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23.12.2014

23:30 Uhr

Dax-Umfrage

Wie entwickelt sich der Dax 2015?

VonJürgen Röder

Wird der deutsche Leitindex im nächsten Jahr steigen oder fallen? Was glauben Sie? Machen Sie mit bei der Umfrage, die von Experten ausgewertet wird. Das bietet Ihnen eine Einschätzung für Ihre Geldanlage.

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern. Getty Images

Dax-Umfrage

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern.

DüsseldorfBörsianer kennen das Gefühl: Wenn Sie völlig euphorisch ihre Gewinne zusammenrechnen und sich fühlen, als würden sie die Märkte beherrschen können. Als Folge setzen sie noch mehr aus steigende Kurse. Meisten ist das ein Indiz, dass ein Hoch in der Nähe ist und die Kurse bald wieder fallen.
Das Gleiche gilt auch anders herum. Genau dann, wenn viele Börsianer ihre Aktien verkauft haben, weil die Stimmung so schlecht ist, steigen die Kurse wieder. Eigentlich gilt es, genau entgegengesetzt zu seinen Emotionen zu handeln. Doch das ist nicht einfach.

Um Anlegern in solchen Fällen eine Hilfestellung zu geben, gibt es Umfragen zur Börsenstimmung, sogenannte Sentiment-Umfragen. Dabei wird ermittelt wie optimistisch oder pessimistisch die Anleger sind. Getreu dem Motto: In einer euphorischen Börsenstimmung sind die meisten Anleger bereits investiert, so dass nur noch wenig Liquidität für weitere Kurssteigerungen vorhanden ist. Bei einer schlechten Börsenstimmung hingegen halten viele Anleger Bargeld, das zu steigenden Kursen führt, sobald es wieder investiert wird.

Um diese Stimmung zu messen, startet das Handelsblatt ab sofort die große Umfrage „Wie entwickelt sich der Dax 2015?“ Das Abstimmungsergebnis wird anschließend ausgewertet und vom Analysehaus Animusx interpretiert. „Wir bieten Anlegern zusammen mit weiteren Daten Anhaltspunkte, wie der Dax in dem Jahr 2015 entwickeln könnte“, sagt Stephan Heibel von Animusx.

Anleger können sich auch kostenlos für eine Erinnerungsmail eintragen. Sie erhalten dann die Auswertung automatisch Anfang Januar in ihr Postfach geschickt.
Die Umfrage zum Dax 2015 ist eine Ergänzung zum wöchentlichen Dax-Sentiment auf Handelsblatt Online, das aufgrund der wenigen verbleibenden Handelstage bis zum Jahreswechsel pausiert. Die bisherigen Prognosen nach den wöchentlichen Umfragen können sich sehen lassen. (siehe Grafik Vergleich Prognosen mit Indexverlauf)

Dax-Sentiment: Vergleich Prognosen mit Indexverlauf

Börsenwoche 15.2. - 19.2.

Der Dax legte um 4,7 Prozent zu und beendete den Handel bei  9388 Punkten. Heibels Ratschlag am Montag (15.2.):  „Auf eine Bodenbildung mit anschließend weiter steigenden Kursen würde ich nur mit einem kleinen Betrag spekulieren“. Diese Investition sollten Anleger, falls die 9.300 Punkte im Dax nicht überwunden werden, schnell wieder auflösen.

Börsenwoche 8.2. - 12.2

Das deutsche Börsenbarometer verlor in der vergangenen Woche weitere 3,4 Prozent. Heibel sah am Montag (8.2.) aber nur eine sehr geringe Chance für einen weiteren Ausverkauf im Dax.

Börsenwoche 1.2. - 5.2.

Der Dax verlor 5, 2 Prozent. „Vieles deutet daraufhin, dass die Kurse weiterhin gen Süden driften, unterbrochen nur von kurzfristigen Gegenbewegungen“, sagte Stephan Heibel am Montag (1.2.).

Börsenwoche 25.1. - 29.1.

Der Dax kletterte leicht um 0,3 Prozent auf 9.798 Punkte.  Vor einer Woche warnte Stephan Heibel noch vor einer möglichen Abwärtsspirale. Diese könne, je länger die Baissephase an den Märkten dauere, eine eigene Dynamik entwickeln. „Noch ist es nicht soweit, doch wir werden diese Entwicklung aufmerksam verfolgen müssen“, sagte er am vergangenen Montag unter der Überschrift „Noch ist es nicht soweit“. (25.1.)

Börsenwoche 18.1. - 22.1.

Der Dax stieg um 2,3 Prozent. Heibels Erkenntnis am Montag (18.1.): Die Aktienbörsen sind nun in einer Baissephase. „Entsprechend dürften Kurssteigerungen in den kommenden Tagen nicht viel mehr als eine Zwischenerholung sein.“

Börsenwoche 11.1. -15.1

Der Dax stieg am Montag und Dienstag um mehr als 150 Punkte auf knapp 10.000 Zähler, rutschte  zum Wochenende aber wieder ab auf 9545 Punkte.  Heibels Prognose am Montag (11.): „Kurzfristig sorgt die maximale Niedergeschlagenheit der Anleger für eine moderate Gegenbewegung. Ob aus dieser Gegenbewegung eine Rally wird oder ob sie verpufft und neue Tiefs angesteuert werden, wird nach wie vor von der Entwicklung in China abhängen.“

Börsenwoche 14.12-18.12

Der Dax legte unter heftigen Schwankungen um 2,6 Prozent zu. Heibels Prognose am Montag (14.12.): „Das größere Überraschungspotential ist auf Seiten steigender Kurse zu sehen“.

