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24.12.2015

13:49 Uhr

Der Anlagestratege

Mischfonds haben ihren Zenit überschritten

VonChristoph Bruns

Bei deutschen Anlegern sind Mischfonds sehr beliebt. Doch bei der Rendite hinken sie den Aktienfonds hinterher. Durch die niedrigen Zinsen kommt nun ein Manko hinzu. Anleger stehen vor einer wichtigen Entscheidung.

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Der Anlagestratege

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Ungeachtet ihrer großen Beliebtheit bei Anlegern tun sich traditionelle Mischfonds zunehmend schwer, ihren Investoren akzeptable Wertentwicklungen zu erwirtschaften. Angesichts der Dauernullzinspolitik der Europäischen Zentralbank wird sich das Problem in den nächsten Jahren weiter zuspitzen und mehr als 200 Milliarden Euro deutscher Anlegergelder, die heute in Mischfonds angelegt sind, werden betroffen sein.

Keine Fondskategorie war in den letzten Jahren bei deutschen Investoren so gefragt wie Mischfonds, deren Aufgabe es ist, das Geld der Anleger auf mehrere Anlagegattungen wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Geldmarkt und sonstige Formen zu verteilen. An sich war diese Entwicklung begrüßenswert, denn sie hat vielen Anlegern eine – wenn auch geringe – Partizipation an den Aktienmärkten beschert.

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Wenn man bedenkt, wie paranoid das Verhältnis deutscher Geldanleger zu Aktienanlagen ist, erblickt man sofort das Verdienst von Mischfonds in diesem Betreff. Gemäß der alten Weisheit, dass derjenige, der rennen will, zuerst Laufen lernen muss war die starke Nachfrage nach Mischfonds in den letzten Jahren durchaus löblich. Sofern man es langfristig für unvermeidbar hält, dass die Bevölkerung stärker an der Wirtschaft beteiligt ist. An diesem Gedanken ändert sich nichts dadurch, dass man Mischfonds langfristig für suboptimale Anlagen halten kann. Denn es ist hinreichend eindeutig belegt, dass die Beteiligung an der Wirtschaft durch Aktienfonds die klügere Wahl ist, sofern es um langfristigen Vermögensaufbau geht.

Nachdem aber in den letzten zehn Jahren so enorme Summen in Mischfonds investiert wurden, stellt sich heute die Frage, wie es um die Zinsanteile dieser Fonds bestellt ist. Dabei kann man schwerlich um die Beobachtung herumkommen, dass die Zinsanlagen der Mischfonds mittlerweile nahezu ertraglos geworden sind. Daher werden die Mischfondsmanager in diesen Tagen vor schwierige Entscheidungen gestellt.

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