Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.07.2013

17:19 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Alles eine Frage der Zeit

Der Leerlauf beim Dax ist nur von kurzer Dauer, meint Jürgen Röder. Auch Georgios Kokologiannis hat steigende Kurse in Sicht. Derweil ärgert sich Kerstin Leitel über den zu frühen Verkauf ihrer Telefonica-Anteile.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Als der Dax vor einem Monat bei rund 7770 Zählern notierte, habe ich ein Bonuszertifikat auf den deutschen Leitindex gekauft. Im Nachhinein wäre zum jetzigen Zeitpunkt ein entsprechendes Indexzertifikat oder börsengehandelter Indexfonds (ETF) besser gewesen.

Der Dax hat seitdem rund acht Prozent zugelegt, das Bonusprodukt lediglich gut sechs Prozent. Dafür besitzt das Bonusprodukt einen Sicherheitspuffer. Das Zertifikat wird Ende des Jahres zu 85 Euro zurückgezahlt, solange während der gesamten Laufzeit der Dax nie die Marke von 6900 Zählern berührt oder unterschreitet. Allerdings ist das auch die maximale Rendite.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Von Kurssteigerungen oberhalb der Marke von 8500 Punkten profitiert  der Kurs des Derivates nicht mehr. Da die verbliebene Jahresrendite nur noch knapp sechs Prozent beträgt, hatte ich zwischenzeitlich an einen Verkauf gedacht. Doch ich warte noch ab.

Die Aufwärtsbewegung beim Dax ist kurzfristig ins Stocken geraten. Und falls die Kurse nachgeben sollten, ist ein derartiges Produkt mit solch einem hohen Sicherheitspuffer hilfreich. Denn in diesem Fall verliert das Zertifikat anfangs weniger als der Dax.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×