Börsenwoche 7.12.-11.12

Der Dax verlor 3,8 Prozent. Der Volatilitätsindex VDax, der die Schwankungen des deutschen Leitindexes misst, stieg von 21 auf 27 Punkte. Heibels Prognose am Montag (7.12.): „Die Verunsicherung im Vorfeld der Entscheidung der US-Notenbank ist groß, so dass wir noch einige extrem volatile Tage erleben können. Entsprechend würde ich nicht alles auf eine Karte setzen, sondern mich für mehrere kleine Käufe bereithalten“.

Börsenwoche 30.11.-4.12

Der Dax verlor 4,8 Prozent. Am Montag (30.11.) kommentierte Stephan Heibel die Jubelstimmung so: „Je besser die Stimmung, desto leichter kann ein Pulverfass hochgehen“.

Börsenwoche 23.11. - 26.11

Der Dax rutschte am Montag (16.11.) ab, ehe eine Rally einsetzte. Der deutsche Leitindex  legte 3,8 Prozent zu. Am Montag (16..1) prognostizierte Stephan Heibel „heftige, aber begrenzte Korrekturen“, aber keinen nachhaltigen Kursrutsch.

Börsenwoche 9.11 - 13.11

Der Dax verlor in dieser Woche 2,5 Prozent. „Wer also von der gesunden Börsenverfassung profitieren möchte, braucht nun nicht mehr bei der kleinsten Korrektur zu kaufen“, lautet Heibels Ratschlag am Montag (9.11.). „Sie können sich mit Käufen meines Erachtens Zeit lassen, bis der Dax mal wieder fünf Prozent unter seinem vorhergehenden Hoch notiert“.

Börsenwoche 2.11. - 6.11.

Der Dax stieg um weitere 1,3 Prozent. Am Montag davor (2.11.) hatte Stephan Heibel  die Sommerkorrektur zu den Akten gelegt. Unter der Überschrift „Die Zuversicht schwindet“ war er der Auffassung, dass kurzfristige Rückschläge eine Kaufgelegenheit seien.

Börsenwoche 26.10 - 30.10

Der Dax stieg um 0,5 Prozent. Heibels Prognose am Montag (26.10): „Die Rally dürfte weiterlaufen“. Sein Ratschlag: „Ich halte es für Anleger für ratsam, auf dieser Welle mitzuschwimmen, bei Rückschlägen nachzukaufen, aber sämtliche Positionen mit großzügigen Stop-Loss-Kursen zu sichern“.

Börsenwoche 19.10. - 23.10.

Der Dax stieg um fast sieben Prozent und beendete den Handel bei über 10.800 Punkten. Heibels Prognose am Montag (19.10.): In den kommenden Tagen könnte der Dax bis auf 10.500 Punkte steigen. „Bei dieser Marke dürften wieder eine Reihe von Investoren ihre für viele Monate unter Wasser befindlichen Aktienpositionen auflösen und für eine weitere kleine Konsolidierung sorgen“.

Börsenwoche 12.10. - 16.10.

Der Dax blieb fast unverändert. Heibels Prognose am Montag (12.10.): „Eine Konsolidierung der erzielten Kursgewinne wird wahrscheinlich, dürfte jedoch nur kurze Zeit dauern“, sagt er. Es könnte sogar sein, dass der kleine Rücksetzer nur einen halben Handelstag dauert. „Im Wochenverlauf könnte die Rally durchaus noch höhere Kurse hervorbringen.“ Dass diese Rally aber nachhaltig ist, bezweifelte er.

 

Diese wöchentliche Umfrage startet jeden Donnerstag und endet Sonntagmittag. Die Auswertung steht Montagmittags auf Handelsblatt Online zur Verfügung. Einfacher haben es Leser, die sich für eine kostenlose Erinnerungsmail eintragen. Sie erhalten automatisch eine Mail mit der Bitte, an der Umfrage teilzunehmen, und eine, wann die Experten-Auswertung im Laufe des Montags auf Handelsblatt Online zu lesen ist.

Kommentare (1)

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Herr Uwe Warschkow

18.12.2014, 18:22 Uhr

Bisher hat der DAX nicht viel geschafft.Der allererste Kurs des Jahres wurde bei 9595 Punkten notiert.Seitdem flossen 250 Punkte aus gezahlten Dividenden in die Berechnung mit ein.Wenn er sich 2015 wieder so schwer tut wie 2014,ist außer den Dividenden als Zuwachs nicht viel zu erwarten.Und das trotz der FED ,der EZB,Bank of China und Bank of Japan.Nach oben lag die Spitze bei rund 10095 also ein Aufschlag von 500 Punkten,nach unten mit 8250, lag der Abschlag von rund 1350 Punkten,also deutlich mehr,als nach oben.
Mich erinnert das Jahresende 2014 eher an das Jahresende 2000 oder 2007.Jedenfalls der erste Handelstag 2008 wurde bei über 8100 Punkten im DAX beendet...Kursziel damals 10 000 bis zum Jahresende.MEIN AUSBLICK 2015:
Bisher blieb der DAX immer an den 10000 hängen.Nur die Dividenden aus 2015 helfen ihm wahrscheinlich kurzzeitig drüber.Die Volatilität aber wird bleiben-auch nach unten.Der DAX muss sich beeilen.Der Welt-Konjunkturzyklus geht zu Ende,geht vom Boom in einen Abschwung über.Die Frühindikatoren in den USA und China deuten zwar auf eine "sanfte Landung" hin.Aber davon gingen wir auch im Dezember 2000 und 2007 aus-"auf eine sanfte Landung",am Ende kam es wie es kommen musste.
Merken Sie was?2000-2007-2014.Alle 7 Jahre.Nur ein Zufall?Ich denke nicht.Die Artikel in den Zeitungen waren die gleichen wie heute.Kursziele wurden herausgegeben,die sich als unhaltbar herausstellten.

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