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05.01.2015

16:27 Uhr

Depot-Contest

Europäische Aktien werden 2015 interessant

VonNiklas Dopheide

An den Börsen dürfte es auch 2015 spannend werden. Die Teilnehmer des Depot-Contests der DAB-Bank setzten auf europäische Aktien und sehen in dem schwachen Euro einen Vorteil für Anleger.

Euromünze: 2015 sehen die Experten die Gemeinschaftswährung weiter schwach. Europäische Aktien geraten jedoch in den Fokus. dpa/picture alliance

Euromünze: 2015 sehen die Experten die Gemeinschaftswährung weiter schwach. Europäische Aktien geraten jedoch in den Fokus.

DüsseldorfDas neue Jahr beginnt für die Börsen spannend. Besonders die unsichere politische Situation in Griechenland hält die Anleger in Atem. Alexis Tsipras, Vorsitzender der Syriza-Partei könnte bei den anstehenden Parlamentswahlen im Januar die Mehrheit erhalten. Tsipras steht der aktuellen Reformpolitik des Landes sehr kritisch gegenüber. Es wird erwartet, dass er den Vorschriften der Europäischen Union zum Abbau der Staatsschulden nicht weiter nachkommen will.

Bereits jetzt wird über die Folgen eines möglichen EU-Austritt Griechenlands diskutiert. In der vergangenen Woche hatte Mario Draghi in einem Interview mit dem Handelsblatt nochmals bekräftigt, dass die EZB für eine quantitative Lockerungspolitik bereit sei. Der Euro war in der Folge unter Druck geraten und ähnlich könnte es im weiteren Jahresverlauf auch weitergehen.

Die Teilnehmer des Depot-Contest der DAB-Bank setzen 2015 dennoch auf europäische Aktien. Friedmann Wagner, Geschäftsführer der PEH Vermögensmanagement, sieht bei europäischen Aktien in diesem Jahr viel Potential. „Sie werden die besten Märkte in 2015 sein“, sagt der Experte Handelsblatt-Online. Der Euro-Zone steht ein „Konjunkturprogramm durch schwachen Euro und reduzierten Ölpreis“ bevor, ist sich der Experte sicher. Auch Burkhard Wagner, Vorstand der Partners Vermögensmanagement, glaubt an ein positives Jahr für europäische Aktien. „Die Aktienmärkte werden anziehen, da die Bewertung im internationalen Vergleich spottbillig ist und der Euro wieder abgewertet werden könnte.“ Außerdem sind europäische Titel im Moment bei nur „wenigen Marktteilnehmern ordentlich gewichtet.“

Wovor sich Anleger hüten sollten

Falsche Sicherheit

Fühlen sie sich nicht zu sicher - denn dieses Gefühl kommt immer vor bösen Überraschungen.

Rendite ohne Risiko

Es gibt keine Rendite ohne Risiko. Was man dagegen oft bekommt: Risiko ohne Rendite.

Zocken mit dem Sparschwein

Ersparnisse aus 35 Jahren harter Arbeit in eine Geldanlage zu stecken, die man nur 15 Minuten analysiert hat - böser Fehler.

Ungeduld

Hin und her macht Taschen leer: Hibbelige Finger sind der schnellste Weg, sein Geld zu verbrennen.

Halbwissen

Finger weg von Investments, die man nicht versteht. Der Test: Können Sie das Investment einem Schüler der vierten Klasse erklären?

Übersteigertes Selbstbewusstsein

Zu viel Selbstsicherheit hat noch nie gut getan. Wer meint, alle Gewinne beruhten auf Können, alle Verluste aber seien Pech, ist auf der falschen Fährte.

Daytrading

Man hat keine Chance gegen den Zufall und Super-Computer, die innerhalb von Millisekunden mehr Entscheidungen treffen als ein Anleger in einem ganzen Leben.

Crashpropheten

Hören Sie besser nicht auf Menschen, die ständig vor dem Untergang warnen. Es soll Leute geben, die 128 der letzen zwei Crashs richtig vorhergesagt haben...

Michael Dutz, Geschäftsführer bei Adlatus sieht den Dax sogar „bei optimistischen 12.000 Punkten“. Das wird möglich, da das „billige Geld“, welches durch die Lockerungspolitik der EZB in die Märkte gelangt, die „Gier“ der Investoren weckt und so zu „Übertreibungen“ führt. Für ihn ist die „Zeit reif für die nächsten Überbewertungen“, nachdem die letzte Börsenblase jetzt fast 15 Jahre zurück liegt. Der Experte sieht auch die US-Börsen 2015 weiter im Aufschwung.

