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26.01.2015

15:01 Uhr

Dax-Umfrage

Wie lange hält der Draghi-Rausch?

VonJessica Schwarzer

Griechenland-Wahl hin oder her, die Stimmung an den Märkten ist gut. Der Dax jagt weiter von Rekord zu Rekord. Und obwohl eine gewisse Euphorie im Markt ist, droht kein allzu großes Ungemach. Eine exklusive Analyse.

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern. Getty Images

Dax-Umfrage

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern.

DüsseldorfDie Wahl in Griechenland ist noch schlimmer ausgegangen als von vielen befürchtet. Der Wahlsieg der Linken ist deutlicher ausgefallen als erwartet. Zur absoluten Mehrheit hat es allerdings nicht gereicht. Die Partei des Wahlsiegers Alexis Tsipras braucht einen Koalitionspartner, und der scheint mit den rechtspopulistischen „Unabhängigen Griechen“ gefunden zu sein. Keine guten Nachrichten.

Doch die Märkte lässt das – abgesehen von der Athener Börse – kalt. Der Dax hatte am Vormittag bei 10.744 Punkten sogar ein neues Allzeithoch geknackt und schoss im Tagesverlauf weiter in die Höhe. Analyst Markus Huber von Peregrine & Black betonte, einige Anleger seien geneigt, den Wahlausgang in Griechenland vorerst zu ignorieren, bis in den nächsten Wochen und Monaten ernsthafte Verhandlungen zwischen Athen und der „Troika“ der internationalen Geldgeber starten.

Seit Jahresbeginn haben die deutschen Standardwerte schon fast neun Prozent zugelegt, allein in der vergangenen Woche stieg er um fast fünf Prozent. Die Teilnehmer der Dax-Umfrage des Handelsblatts dürfte das wenig überrascht haben und auch Stephan Heibel vom Analysehaus Animusx nicht. Er hatte vergangene Woche Entwarnung gegeben, dass es – trotz der hohen Dax-Stände – keinen Grund zur Besorgnis gebe und „heftige Kursgewinne für Gewinnmitnahmen genutzt werden“ könnten.

Und tatsächlich sorgte EZB-Chef Mario Draghi für blendende Stimmung an den Aktienmärkten, als er verkündete, das Euro-Land mit sage und schreibe 1,14 Billionen Euro fluten zu wollen. „Die Formel lautet jetzt: Alle Probleme werden mit Billionen Euro zugeschüttet”, sagte ein Händler. Die Stimmung sei angesichts von EZB-Geldspritzen einfach zu gut.

Statt der weitverbreiteten  Europhobie war und ist nun Euphorie angesagt. Das zeigt auch das aktuelle Handelsblatt-Dax-Sentiment, eine wöchentliche Umfrage unter knapp 1500 Marktteilnehmern, die Aufschluss über die Gemütslage der Börsianer gibt.

Kommentare (8)

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26.01.2015, 14:58 Uhr

Geld ist genug im Finanzmarkt. Es ist sogar soviel Geld vorhanden, dass die Zinsen so niederig sind, dass ein Kredit fast nichts mehr kostet und trotzdem springt die Wirtschaft in EU-Deutschland nicht an, weil es eine Grün-Sozialistische Energieeinspar und CO2 Verteufelungspolitik (Energiewende/EEG) in EU-Deutschland verhindert.
Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug, danach der Managel und zum Schluss die Armut!

Account gelöscht!

26.01.2015, 15:28 Uhr

Nicht lange - wenn es ihn denn überhaupt gäbe.

In einer Umgebung wie in der Währungsunion schreitet die Investitionsverhinderungspolitik unverdrossen voran.
Damit hat weder Europa noch der Euro - der einen Gesamtstaat voraussetzt - mittel- bis langfristig eine Chance.

Ins Sozialistische abgetauchte Parteien nebst Funktionären sind nicht mehr in der Lage, die Realitäten zur unvoreingenommenen Kenntnis zu nehmen.
Sie treiben die Menschen ins Unglück.
Wehe ihnen, wenn die das tatsächlich bemerken sollten.

Herr Klaus Beimer

26.01.2015, 15:46 Uhr

sind wir nicht auf einem guten Weg ?
man brauch sich doch nur in Europa umschauen wie alles schön läuft!

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