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10.09.2015

15:29 Uhr

Der Anlagestratege

Weg mit der Kapitalertragsteuer auf Aktien!

VonChristoph Bruns

Keine Hoffnung auf Steuererleichterungen, dabei wären steuerliche Anreize zur privaten Altersvorsorge dringend nötig. Auch die Doppelbesteuerung ausgeschütteter Unternehmensgewinne gehört abgeschafft. Und nicht nur das.

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Der Anlagestratege

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Wer gehofft hatte, die seit Jahren stark sprudelnden Steuereinnahmen des Staates und die drastisch zusammengeschmolzenen Zinsbelastungen im Bundeshaushalt würden noch in dieser Legislaturperiode zu einer Entlastung der Steuerzahler führen, der darf diesen frommen Wunsch nun ad acta legen.

Wie die Kanzlerin Merkel unlängst mitgeteilt hat, werden etwaige Haushaltsüberschüsse zur Linderung des Flüchtlingsproblems eingesetzt. Vizekanzler Gabriel ließ gar wissen, dass keine Steuererhöhungen geplant seien, womit er bereits andeutet, in welche Richtung die Regierung denkt.

Vom Auslaufenlassen des Solidaritätszuschlages hört man nichts mehr, wohl aber Vorschläge, wie das Soli-Geld bestimmungsfremd verwendet werden könnte. Und über die Bekämpfung der kalten Progression, welche nichts anderes als eine schleichende Enteignung ist, liest man herzlich wenig.

Zeitgleich trafen sich am vergangenen Wochenende die Finanzminister und Zentralbankgouverneure der G20 in Ankara zu einer Konferenz. Dort stellten sie gemeinsam und ernüchternd fest, dass die betriebene Geldpolitik kaum in der Lage ist, strukturelles Wirtschaftswachstum zu befördern. Vielmehr – so wurde dort ausgeführt – bedürfe es fiskalischer Impulse, um das lahmende weltweite Wachstum anzuregen.  

Trotz alledem wurden jedoch auch Treueschwüre abgegeben, denen zufolge die Notenbank alles zu tun gewillt seien, um durch eine ultra-lockere Geldpolitik die bisherige Marschroute fortzusetzen.

Ein wünschenswerter fiskalischer Impuls bestünde etwa in Absenkungen der hohen Abgabenbelastung für die Bürger. Allerdings verfügen nur wenige Staaten über ein derart solides Haushaltsgebaren, dass Senkungen der Abgabenlast ohne Erhöhung der Schuldenlast zu stemmen wäre.

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