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07.10.2013

09:46 Uhr

Depot-Contest

Den Dax doppelt und dreifach geschlagen

VonJessica Schwarzer

Die besten Vermögensverwalter haben zuletzt kräftige Zuwächse verbucht. Ein hoher Aktienanteil treibt ihre Renditen. Welche Strategien die Profis verfolgen und warum sie für das vierte Quartal optimistisch gestimmt sind.

Bulle und Bär, Symbol für steigende und fallende Kurse an der Börse, auf den Monitoren eines Händlers: Wer hat im vierten Quartal die Oberhand? dpa

Bulle und Bär, Symbol für steigende und fallende Kurse an der Börse, auf den Monitoren eines Händlers: Wer hat im vierten Quartal die Oberhand?

DüsseldorfDiese Bilanz kann sich sehen lassen: Während der Dax in den ersten neun Monaten des Jahres knapp 13 Prozent zulegte, schafften die besten Vermögensverwalter beim Depot-Contest der Münchener DAB-Bank das Doppelte und Dreifache.

Spitzenreiter ist Wolfgang Müller Wertpapiermanagement mit einem Plus von fast 36 Prozent in der Kategorie Chance.  Auch mit seinem ausgewogenen Depot führt er die Bestenliste mit einem Plus von mehr als 23 Prozent an. Damit ließ er nicht nur den Dax auf der Strecke, sondern auch den MSCI World mit gut 16 Prozent und den S&P 500 mit fast 20 Prozent Gewinn seit Jahresbeginn. Müllers Erfolgskonzept ist klassisches Stockpicking – also die gezielte Auswahl von Einzelaktien – ergänzt um Investmentfonds zu Spezialthemen wie Waldwirtschaft, zu speziellen Märkten oder Branchen.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Ebenfalls gleich zwei Mal taucht ICFB Investment Consulting Financial Brokerage unter den Bestplatzierten auf – Platz zwei in der Kategorie „Ausgewogen“ und Platz drei mit dem chancenorientierten Depot. Das Plus: 15 beziehungsweise 25 Prozent. Entscheidend für den Erfolg sei die Ausschöpfung der maximalen Aktienquote gewesen, sagt Ardo Spelter. Im ausgewogenen Depot dürfen das 50 Prozent sein, im Chance-Depot bis zu 100 Prozent.

Der Vermögensverwalter hat den Schwerpunkt auf europäische, japanische und amerikanische Aktien gelegt. „Wir bevorzugen eine breite Streuung und solide Standardwerte, die langfristiges Potenzial besitzen und damit temporäre Kursrückschläge wieder aufholen sollten“, sagt Spelter. Schöne Gewinne habe ICFB mit Alcatel, Mediaset und Hewlett-Packard realisiert. „Um auskömmliche Renditen zu vertretbaren höheren Risiken mit unseren festverzinslichen Anlagen zu erzielen, investieren wir unter anderem in Wandelanleihen-Fonds sowie in Staatsanleihen europäischer Südländer.“

Kommentare (3)

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warren

07.10.2013, 13:05 Uhr

Hier mal ein echt guter Insider Tipp:
-erstens kommt es anders...
-und zweitens: als man denkt!

rs.depot.de

07.10.2013, 13:07 Uhr

"Spitzenreiter ist Wolfgang Müller Wertpapiermanagement mit einem Plus von fast 36 Prozent in der Kategorie Chance."
Ein Betrachtungszeitraum von 9 Monaten zeigt nur, dass zufällig immer irgend jemand vorne liegt. Das verdeutlicht auch ein Blick in die beiden Vorjahre, da lag nämlich die Wolfgang Müller Wertpapiermanagement mit negativer Performance an 4.letzter Stelle (2012) und war im Jahr 2011 Letzter mit einem Minus von 49% laut DAB-Ranking. (rs-depot.de)

Anonym

08.10.2013, 07:43 Uhr

Es doch auch immer eine Frage des Risikos, was die Herren einkaufen, um solche Renditen zu erzielen. Absoluter Schwachsinn dieser Artikel und ist dich eigentlich getarnte Werbung von
DAV

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