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12.08.2013

20:17 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

An der großen Rotation verdienen

Anleihen werfen kaum noch Rendite ab. Rechnet man die Inflation mit, verliert man sogar Geld. Anleger werden deshalb wahrscheinlich von Anleihen in Aktien umschichten. Auf diesen Zug sollte man aufspringen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Bis auf einen geringen Anteil an einem Indexfonds, der in italienische Staatsanleihen investiert, ist mein Depot frei von Engagements am Rentenmarkt. Aus guten Gründen.

Erstens: Vermeintlich sichere Bonds wie Bundesanleihen bieten mir schlicht zu wenig Ertrag – so werfen beispielsweise Papiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren derzeit nur knapp 1,7 Prozent ab. Mein Ziel mit dem ausgewogenen Depot im Schnitt zwischen sechs und acht Prozent im Jahr zu erzielen, lässt sich mit solchen Investments nicht vereinbaren.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zweitens: Die Chance-Risiko-Verhältnisse höher rentierlicher Papiere kann ich schwerer einschätzen als die an den Aktien- oder Rohstoffmärkten.

Und drittens: Die Anzeichen für die von Experten schon lang erwartete „Große Rotation“ – einem dauerhaften Trendwechsel weg von Anleihen, hin zu Aktien – mehren sich. Damit wächst die Gefahr anhaltender Kursverluste. Jüngstes Indiz: Aktuelle Daten zeigen, dass institutionelle US-Investoren den Bondanteil in ihren Portfolios mittlerweile auf das niedrigste Niveau seit 2007 gedrückt haben.

Die Folge: In Dollar gelistete Unternehmens-, Hypotheken- und Staatsanleihen sind auf dem besten Weg, die größten 12-Monatsverluste zu erleiden seit Mitte der Neunziger Jahre.

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