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15.01.2015

09:43 Uhr

Depot-Contest

Dem Dollar sei Dank

VonJessica Schwarzer

Niedrigzinsen, Krisen, Ölpreisverfall – das Börsenjahr 2014 hatte es in sich. Mit einem derart schwachen Euro hatten allerdings die wenigsten gerechnet. Die Vermögensverwalter beim Depot-Contest machten das Beste daraus.

Bulle und Bär, Symbol für steigende und fallende Kurse: Das vergangene Börsenjahr war eine Herausforderung für Vermögensverwalter. dpa

Bulle und Bär, Symbol für steigende und fallende Kurse: Das vergangene Börsenjahr war eine Herausforderung für Vermögensverwalter.

Das Börsenjahr 2014 stellte Investoren vor einige Herausforderungen. Die Krim-Krise, politische Umwälzungen in Griechenland, die Angst vor einer sich wieder zuspitzenden Euro-Krise, der Verfall der europäischen Einheitswährung und des Ölpreises – Auslöser für stärkere Schwankungen an den Märkten gab es viele.

Das bekamen auch die Teilnehmer des Depot-Contests der Münchener DAB Bank zu spüren. „ Die wirtschaftlichen Entwicklungen sind zwar die langfristigen Treiber, sind 2014 aber in den Hintergrund getreten", sagt Friedemann Wagner von PEH Vermögensmanagement. „Erst Ende des Jahres traten mehr fundamentale Faktoren in den Vordergrund.“ Besonders der fallende Ölpreis belastete die Märkte kurzfristig. „Interessanterweise hat der schwache Euro kaum positive Impulse für die europäischen und amerikanischen Aktienmärkte geliefert“, ergänzt Wagner, der beim Depot-Contest in der Kategorie Chance mit einem Kursplus von gut 14 Prozent den ersten Platz belegt.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Auch für den Zweitplatzierten Nils Petersen von der Top Vermögensverwaltung gehörten die Währungsschwankungen zu den Überraschungen des vergangenen Jahres: „Bei einem global ausgerichteten Portfolio, dass natürlich auch bei den Währungen diversifiziert ist, spielt der starke Dollar dann schon einmal für einen und der schwache Euro bei anderen Investments gegen einen.“ Im vergangenen Jahr hat der Euro gegenüber dem US-Dollar mehr als zehn Prozent verloren. Eine Herausforderung, der sich alle Teilnehmer des Wettbewerbs stellen mussten.

Eine weitere war nach wie vor das niedrige Zinsniveau. Vor allem die Vermögensverwalter, die mit sicherheitsorientierten Depots antraten, hatten es schwer. Ihre Aktienquote darf nur maximal 20 Prozent betragen, womit ihre Möglichkeit, die fehlenden Zinseinnahmen durch Dividendenzahlungen und Kursgewinne auszugleichen, begrenzt war.

Trotzdem schaffte es Andreas Teichmann von Plückthun Asset Management mit seinem sicherheitsorientierten Depot eine Rendite von gut zehn Prozent einzufahren. „Wir haben im ersten Halbjahr von der Erholung der Anleihen- und Aktienmärkte in den aufstrebenden Schwellenländern profitiert und die Gewinne im zweiten Halbjahr mit einer konservativen Strategie gesichert“, verrät er sein Erfolgsgeheimnis. Sehr positiv liefen alle in Dollar notierten Anleihen und Aktien. Allerdings musste Teichmann auch Rückschläge einstecken, etwa bei seinen Russlandinvestments und bei Anleihen aus Emerging Markets wie Brasilien, die in lokaler Währung notierten.

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