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13.02.2014

13:45 Uhr

Der Anlagestratege

Yellen beglückt den Aktienmarkt

VonChristoph Bruns

Die neue Fed Präsidentin Janet Yellen erweist sich bei ihrem ersten wichtigen öffentlichen Auftritt als Meisterin angelsächsischen Pragmatismus. Das Signal: Sie wird nicht als Spielverderberin an den Börsen auftreten.

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Der Anlagestratege

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Fed-Präsidentin Janet Yellens soeben aus dem Amt geschiedener Vorgänger Ben Bernanke hatte vor nicht allzu langer Zeit angekündigt, die Kurzfristzinsen zu erhöhen, sobald die US-Arbeitslosenquote bei 6,5 Prozent angekommen sei. Zur Verwirrung der Allgemeinheit wurde diese Ankündigung seinerzeit großspurig als „forward Guidance“ gepriesen, als ob es sich um ein ganz neues Konzept handeln würde und nicht jedwede Prognose die Zukunft beträfe. Aber das sind semantische Feinheiten.
Wichtiger ist, dass die amtliche Arbeitslosenquote in den USA tatsächlich bei nahezu 6,5 Prozent angekommen ist. Und nun kommt Frau Yellen und teilt mit, der Arbeitsmarkt sei weit entfernt davon, robust und gesund genannt zu werden. Das ist ein großartiges Theaterstück! Jeder Ökonom weiß, wie aussagelos amerikanische Wirtschaftsstatistiken sein können, zumal wenn man sie isoliert betrachtet. Und die Arbeitslosenquote gehört noch vor der Inflationsrate zur Spitzenklasse entkernter und propagandisierter regierungsamtlicher Zahlenwerke.

Der Jubel an den Aktienbörsen ließ nicht lange auf sich warten. Das Signal ist eindeutig: Frau Yellen wird nicht als Spielverderberin an den Börsen auf den Plan treten. Im Gegenteil: Der unsinnigen Festlegung ihres Amtsvorgängers hat sie sich entwunden und nun ist sie frei, die Ankündigungen von früher für Geschwätz von gestern zu erachten. Damit dürften die Niedrigzinsen auch auf absehbare Zeit Bestand haben. Ganz ähnlich äußern sich auch die Notenbankpräsidenten Japans, Großbritanniens und der Euro-Zone.

Für die Zinssparer, von denen es gerade in Deutschland besonders viele gibt, ist dies keine erfreuliche Kunde. Ob Lebensversicherungen, Bausparverträge, Bankeinlagen oder Riester-Verträge; die allermeisten in Deutschland verkauften Sparprodukte hängen vom Zins ab. Die mageren Zinsjahre, die seit der amerikanischen Subprime-Krise im Dezember 2008 und ein wenig später durch die  entbrannte Euro-Schuldenkrise angebrochen sind dürften die biblische Jahreszahl sieben weit überdauern.

Kommentare (4)

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Numismatiker

13.02.2014, 14:42 Uhr

"Und die Arbeitslosenquote gehört noch vor der Inflationsrate zur Spitzenklasse entkernter und propagandisierter regierungsamtlicher Zahlenwerke."

Nicht nur in Amerika. Seit Mitte 2005 (als die rot-grüne Regierung die Zählweise änderte) ist die Arbeitslosenstatistik in D nur noch Augenwischerei. Und die Angaben zur Inflation glaubt ohnehin kein Mensch mit Verstand mehr

mmnews_de

13.02.2014, 15:55 Uhr

"Sie wird nicht als Spielverderberin an den Börsen auftreten."

Wie kann man beim Schuldgeldsystem von einem Spiel sprechen?

Das von der privaten FED aus der Luft erzeugte Kreditgeld, welches die Bankster nur gegen Realvermögen als "Sicherheit" aushändigen, ist das vielleicht größte methodische Verbrechen der Geschichte!

Vor 100 Jahren, am 23. Dezember 1913, verkaufte U.S.-Präsident Woodrow Wilson mit der Unterzeichnung des (verfassungswidrigen) Federal Reserve Act (Executive Order Number 10289) das amerikanische Volk und die gesamte Weltbevölkerung an die globale, private Hochfinanz. - Das Fed ist keine staatliche (wie der Name suggeriert), sondern eine private Institution. Bis heute sind die Eigentümer des Fed geheim. Es ist das bestgehütete Geheimnis aller Zeiten.

Präsident Kennedy unterzeichnete am 4. Juni 1963 ein präsidiales Dokument die"executive order number 11110" (Sein Todesurteil). Dieser präsidiale Beschluss ermächtigte den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Herstellung von Geld wieder in die Gewalt des Staates zurückzubringen!

Weg vom Kreditgeld der privaten FED die damit die ganze Welt verschuldet/versklavt!

5 Monate nach der Unterzeichnung wurde Kennedy ermordet!!

Die (noch am selben Mordtag!) erste Amtshandlung seines Nachfolgers, des vorherigen Vize-Präsidenten und Hochgrad-Freimaurers (32. Grad) Lyndon Baines Johnson, eines skrupellosen, hoch kriminellen Hochfinanz-Handlangers, war es, Kennedys präsidialen Beschluss wieder aufzuheben, die bereits ausgegebenen Scheine wieder einziehen und mit den schon gedruckten einstampfen zu lassen.

Ist das der Grund, warum sich kein Politiker traut die wahre Ursache unserer Probleme jemals anzugehen: nämlich das verzinste Kreditgeldsystem der Privatbanken?

Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nichts über das Schuldgeldsystem der Bankster?

Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" suchen.

urs.kuhn

13.02.2014, 17:17 Uhr

Geldruckinstitutionen sind in Gefahr, sobald das Geld selbst in Gefahr gerät. Deshalb betreibt die FED Stillhaltetaktik. Der Feind lauert überall, er heißt Vertrauensverlust ins Papiergeld, Schuldenhöchstand, Deflation, Arbeitslosigkeit

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