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26.03.2013

19:46 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Am Immobilienmarkt hängt doch alles“

Wer rechtzeitig in den US-Immobilienindex Case Shiller investiert hat, freut sich über eine schöne Wachstumsrate. Frank Wiebe hat das nicht getan – und jetzt gerät auch noch sein Glücksbringer in zyprisches Störfeuer.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

„Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles, ach wir Armen“, heißt es in Goethes Faust. Für Amerika müsst es heißen „am Immobilienmarkt hängt doch alles“ – aber das klingt natürlich weit weniger schön. Jedenfalls hat der Case-Shiller-Index, der die Hauspreise von 20 großen Städten misst, sich noch einmal minimal beschleunigt und liegt jetzt bei einer Wachstumsrate, aufs Jahr hochgerechnet, von gut acht Prozent. Das ist das höchste Tempo seit Juni 2006.

Zugleich bleiben die Hauspreise aber noch weit unter ihren früheren Höchstständen. Das amerikanische Märchen, mit niedrigen Zinsen über den Hausmarkt die Konjunktur zu beleben, scheint trotz aller Querelen in Washington und der Störsignale aus Europa doch ganz gut zu funktionieren.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Vielleicht hätte ich meinen Glücksbringer Bank of America rechtzeitig verkaufen sollen, die Aktie leidet ja jetzt etwas unter den wirren Signalen, die von der „Rettung“ Zyperns ausgehen. Aber ich denke, dieser Einfluss wird bald wieder schwächer. Letztlich haben die Europäer in Zypern das getan, was getan werden musste - diese Erkenntnis dürfte sich durchsetzen.

Mehr Sorgen bereitet mir die Frage, ob die amerikanischen Aktien insgesamt nicht schon etwas zu schnell zugelegt haben. Aber noch bleibe ich Optimist - allerdings geht es jetzt darum, auf Sicht zu fahren.

Kommentare (2)

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investmentlegende

26.03.2013, 20:45 Uhr

Der Dow Jones Index erreicht immer neue ATH´s-ALLERDINGS nur auf US-Dollarbasis-nicht auf Eurobasis,da wurde das ATH vom 05.06.01 immer noch nicht überboten.

Account gelöscht!

27.03.2013, 08:59 Uhr

der dax auf kursbasis ist auch noch meilenweit vom allzeithoch entfernt und naja die kurse von 01 waren eh irrwitzig für die zeit...

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