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07.01.2013

20:03 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Aktienanalysten geben den Ton an

Aktienanalysten liegen mit ihren Prognosen und Einschätzungen oft daneben. Trotzdem können sie Kursentwicklungen entscheidend beeinflussen. Zwei Musterdepots gerieten nach Verkaufsempfehlungen unter Druck.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Es war kein guter Start in die Woche. Fast alle meine Depottitel schlossen sich der Abwärtsbewegung des Dax an. Grund für die Kursverluste waren Gewinnmitnahmen – die nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage auch nicht überraschen.

Zudem gab es skeptische Analystenstimmen. So stufte die UBS „meine“ SAP-Aktien von „Buy“ auf „Neutral“ ab. Andere Analysten sind zuversichtlicher: Sowohl die Experten der Deutschen Bank als auch die der Bank of America Merrill Lynch bekräftigten ihre Kaufempfehlung für SAP und stockten ihre Kursziele auf.

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Die Deutsche Bank hält nun einen Anstieg der SAP-Aktie auf 73 Euro für möglich, die Analysten der US-Bank trauen SAP 67 Euro zu. Die Aussagen von Co-Konzernchef Jim Hagemann Snabe in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" dazu, dass er ein starkes Umsatzwachstum durch die Öffnung des chinesischen Marktes erwarte, wurde von Händler als "kursstützend, aber nicht neu" bezeichnet.

In der Summe also positive Nachrichten, trotz des Kursrücksetzers. Deswegen halte ich SAP die Treue. Ohnehin ging es letztlich nur leicht nach unten - sowohl für SAP als auch für mein Depot. Das muss man als langfristig orientierter Anleger aushalten.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zu Amazon meldeten sich ebenfalls Analysten zu Wort: Morgan Stanley stufte Amazon auf „Overweight“ hoch. Die Aktie des US-Onlinehändlers gehörte daraufhin auch zu den Gewinnern in meinem Depot und half, die Verluste anderer Papiere etwas zu minimieren.

 

Kommentare (1)

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Mary

07.01.2013, 21:45 Uhr

56682,80 EUR? Das Datum, Herr Wiebe

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