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29.01.2015

14:31 Uhr

Dax-Umfrage

Wie lange läuft die Party noch?

VonKatharina Schneider

Die Wahl in Griechenland hat die Dax-Anleger kaum beindruckt. Sie feiern weiter die Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank. Die Stimmung ist gut. Doch wie lange noch und drohen schon Blasen? Was ist Ihre Meinung?

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern. Getty Images

Dax-Umfrage

Das Handelsblatt-Dax-Sentiment ist eine Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2300 Anlegern.

DüsseldorfKein Schock und keine Korrektur. Die Dax-Anleger haben den Wahlsieg des Linksbündnis Syriza in Griechenland zu Beginn dieser Woche gelassen genommen. Forderungen nach einem Schuldenschnitt und eine Absage an die Sparpolitik schreckten sie nicht. Der Leitindex setzte seine Rekordjagd stoisch fort. Getrieben wird er dabei weiter von den jüngst beschlossenen Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank (EZB).

An der grundsätzlich positiven Stimmung scheinen auch die Bilanzzahlen einiger Unternehmen nichts zu ändern, die eher durchwachsen ausfielen. Hierzulande hatte beispielsweise Siemens enttäuscht, da der Gewinn des Unternehmens vor allem wegen Sondereffekten stark einbrach.

Auch an der Wall Street blieben einige Großkonzerne wie Microsoft und Caterpillar mit ihren Bilanzen hinter den Erwartungen zurück. Ein Lichtblick war dagegen Smartphone-Hersteller Apple, der im vergangenen Quartal so viel verdiente wie kein Konzern zuvor in der US-Wirtschaftsgeschichte.

Auch die Manager sind gut gelaunt. So kletterte das Ifo-Geschäftsklima-Barometer im Januar von 105,5 auf 106,7 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte. Das war bereits der dritte Anstieg in Folge und gilt als Hinweis für eine Wende zum Besseren. Hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung können Anleger also optimistisch sein.

Dax-Sentiment: Vergleich Prognosen mit Indexverlauf

Börsenwoche 15.2. - 19.2.

Der Dax legte um 4,7 Prozent zu und beendete den Handel bei  9388 Punkten. Heibels Ratschlag am Montag (15.2.):  „Auf eine Bodenbildung mit anschließend weiter steigenden Kursen würde ich nur mit einem kleinen Betrag spekulieren“. Diese Investition sollten Anleger, falls die 9.300 Punkte im Dax nicht überwunden werden, schnell wieder auflösen.

Börsenwoche 8.2. - 12.2

Das deutsche Börsenbarometer verlor in der vergangenen Woche weitere 3,4 Prozent. Heibel sah am Montag (8.2.) aber nur eine sehr geringe Chance für einen weiteren Ausverkauf im Dax.

Börsenwoche 1.2. - 5.2.

Der Dax verlor 5, 2 Prozent. „Vieles deutet daraufhin, dass die Kurse weiterhin gen Süden driften, unterbrochen nur von kurzfristigen Gegenbewegungen“, sagte Stephan Heibel am Montag (1.2.).

Börsenwoche 25.1. - 29.1.

Der Dax kletterte leicht um 0,3 Prozent auf 9.798 Punkte.  Vor einer Woche warnte Stephan Heibel noch vor einer möglichen Abwärtsspirale. Diese könne, je länger die Baissephase an den Märkten dauere, eine eigene Dynamik entwickeln. „Noch ist es nicht soweit, doch wir werden diese Entwicklung aufmerksam verfolgen müssen“, sagte er am vergangenen Montag unter der Überschrift „Noch ist es nicht soweit“. (25.1.)

Börsenwoche 18.1. - 22.1.

Der Dax stieg um 2,3 Prozent. Heibels Erkenntnis am Montag (18.1.): Die Aktienbörsen sind nun in einer Baissephase. „Entsprechend dürften Kurssteigerungen in den kommenden Tagen nicht viel mehr als eine Zwischenerholung sein.“

Börsenwoche 11.1. -15.1

Der Dax stieg am Montag und Dienstag um mehr als 150 Punkte auf knapp 10.000 Zähler, rutschte  zum Wochenende aber wieder ab auf 9545 Punkte.  Heibels Prognose am Montag (11.): „Kurzfristig sorgt die maximale Niedergeschlagenheit der Anleger für eine moderate Gegenbewegung. Ob aus dieser Gegenbewegung eine Rally wird oder ob sie verpufft und neue Tiefs angesteuert werden, wird nach wie vor von der Entwicklung in China abhängen.“

Börsenwoche 14.12-18.12

Der Dax legte unter heftigen Schwankungen um 2,6 Prozent zu. Heibels Prognose am Montag (14.12.): „Das größere Überraschungspotential ist auf Seiten steigender Kurse zu sehen“.

Börsenwoche 7.12.-11.12

Der Dax verlor 3,8 Prozent. Der Volatilitätsindex VDax, der die Schwankungen des deutschen Leitindexes misst, stieg von 21 auf 27 Punkte. Heibels Prognose am Montag (7.12.): „Die Verunsicherung im Vorfeld der Entscheidung der US-Notenbank ist groß, so dass wir noch einige extrem volatile Tage erleben können. Entsprechend würde ich nicht alles auf eine Karte setzen, sondern mich für mehrere kleine Käufe bereithalten“.

