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16.11.2012

14:55 Uhr

Depot-Contest

Dax unter 7.000? Kein Grund zur Panik!

VonJessica Schwarzer

Der Dax rauscht zeitweise unter die Marke von 7.000 Punkten, doch die Profis bleiben gelassen. Hohe Schwankungen, kräftige Kursrücksetzer – das ist die neue Normalität an der Börse. Mutige Verwalter steigen jetzt ein.

Anzeigentafel an der Frankfurter Börse: Der Dax ist Freitagvormittag unter 7.000 Punkte gefallen. Reuters

Anzeigentafel an der Frankfurter Börse: Der Dax ist Freitagvormittag unter 7.000 Punkte gefallen.

DüsseldorfDie viel zitierte „psychologisch wichtige Marke“ fiel am Freitagvormittag: Der Dax rutschte unter die Marke von 7.000 Punkten. Mehr als 400 Punkte hat der Standardwerte-Index binnen weniger Wochen verloren. Doch die Profis bleiben relativ gelassen. „Mich beunruhigt das nicht allzu sehr“, sagt Nils Petersen von der TOP Vermögensverwaltung. „Auf solche Marken schauen vor allem die Privatanleger, weniger die Institutionellen.“ Allerdings räumt er ein, dass beim Durchbrechen solcher Marken häufig automatische Stop-Loss-Orders ausgelöst würden und so den Abwärtssog verstärken könnten. „Das scheint heute nicht passiert zu sein, denn der Dax pendelt um die 7.000 Punkte“, ergänzt er.

Auch Jan Lintermann macht sich keine allzu großen Sorgen: „Wir bleiben gelassen“, sagt der Experte von der Vermögensverwaltung Albrech & Cie. „Der Dax hat in den vergangenen Wochen sechs Prozent verloren, das sind  keine ungewöhnlichen Schwankungen.“ Er rechnet damit, dass die Aktienmärkte noch Monate, vielleicht sogar Jahre sehr volatil sein werden.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

Deutscher Aktienindex (Dax)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

Dow Jones

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

EuroStoxx 50

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

Nikkei

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

MSCI Emerging Markets

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

Gold

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

Silber

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

Öl

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

Weizen

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

Kaffee

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

Staatsanleihen (Rexp)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

Sparbuch

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

Tagesgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

Festgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Das Auf und Ab an den Börsen bleibt Anlegern also auch weiterhin nicht erspart. Trotzdem sind die Vermögensverwalter sehr optimistisch, wenn es um Aktien geht. Auch wenn die aktuelle Situation angesichts der Haushaltsprobleme in den USA, die europäische Schuldenkrise und der Konflikt im Nahen Osten sehr angespannt ist. „Grundsätzlich sind wir sehr positiv für Aktien gestimmt“, sagt Petersen. „Aktien sind relativ günstig bewertet.“

Die Experten von Albrech & Cie sehen für das kommende Jahre auch aufgrund der negativen Realzinsen an den Anleihemärkten ein deutliches Aufwärtspotenzial bei unterbewerteten Qualitätsaktien. „Langfristig orientierte Anleger sollten Kursrücksetzer nutzen, um in Etappen zuzukaufen“, rät Lintermann. Die Kölner Vermögensverwalter achten bei der Aktienauswahl vor allem auf eine hohe operative Marge. „Sie sollte konstant sein oder besser sogar über Jahre gestiegen sein“, sagt Lintermann. „Unternehmen müssen profitabel sein.“ Idealerweise sind sie auch noch gering verschuldet.

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