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19.03.2014

14:10 Uhr

Depot-Contest

Keine Angst vor Russland

Putins Säbelrasseln hat die Börsen nur vorübergehend irritiert, bis zur Wochenmitte erholt sich der Dax zusehends. Kein Grund zur Panik, lautet auch die Devise der Vermögensverwalter. Wie sie ihr Depot dennoch anpassen.

Finanzmarkt bleibt bei Krim-Krise misstrauisch

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DüsseldorfVladimir Putin rasselt weiter mit den Säbeln. Ungeachtet der Sanktionen hat der russische Präsident am Dienstag den Vertrag über die Eingliederung der Krim unterzeichnet; die Ukraine droht damit, den Konflikt auf der Krim militärisch lösen zu wollen.

Dennoch hat sich die Stimmung an den Börsen seit Wochenbeginn gedreht, nicht zuletzt, weil Putin durchblicken ließ, dass er keine weiteren Gebiete der Ukraine einnehmen wolle: War der deutsche Leitindex noch in der vergangenen Woche unter die Marke von 9000 Punkten gerutscht, zieht er am Mittwochnachmittag an 9300 Zählern vorbei.

Das jüngste Auf- und Ab an den Börsen – den Teilnehmern des Depot-Contest der Münchner DAB-Bank jagt es keine Angst ein. Mit einer Korrektur an den Börsen habe man ohnehin gerechnet, die Krim-Krise habe sie nun lediglich ausgelöst. Dank positiver Konjunkturaussichten aber sollte es bald wieder nach oben gehen.

Spielregeln des DAB Depot-Contest

Wie hoch ist das Startkapital?

Jeder Teilnehmer erhält zum Start des Contests eine virtuelle Summe in Höhe von 1.000.000 Euro.

Womit darf gehandelt werden?

Die Vermögensverwalter dürfen in alle in Deutschland handelbaren Aktien investieren. Außerdem in alle über die DAB handelbaren Fonds und Anleihen, in Aktien der Börsenplätze Nasdaq und Nyse sowie in ungehebelte Zertifikate. Die Vermögensverwalter dürfen zwischen drei Depotvarianten wählen.

Welche Depotvarianten gibt es?

1. Sicherheit: Wertschwankungen und die Wahrscheinlichkeit des Verlusts des eingesetzten Kapitals sollen minimiert werden. Überwiegend soll in auf Euro denominierte Werte investiert werden. Die Aktienquote darf nicht über 20 Prozent liegen.

2. Ausgewogen: Es soll eine höhere Rendite als im Anlegerprofil "Sicherheit" erreicht werden. Die Risiken sollen überschaubar sein, kurzfristige leichte Verluste werden aber akzeptiert. Die Aktienquote darf nicht über 50 Prozent liegen.

3. Chance: Es werden überdurchschnittlich hohe Erträge erwartet. Größere Risiken dürfen eingegangen werden. Das Depot muss vollständig aus Aktien bestehen.

Wie erfolgt die Orderaufgabe?

Investitionen können jederzeit online über den Ordermanager der DAB bank erfolgen. Als Handelszusatz stehen die übliche Optionen zur Verfügung: Limit, billigst/bestens, Fill oder kill, Teilausführung.

Sonstige Regeln

Der Barbestand darf beliebig hoch sein und wird mit dem Tagesgeld-Zinssatz der DAB bank verzinst. Daytrading und Arbitragegeschäfte sind nicht zulässig, die Aufstockung eines Bestands an einem Wertpapier hingegen schon. Die Teilnehmer können keine Kredite nehmen.

Die Berechnung des Gesamtrankings

Die Rangliste ergibt sich aus der Performance sowie dem Einfluss des Verlustfaktors, abhängig vom jeweiligen Anlegerprofil. Im Profil Sicherheit wird das Verlustrisiko mit 30 Prozent gewichtet, im Profil Ausgewogen mit 20 Prozent und im Profil Chance mit 10 Prozent.

„Die momentane Kurskorrektur ist eher der Börsenpsychologie geschuldet“, sagt Bert-Ardo Spelter von der ICFB Investmentberatung. Eine nachhaltige realwirtschaftliche Krise sieht der Vermögensverwalter dagegen nicht. „Vorausgesetzt Putin verhält sich in den nächsten Wochen konstruktiv, werden sich die Volkswirtschaften wie erwartet erholen.“

Spelter ist zuversichtlich, dass der Dax in diesem Jahr die Marke von 10.000 Punkten knacken könnte. Dass der Leitindex hingegen unter die psychologisch wichtige Marke von 8800 Punkten, die 200-Tageslinie, rutscht, hält er dagegen für unwahrscheinlich.

Auch Stephan Pilz von der Sand & Schott Vermögensverwaltung glaubt – trotz einiger Volatilität in den kommenden Wochen – grundsätzlich an einer Erholung der Märkte. Es mangele nach wie vor an Anlagealternativen zur Aktie. „Vielleicht läuft es nicht so gut wie im letzten Jahr. Aber die 10.000 Punkte waren schon in Sichtweite und sind sicherlich in 2014 keine undurchdringbare Grenze.“ 

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