Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.06.2013

13:27 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Alles dreht sich um Gold

Seit Monaten ist der Goldpreis im freien Fall. Bis auf unter 1.200 US-Dollar ist die Notierung gefallen. Georgios Kokologiannis denkt darüber nach, auf ein Ende des Gold-Crashs zu setzen. Jürgen Röder ist dagegen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Ich spiele mit dem Gedanken, auf ein allmähliches Ende des Gold-Crashs zu setzen. Seit Monaten befindet sich der Preis des Edelmetalls im freien Fall. Nach dem Allzeithoch im September 2011 hat die Notierung mittlerweile über ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Vorläufiger Höhepunkt der Talfahrt: Am Freitag kostete die Feinunze vorübergehend weniger als 1.200 US-Dollar - so wenig wie zuletzt vor fast drei Jahren.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Glaubt man Experten, dann könnte der Boden allerdings spätestens bei rund 1.100 Dollar gefunden sein. Soviel koste allein die Förderung einer Unze im Schnitt. Noch tiefere Notierungen seien demnach nur vorübergehend denkbar, da die unrentablen Goldminen dann ihre Produktion einstellen würden, sich die Angebotsmenge verknappen und die Preise einen Wendepunkt nach oben markieren müssten.

Ich behalte die weitere Entwicklung im Auge: Sollte es erneut zu einem kräftigeren Preiseinbruch kommen, investiere ich mit Hilfe eines geeigneten Discountzertifikats auf Gold. Mehrere dieser Produkte befinden sich jetzt auf meiner Beobachtungsliste. Damit könnte ich mit einem "Rabatt" von mehr zehn Prozent auf den aktuellen Preis in das Edelmetall investieren. Im Gegenzug ist die maximal mögliche Rendite aber begrenzt.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Falk

30.06.2013, 13:57 Uhr

"Zwar gibt es ETC´s die fallende Goldkurse in Gewinne ummünzen. Doch Produkte,die das Risiko minimieren und mir bei einem Investment einen Teilschutz bieten, sind derzeit nicht verfügbar"
Merkwürdige Aussage, der erste Satz widerspricht dem zweiten.
Wer zum Beispiel ein short-Zertifikat auf eine Goldminenaktie kauft und damit fallende Goldpreise absichert, z.B. für sein physisches Gold, das er augenblicklich bei sinkenden Kursen nicht verkaufen will, kann bei einem Hebel sogar noch Geld verdienen.

GoldSchutz

30.06.2013, 14:32 Uhr

Nichts neues was zu lesen ist. Warum also dieser nichtssagende Artikel? Wieder so ein Schwaetzer der versucht zu manipulieren. Muss bestimmt dringend kaufen und hofft auf fallenden
Kurs. Aber damit wird es momentan nichts werden. Chaos und Aufstände in TR, GR, ZY und Afrika. Italien und Portugal am Boden. Spanien und Frankreich kurz davor. China.. Sehen wo mal.
Da bleibt nur noch Gold.

Gaertner

30.06.2013, 18:59 Uhr

Gold wird ich auf herkömmlichem Weg nicht mehr so schnell erholen; dazu wird die Rohstoffbörse zu sehr manipuliert. Der Wert des Goldes wird jedoch schon bald von den Schwellenländern vorgegeben werden, die immer weniger Waren für wertlose Euros und Dollars exportieren werden. Genau DANN wird auch der Wert des Goldes bestimmt werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×