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20.02.2014

19:20 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Aktienmärkte sind technisch überkauft“

Konjunkturängste und die neuesten Pläne für das Tapering stehen im Fokus der Autoren. Allerdings überwiegt unter ihnen Gelassenheit. Sie halten die derzeitige Korrektur an den Börsen für nötig und gesund.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China ist überraschend auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten gesunken. Dies steht im Kontrast zu den letzten positiven Nachrichten aus dem chinesischen Bankensektor und Außenhandel. Darüber hinaus sorgt eine bürgerkriegsnahe Situation in der Ukraine für zusätzliche Unruhe. Bei unserem Musterdepot sind allerdings keine direkten Investments in Emerging Markets vorgesehen. In Europa sind die Daten des französischen Einkaufsmanagerindex enttäuschend ausgefallen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Iberdrola hat einen Gewinnrückgang von etwa 6,8 Prozent für das Finanzjahr 2013 gemeldet. Der Energieversorger wurde durch neue gesetzliche Auflagen bzw. Reformen in Spanien spürbar getroffen: Nach eigenen Angaben hat es das Unternehmen rund 800 Millionen Euro gekostet. Der Iberdrola Chef Ignacio Galan setzt derzeit verstärkt auf internationales Geschäft und plant ab 2015 wieder Gewinnsteigerungen erzielen zu können. Wir sehen beim spanischen Versorger deutliches Potential: Neben ausgeprägter fundamentaler Unterbewertung und hoher Dividendenrendite hat Iberdrola ein solides Geschäftsmodell und generiert robuste Free Cash Flows.

Der „SR wisdom capital spekulativ“-wikifolio Manager schließt für nächste Tage ein Short-Engagement beim Dax nicht aus. Außerdem wurde die Tui (mit einem Anteil von fünf Prozent) ins Portfolio aufgenommen.

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