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03.01.2006

09:38 Uhr

Dienstleistungssektor ist Favorit

Baltische Börsen verwöhnen Investoren mit Rekordrenditen

VonHelmut Steuer

Klein, aber fein: Besser lassen sich die Börsen in den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen nicht beschreiben. Klein sind sie, doch Quantität steht meist nicht für Qualität. Starkes Wirtschaftswachstum und Euro-Perspektiven treiben die Aktien an.

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RIGA. Klein, aber fein: Besser lassen sich die Börsen in den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen nicht beschreiben. Klein sind sie, der Börsenwert aller in Tallinn, Riga und Vilnius notierten Unternehmen macht gerade einmal knapp elf Mrd. Euro aus. Das sind drei Prozent des Börsenwerts der an der Börse in Stockholm notierten Unternehmen.

Doch Quantität steht meist nicht für Qualität. Das trifft auch für die kleinen baltischen Börsen zu: Seit Jahren brechen sie europäische Rekorde. Seit 2000 ist der Baltic-30-Index, der die 30 größten Unternehmen der Region zusammenfasst, um deutlich über 300 Prozent gestiegen. 2005 legte er 44 Prozent zu.

Der Grund für den Erfolg der kleinen Handelsplätze ist das enorme Wachstum, mit dem alle drei Länder seit ihrer Unabhängigkeit 1991 glänzen können. In diesem Jahr liegt die Wachstumsrate in Estland, Lettland und Litauen bei rund sieben Prozent. Und die Perspektiven sind gut. Die schwedische Bank Swedbank geht 2006 von einem Wachstum von etwa sechs Prozent aus. „Es gibt wenige Länder in Europa, die auch in den kommenden Jahren ein so starkes Wachstum zeigen werden“, sagt Hubert Fromlet, Chefökonom von Swedbank. Auch wenn vor allem Litauen und Lettland mit einer hohen Inflation kämpfen, steht in den kommenden Jahren die Einführung des Euros an. Diese wird nach Auffassung von Experten den Ländern einen weiteren Schub geben.

Allerdings sieht Peter Elam Håkansson, Fondsmanager und Gründer der schwedischen Fondsgesellschaft East Capital auch Risiken. Man müsse sich bewusst sein, dass diese Märkte sehr klein und deshalb volatil seien. East Capital hat sich mit seinen Fonds auf Osteuropa und hier vor allem die baltischen Staaten spezialisiert.

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