmaliger Ausrutscher auf dem Weg nach oben? Oder das Ende der Jahresendrally? Was ist Ihre Meinung?

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern. Getty Images

Dax-Umfrage

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern.

DüsseldorfDer Dax wurde am Donnerstag wieder zum Spielball des EZB-Präsidenten Mario Draghi. Dieser hatte zwar nicht Neues verkündet, dennoch geriet der Leitindex in heftige Turbulenzen. Denn innerhalb von wenigen Minuten sorgten die Draghi-Aussagen für ein neues Dax-Rekordhoch von 10.084 Punkten. Später sorgte die Enttäuschung über den mangelnden Informationsgehalt dann für einen tiefen Fall auf bis zu 9835 Zählern. Am Ende musste der Dax ein Minus von 1,2 Prozent auf 9851 Punkten hinnehmen.

Geht das jetzt weiter abwärts? Oder war es nur eine vorübergehende Kursschwäche auf Weg zu neuen Rekordhochs? Was ist Ihre Meinung?

Nehmen Sie teil an der Handelsblatt-Umfrage. Anhand der Ergebnisse ermittelt das Handelsblatt zusammen mit den Sentiment-Experten von animusX jede Woche die aktuelle Stimmung an der Börse und gibt Anlegern dadurch Orientierung bei ihrer Geldanlage. Jeder kann bei der „Dax-Sentiment“-Umfrage mitmachen. Es müssen lediglich vier Standardfragen beantwortet werden.

Die Ergebnisse werden anschließend vom renommierten Börsen-Experten Stephan Heibel und seinem animusX-Team ausgewertet. „Wir bieten Anlegern zusammen mit weiteren Daten Anhaltspunkte, wie der Dax sich in der Woche entwickeln könnte“, sagt Heibel. In den vergangenen Wochen bot die Interpretation der Umfrage eine gute Orientierung.

Denn für diese Handelswoche lautete die Überschrift: „Es droht ein kurzer und heftiger Ausverkauf“. Denn 80 Prozent der Umfrageteilnehmer hatte eine Rally, so viele Optimisten wie noch nie in dieser Umfrage. Eine so hohe Selbstgefälligkeit berge aber das Risiko einer baldigen bösen Überraschung.

Denn je euphorischer die Stimmung an den Börsen wird, je mehr Anleger bereits investiert sind, umso weniger Geld ist für weitere Kurssteigerungen vorhanden. Bei einer schlechten Börsenstimmung hingegen halten viele Anleger Bargeld, das zu steigenden Kursen führt, sobald es wieder investiert wird.

Die Umfrage startet jeden Donnerstag und endet Sonntagmittag. Die Auswertung steht Montagmittags auf Handelsblatt Online zur Verfügung. Einfacher haben es Leser, die sich für eine kostenlose Erinnerungsmail eintragen. Sie erhalten automatisch eine Mail mit der Bitte, an der Umfrage teilzunehmen, und eine, wann die Experten-Auswertung im Laufe des Montags auf Handelsblatt Online zu lesen ist. Auszüge der Auswertung können Anleger dann auch in den Marktberichten auf der Handelsblatt-Website lesen.

Kommentare (5)

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05.12.2014, 13:16 Uhr

Kein Ausrutscher, sondern eine erste deutliche Reaktion noch weniger Anleger auf die offensichtliche Macht- und Einfallslosigkeit der EZB.

Sollten erst - was stets später erst geschieht - die Mehrheit begreifen, daß Draghi seine Munition verschossen, keine realen Ergebnisse erzielen und nur noch reden konnte, dann wird auch der DAX den Weg aller Dinge nehmen: what goes up, must come down.

Dies gilt um so mehr, als die Bewertungsblase bei fast ellen Assets sich aufzulösen beginnt - zunächst im Realen, dann folgt Das Virtuelle.
So fallen aktuell bereits etwa die Roh- und Agrarstoffe beängstigend gen Süden.

Account gelöscht!

05.12.2014, 13:16 Uhr

Kein Ausrutscher, sondern eine erste deutliche Reaktion noch weniger Anleger auf die offensichtliche Macht- und Einfallslosigkeit der EZB.

Sollten erst - was stets später erst geschieht - die Mehrheit begreifen, daß Draghi seine Munition verschossen, keine realen Ergebnisse erzielen und nur noch reden konnte, dann wird auch der DAX den Weg aller Dinge nehmen: what goes up, must come down.

Dies gilt um so mehr, als die Bewertungsblase bei fast ellen Assets sich aufzulösen beginnt - zunächst im Realen, dann folgt Das Virtuelle.
So fallen aktuell bereits etwa die Roh- und Agrarstoffe beängstigend gen Süden.

Account gelöscht!

05.12.2014, 13:21 Uhr

Eine Reaktion der wenigen, die bereits feststellten, daß Draghi am Ende ist.

Schon aktuell fallen die Preise von Roh- und Agrarstoffen drastisch.

Weil EZB mit US-Verhältnissen mangels Gleichheit der Systeme nicht kompatibel ist, vermag sie auch nicht in vergleichbarer Weise wie die Fed zu handeln, nämlich QE zu betreiben.

Geldpolitik dort und hier sind eben zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Es paßt halt nicht.

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