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26.01.2016

16:51 Uhr

Deutsche Bank-Chefvolkswirt Folkerts-Landau

Beim Brexit wird Europa den Kürzeren ziehen

Die Briten sind unentschlossen, ob sie für oder gegen den Verbleib in der EU stimmen sollen. David Folkerts-Landau, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, sieht vor allem einen Verlierer bei einem „Brexit“: Kontinentaleuropa.

Wegen der zahlreichen Banken, die sich in der „City“ angesiedelt haben, gilt London als Finanzmetropole Europas. dpa

Canary Wharf in London

Wegen der zahlreichen Banken, die sich in der „City“ angesiedelt haben, gilt London als Finanzmetropole Europas.

LondonDie Europäische Union (EU) unterschätzt die Konsequenzen eines möglichen Brexit – also dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Union. Das zumindest glaubt der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau.

„Sollte es zu einem Brexit kommen, wird Kontinentaleuropa in die zweite Liga absteigen“, sagte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank. „Europa würde ohne London und seine globale, kosmopolitische Perspektive stark an Bedeutung verlieren.“

Indes erklärte der britische Premierminister, David Cameron, dass er im Februar auf eine Einigung mit den anderen 27 Mitgliedsstaaten der EU hofft. Cameron verhandelt derzeit über neue Bedingungen der Mitgliedschaft von Großbritannien. Bis spätestens Ende 2017 sollen die Briten über einen Verbleib in der EU abstimmen. In Umfragen konnten sich bislang weder Europa-Befürworter noch -Gegner durchsetzen.

„Die Folgen für die EU ohne das Vereinigte Königreich wären verheerend“, sagt Folkerts-Landau. So würde etwa der Einfluss der Gemeinschaft in Organen wie den Vereinten Nationen deutlich eingeschränkt, erklärt der Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

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