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17.01.2013

09:59 Uhr

Depot-Contest

Hohe Rendite, geringer Schwitzfaktor

VonJessica Schwarzer

Geldanlage ist nichts für schwache Nerven. Wer sich damit nicht wohlfühlt, vertraut sein Geld einem Profi an. Doch welche Strategie verfolgen die Vermögensverwalter? Und wer fährt die höchsten Gewinne ein?

Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse: 2012 war ein gutes Aktienjahr. ap

Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse: 2012 war ein gutes Aktienjahr.

DüsseldorfKeine Chancen ohne Risiko – dieses eherne Gesetz der Geldanlage müsste auf der Visitenkarte jedes Vermögensverwalters stehen. Wer an der Börse hohe Gewinne einfahren will, braucht starke Nerven. Doch genau die haben viele Anleger nicht.

Die Anlageprofis sollen helfen, diese Barriere zu überwinden und den richtigen Rendite-Risiko-Mix für ihre Kunden zu finden – das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Doch welche Strategie verfolgen die einzelnen Vermögensverwalter? Wer fährt die höchsten Gewinne ein? Und vor allem: Wie hoch ist der Nervenkitzel?

Einblick in ihre Arbeit gewähren die Profis beim Depot-Contest der DAB Bank. 30 Vermögensverwalter sind im vergangenen  Jahr in drei Kategorien gegeneinander angetreten. Jetzt stehen die Sieger fest: Die höchste Rendite im Jahr 2012 fuhr Arne Sand ein. Allerdings blieb der Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Sand & Schott hinter dem Dax zurück. „Man könnte natürlich sagen, dass ein Plus von 15,46 Prozent wenig beeindruckend ist, schließlich hat der Dax im vergangenen Jahr 28 Prozent zugelegt“, sagt Arne Sand. „Aber bei unserem Depot war der Schwitzfaktor sehr viel geringer.“

Damit meint er den sogenannten Drawdown, also den größten Kursrücksetzer. Bei dieser Kennzahl schlägt das Portfolio von Sand & Schott den deutschen Standardwerte-Index nämlich ganz klar: Während der Dax zwischenzeitlich um mehr als 16 Prozent einbrach, ging es mit dem chancenorientierten Depot der Vermögensverwalter weniger als sieben Prozent abwärts.

Und das ist auch der Grund, warum Sand & Schott den ersten Platz vor der Adlatus Aktiengesellschaft belegt. Das Adlatus-Depot hat zwar mit 16,63 Prozent etwas stärker zugelegt, der Drawdown ist mit 11,45 Prozent aber größer.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Sand & Schott setzt auf Aktien mit hoher Ausschüttung. „Für die Auswahl der Titel ist aber nicht nur die aktuelle Dividendenrendite wichtig, sondern entscheidend ist, ob diese Dividende auch in Zukunft noch gezahlt oder sogar gesteigert werden kann.“ Für diese Einschätzung ist ein hoher und stabiler Cash-Flow im Unternehmen unerlässlich, also ein freier Bargeldfluss, der unter anderem für Dividendenzahlungen verwendet werden kann. Investitionen in Aktien wie die Deutsche Telekom, die ihre Dividende zum großen Teil aus der Substanz und nicht aus den laufenden Einnahmen zahlen, vermeidet Sand.

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

17.01.2013, 10:08 Uhr

Für diese Leistungen braucht man keinen Vermögensverwalter...

Sucht euch einfach einen Fonds mit einer geringen Volatilität und einem hohen Sharpe-Ratio... Einstieg schon ab 50,- EUR - und Friede!

flyingfridge

17.01.2013, 10:19 Uhr

"Wer sich damit nicht wohlfühlt, vertraut sein Geld einem Profi an."

Ja klar. Und wer sich mit der Erziehung seiner Kinder überfordert fühlt, vertraut sie dem Kloster oder dem Militär an. Alles sichere Methoden, um sein Geld oder seine Kinder loszuwerden. Allerdings ein bisschen aus dem letzten Jahrtausend ...

Account gelöscht!

17.01.2013, 10:20 Uhr

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