Börsenwoche 30.11.-4.12

Der Dax verlor 4,8 Prozent. Am Montag (30.11.) kommentierte Stephan Heibel die Jubelstimmung so: „Je besser die Stimmung, desto leichter kann ein Pulverfass hochgehen“.

Börsenwoche 23.11. - 26.11

Der Dax rutschte am Montag (16.11.) ab, ehe eine Rally einsetzte. Der deutsche Leitindex  legte 3,8 Prozent zu. Am Montag (16..1) prognostizierte Stephan Heibel „heftige, aber begrenzte Korrekturen“, aber keinen nachhaltigen Kursrutsch.

Börsenwoche 9.11 - 13.11

Der Dax verlor in dieser Woche 2,5 Prozent. „Wer also von der gesunden Börsenverfassung profitieren möchte, braucht nun nicht mehr bei der kleinsten Korrektur zu kaufen“, lautet Heibels Ratschlag am Montag (9.11.). „Sie können sich mit Käufen meines Erachtens Zeit lassen, bis der Dax mal wieder fünf Prozent unter seinem vorhergehenden Hoch notiert“.

Börsenwoche 2.11. - 6.11.

Der Dax stieg um weitere 1,3 Prozent. Am Montag davor (2.11.) hatte Stephan Heibel  die Sommerkorrektur zu den Akten gelegt. Unter der Überschrift „Die Zuversicht schwindet“ war er der Auffassung, dass kurzfristige Rückschläge eine Kaufgelegenheit seien.

Börsenwoche 26.10 - 30.10

Der Dax stieg um 0,5 Prozent. Heibels Prognose am Montag (26.10): „Die Rally dürfte weiterlaufen“. Sein Ratschlag: „Ich halte es für Anleger für ratsam, auf dieser Welle mitzuschwimmen, bei Rückschlägen nachzukaufen, aber sämtliche Positionen mit großzügigen Stop-Loss-Kursen zu sichern“.

Börsenwoche 19.10. - 23.10.

Der Dax stieg um fast sieben Prozent und beendete den Handel bei über 10.800 Punkten. Heibels Prognose am Montag (19.10.): In den kommenden Tagen könnte der Dax bis auf 10.500 Punkte steigen. „Bei dieser Marke dürften wieder eine Reihe von Investoren ihre für viele Monate unter Wasser befindlichen Aktienpositionen auflösen und für eine weitere kleine Konsolidierung sorgen“.

Börsenwoche 12.10. - 16.10.

Der Dax blieb fast unverändert. Heibels Prognose am Montag (12.10.): „Eine Konsolidierung der erzielten Kursgewinne wird wahrscheinlich, dürfte jedoch nur kurze Zeit dauern“, sagt er. Es könnte sogar sein, dass der kleine Rücksetzer nur einen halben Handelstag dauert. „Im Wochenverlauf könnte die Rally durchaus noch höhere Kurse hervorbringen.“ Dass diese Rally aber nachhaltig ist, bezweifelte er.

 

Doch zu viel gute Laune ist auch verdächtig. Und so warnte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret diese Woche bereits vor der Überhitzung einzelner Märkte als Folge der mächtigen Geldspritze der EZB. Sehen Sie das auch so? Oder feiern Sie weiter? Machen Sie mit bei der aktuellen Dax-Sentiment-Umfrage. Es müssen lediglich vier Fragen beantwortet.

Die Umfrage startet jeden Donnerstag und endet Sonntagmittag. Die Auswertung steht Montagmittags auf Handelsblatt Online zur Verfügung. Einfacher haben es Leser, die sich für eine kostenlose Erinnerungsmail eintragen.

Sie erhalten automatisch eine Mail mit der Bitte, an der Umfrage teilzunehmen, und eine, wann die Experten-Auswertung im Laufe des Montags auf Handelsblatt Online zu lesen ist. Auszüge der Auswertung können Anleger dann auch in den Marktberichten auf der Handelsblatt-Website lesen.

Kommentare (4)

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Herr Uwe Warschkow

29.01.2015, 18:05 Uhr

Es ist mühselig zu diskutieren,wo der DAX fair bewertet ist,ob bei 10 000-15000 oder 20 000 Punkten.Die Party läuft,so lange sie läuft.Es gibt Meinungen,die sagen,jeder Index muss isch jades Jahrzehnt verdoppeln,andere sagen verdreifachen usw.Der Bullenmarkt begann Anfang der Achtziger,als die Notenbanken weltweit,die Zinsen senkten.Die niedrigen Leitzinsen und QE Maßnahmen waren die Kurstreiber seit 2009!

Herr Peter Lorenz

29.01.2015, 19:54 Uhr

Die Party läuft solange, bis die Anleger Ergebnisse der Unternehmen präsentiert bekommen. Schaut man isch die einzelnen Werte an stellt man Überreaktionen fest. Einige Werte haben die Janurarperformance, die sie für das ganze Jahr 2014 benötigten. Die DTE legte z.B. 25% im MOnat Januar. Dank Drahi telefonieren also die Bürger mehr, oder?

Herr Peter Lorenz

29.01.2015, 19:56 Uhr

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