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05.06.2013

17:06 Uhr

Devisenmarkt

Anleger nach neuen US-Daten wieder skeptischer

Nach den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten sind die Anleger wieder etwas skeptischer gestimmt. Die teilweise schwachen Zahlen haben den Dollar am Freitag belastet. Auch der Yen sorgt für Aufsehen.

Die Arbeitsmarktdaten haben den Dollar belastet. dpa

Die Arbeitsmarktdaten haben den Dollar belastet.

FrankfurtNach den jüngsten Konjunkturdaten sind einige Anleger an den Devisenmärkten für die am Freitag erwarteten offiziellen US-Arbeitsmarktdaten wieder etwas skeptischer. Vor allem der starke Rückgang der Arbeitsmarktkomponente im ISM-Dienstleistungsindex belastete den Dollar am Mittwochnachmittag etwas. So notierte der Euro mit 1,3080 Dollar gut behauptet. Zum Yen rutschte der Dollar auf 99,35 Yen von 99,60 Yen kurz vor Veröffentlichung der Daten. Ein frühzeitiges Drosseln der Geldflut in den USA durch die Fed scheint damit Börsianern zufolge eher unwahrscheinlicher zu sein. Denn die Fed hat dies an eine Verringerung der Arbeitslosigkeit geknüpft.

Der Index war insgesamt mit 53,7 (Prognose 53,5) Zählern etwas besser als erwartet ausgefallen. Doch die Arbeitsmarktkomponente fiel auf 50,1 von 52,0 Zählern im April und lag damit so niedrig wie zuletzt im Juli 2012. Händler erklärten, einige Anleger interpretierten dies als negatives Signal für die amtlichen Arbeitsmarktdaten am Freitag. Zuvor war schon der Monatsbericht des privaten Arbeitsvermittlers ADP weniger stark als von vielen erwartet ausgefallen.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

Die Dollar-Schwäche - zum Yen hatte er am Vorabend noch bei 100 Yen gelegen - führten Händler zudem auf Enttäuschung über die japanische Wirtschaftspolitik zurück. Ministerpräsident Shinzo Abe hatte in einer mit Spannung erwarteten Rede vor allem die Erhöhung des Pro-Kopf-Einkommens der Japaner aufs Schild gehobene. Viele Börsianer zweifeln aber, dass die Regierung in Tokio, die Einkommensentwicklung steuern kann oder soll. Daher war an japanischen Börse der Nikkei-Index um fast vier Prozent eingebrochen, was am Devisenmarkt zu Yen-Käufen geführt hatte. Der Yen wird von vielen Anlegern als sicherer Hafen bei schlechten Nachrichten - auch wenn sie aus Japan selbst kommen - favorisiert.

Von

rtr

Kommentare (2)

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kraehendienst

05.06.2013, 17:20 Uhr

Die "großen" Aktien (der Wasserräuber Néstle, Coca-Cola...) nehmen es bereits vorweg: sie fallen.

otto15

05.06.2013, 17:32 Uhr

Jest habe ich gerade das Anleger 1x1 neu gelernt (schwache Daten - starke Kurse) und schon gilt das nicht mehr!!

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