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11.03.2014

15:41 Uhr

Depot Contest

Die Lieblingsaktien der Vermögensverwalter

Die Krim-Krise drückt weiter auf die Stimmung an den Börsen. Doch gelten für Anlagestrategen schwache Börsentage im Zweifel als Kauftage. Welche Einzelaktien Vermögensverwalter derzeit besonders im Blick haben.

Dunkle Wolken über der Essener Firmenzentrale von Thyssen-Krupp: Der Stahlkonzern gibt sein Gleistechnik-Geschäft auf, nachdem er millionenschwere Kartellbußen hatte zahlen müssen. Die Aktie rutscht am Dienstag ab. Für Vermögensverwalter eine Einstiegschance. dpa

Dunkle Wolken über der Essener Firmenzentrale von Thyssen-Krupp: Der Stahlkonzern gibt sein Gleistechnik-Geschäft auf, nachdem er millionenschwere Kartellbußen hatte zahlen müssen. Die Aktie rutscht am Dienstag ab. Für Vermögensverwalter eine Einstiegschance.

DüsseldorfSeit einer guten Woche spitzt sich der Konflikt um die Halbinsel Krim zu – seit gut einer Woche geht es mit den wichtigen deutschen Indizes, Dax, MDax und auch TecDax, bergab. Von Panik will an den hiesigen Börsen jedoch niemand sprechen. Stattdessen plädieren Strategen, wie der Loys-Mitinhaber Christoph Bruns, weiter für die Aktie: Solange die Notenbanken die Zinsen niedrig halten und Anlagealternativen fehlen, führe kein Weg am Anteilsschein vorbei. Laut Bruns seien Kurskorrekturen an den Aktienmärkten vor allem eins: Einstiegschancen.

Die Teilnehmer des Depot-Contest der Münchner DAB-Bank sehen dies ähnlich. „Solange weiter Liquidität in den Markt gepumpt wird, sind schwache Börsentage Kauftage“, sagt etwa Michael Dutz von der Adlatus Vermögensverwaltung. Doch welche Aktien haben es den Vermögensverwaltern für ihr Depot der Kategorie „Chance“ derzeit besonders angetan?

„Wir suchen nach zwei verschiedenen Arten von Unternehmen“, sagt Klaudius Sobczyk von PEH Vermögensmanagement. Einerseits kämen relativ unterbewertete Unternehmen in Frage, die einen soliden und stabilen Cash-Flow aufweisen. Andererseits halte man speziell nach Titeln Ausschau, die innerhalb einer bestimmten Branche prozyklisch verhielten.

Spielregeln des DAB Depot-Contest

Wie hoch ist das Startkapital?

Jeder Teilnehmer erhält zum Start des Contests eine virtuelle Summe in Höhe von 1.000.000 Euro.

Womit darf gehandelt werden?

Die Vermögensverwalter dürfen in alle in Deutschland handelbaren Aktien investieren. Außerdem in alle über die DAB handelbaren Fonds und Anleihen, in Aktien der Börsenplätze Nasdaq und Nyse sowie in ungehebelte Zertifikate. Die Vermögensverwalter dürfen zwischen drei Depotvarianten wählen.

Welche Depotvarianten gibt es?

1. Sicherheit: Wertschwankungen und die Wahrscheinlichkeit des Verlusts des eingesetzten Kapitals sollen minimiert werden. Überwiegend soll in auf Euro denominierte Werte investiert werden. Die Aktienquote darf nicht über 20 Prozent liegen.

2. Ausgewogen: Es soll eine höhere Rendite als im Anlegerprofil "Sicherheit" erreicht werden. Die Risiken sollen überschaubar sein, kurzfristige leichte Verluste werden aber akzeptiert. Die Aktienquote darf nicht über 50 Prozent liegen.

3. Chance: Es werden überdurchschnittlich hohe Erträge erwartet. Größere Risiken dürfen eingegangen werden. Das Depot muss vollständig aus Aktien bestehen.

Wie erfolgt die Orderaufgabe?

Investitionen können jederzeit online über den Ordermanager der DAB bank erfolgen. Als Handelszusatz stehen die übliche Optionen zur Verfügung: Limit, billigst/bestens, Fill oder kill, Teilausführung.

Sonstige Regeln

Der Barbestand darf beliebig hoch sein und wird mit dem Tagesgeld-Zinssatz der DAB bank verzinst. Daytrading und Arbitragegeschäfte sind nicht zulässig, die Aufstockung eines Bestands an einem Wertpapier hingegen schon. Die Teilnehmer können keine Kredite nehmen.

Die Berechnung des Gesamtrankings

Die Rangliste ergibt sich aus der Performance sowie dem Einfluss des Verlustfaktors, abhängig vom jeweiligen Anlegerprofil. Im Profil Sicherheit wird das Verlustrisiko mit 30 Prozent gewichtet, im Profil Ausgewogen mit 20 Prozent und im Profil Chance mit 10 Prozent.

Dieser Strategie folgend mischen sich in Sobczyks chancenorientiertes Portfolio sowohl stabile und dividendenstarke Aktien, wie die des Leverkusener Pharmakonzerns Bayer, als auch Titel aus der Stahl- und Chemiesparte, die mit der Konjunktur gehen. Mit Absicht hält der Depot-Manager auch Aktien von Thyssen-Krupp oder Lanxess – beides Unternehmen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr enttäuscht haben, deren Anteile aber gerade deshalb momentan günstig zu haben sind.

Kommentare (1)

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11.03.2014, 15:50 Uhr

Einige Werte klingen wie eine reine Verzweifelungstat.
Dann sind wir eher am Ende des Zyklus als mittendrin.

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