„Die Aktienmärkte in den USA werden die ersten beiden Zinsanhebungen der Fed als Beleg für den fundamentalen Aufschwung deuten und weiter steigen“, meint er. „Aktuell ist noch ein Kurspotential von zehn bis 15 Prozent vorhanden.“ Die erste größere Korrektur sieht der Experte erst 2016, wenn planmäßig die dritte Zinsanhebung komme. Auch Friedmann Wagner prognostiziert steigende US-Aktien. Er sieht allerdings nur einen „moderaten Aufwärtstrend“. Burkhard Wagner erkennt ebenfalls einen „positiven Grundton“ an den US-Börsen, ist sich aber auch sicher, dass die US-Titel nicht so dominant wie im vergangenen Jahr sein werden.

Kommentare (3)

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Herr Dr. Michael Klein

05.01.2015, 17:38 Uhr

"Aktien werden 2015 interessant"

Warum wollen uns die Bankstermedien Aktien einreden?

Die EZB will die Anleger sogar mit Negativzinsen aufs Börsenparkett treiben.
Kein Wunder, denn schließlich besitzen die Zentralbankster selbst Aktien.

Und wer Wertpapiere pusht, will irgendwann auch Kasse machen - das ist nun mal ein ehernes Gesetz.

Wie steuert man eine Schafherde?

Ganz einfach: Wenn man will, dass die Herde in eine ganz bestimmte Richtung läuft, stellt man in den anderen Richtungen Hürden auf.

In der Viehhaltung nennt man das "Gatter".
Und wenn man alles andere mit Gattern vollstellt, kann man schließlich sicher sein, dass die Tiere in die gewünschte Richtung laufen werden.

Genau dasselbe passiert nun an den Finanzmärkten!

Eine Anlageform nach der anderen wird für den Anleger unattraktiv gemacht bis auf:

Immobilien und Aktien.

Und das ist denn auch die Richtung, in die die Herde laufen soll.

Nicht genug damit, dass die Zinsen seit Jahren gnadenlos nach unten gedrückt wurden - nun drehen sie auch noch in den negativen Bereich.

Mit nicht vorhandenen oder gar negativen Zinsen werden für die traditionell beliebtesten Anlageformen hohe Hürden aufgebaut und die Sicherheit suchenden Anleger aus ihnen vertrieben:

Sparbuch
Tagesgeldkonto
Festgeldkonto
Bundesanleihen
Lebensversicherungen

Die genannten Anlageformen sind schlicht keine Option mehr.
Der Weg zur zukunftssicheren Geldanlage wird der Bevölkerung versperrt.
Die Niedrigzinspolitik der EZB bedeutet, dass sich alle Arten von Anlegern aus ihren sicheren Unterständen auf das offene finanzielle Schlachtfeld der Aktienmärkte wagen, wo sie schnell ihr Vermögen und ihre Zukunft verspielen können. Oder wodurch soll der Aktienboom der vergangenen Jahre sonst maßgeblich mitverursacht worden sein, wenn nicht durch die Niedrigzinspolitik?

Herr Dr. Michael Klein

05.01.2015, 17:43 Uhr

Teil 3

Wer Aktien pusht, will Kasse machen, und das gilt auch für die Zentralbankster!

Soll so die groß angelegte Enteignung des Volksvermögens funktionieren?

Das Beste daran wäre, dass ein derartiger "Aktiencrash" auf den ersten Blick nicht als Enteignung zu erkennen wäre. Und auch nicht auf den zweiten. Sondern je nachdem, wann die Bankster die Lawine lostreten, hieße es dann eben in den Bankstermedien "Schwarzer Freitag", "Schwarzer Donnerstag" oder "Schwarzer Montag" - wie gehabt.

Und während sich die Zentralbankster und Staatshaushalte saniert haben, bleibt dem Volk nur der Weg in die Suppenküche.

Warum erfahren wir in den Bilderbergmedien nichts über den Aktienbesitz der Zentralbankster?

Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

Herr Henry Wuttke

05.01.2015, 20:40 Uhr

Niedrige Inflation setzt EZB unter Druck,
es kommt in den nächsten 10 bis 20 Jahren ganz schlimm auf uns zu. Wird der Zock auf Aktienkäufe verschoben oder werden neue Nebelkerzen gezündet?

Betrachten wir die niedrigen Zinsen beim Darlehen vor ca. 7 Jahren.
In dieser Zeit wurden 5,5 % Zinsen für ein Darlehen für 10-20 Jahre festgeschrieben. Davon haben viele Banken kräftig profitiert.

Aktuell werden Darlehen unter 1,5 % Zinsen vergeben.
Das bedeutet, die laufenden 5,5 % Zinsen gibt es in 10-20 Jahren nicht mehr. Die Banken erhalten nur noch 1,5 % Zinsen um davon existieren zu müssen. Und die nächste Banken-Pleitewelle kommt ins rollen.

Die Verursacher finden wir in Brüssel,
mit der diktatorischen Zinspolitik und den beispiellosen niedrigen Zinsen der EZB. Von dort leihen sich Banken Geld zu Nullzinsen. Letztendlich führt das niedrige Zins-Geschäftsmodell zum Bankenkollaps. Luxemburg ist besonders betroffen. Was sagt uns das?

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