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25.08.2013

16:15 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Anleger hoffen auf Klarheit über Fed-Pläne

Die Aktienmärkte warten mit Spannung auf Anzeichen darauf, wann und in welchem Umfang die US-Notenbank ihre Käufe reduziert. Aus Angst vor Turbulenzen halten Anleger Ausschau nach Alternativen – auch unsere Redakteure.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Die Experten sind skeptisch, was die Perspektiven des Dax in den kommenden Tagen angeht: „Der deutsche Aktienmarkt wird seine Sommerkonsolidierung wohl vorerst fortsetzen“, heißt es so von der Commerzbank, und auch seine Kollegen in anderen Banken hören sich nicht viel optimistischer an. Schon in der vergangenen Woche konnte der deutsche Aktienmarkt nicht wirklich Boden gut machen. Unter dem Strich stieg der Dax um gerade einmal 0,3 Prozent. Zu sehr belasten die Diskussionen um das weitere Vorgehen der US-Notenbank, Sorgen um die Schwellenländer und die Entwicklung der Unternehmensgewinne. Zudem stehen in Deutschland die Wahlen vor der Tür, und auch das macht sicher den einen oder anderen Investor  nervös. Auch ich bleibe auf der Hut: Das ist kein Umfeld, in dem große Kursgewinne zu erwarten sind.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Deswegen habe ich in der vergangenen Woche auch schon vereinzelt Gewinne mitgenommen, unter anderem bei Fielmann. Nicht, weil ich die Perspektiven des Unternehmen nun negativ sehe, sondern vielmehr, weil die Fielmann-Aktie durch die starken Kursgewinne zu meiner größten Einzelinvestition geworden ist. An diesem Donnerstag legt das Unternehmen seine Zahlen vor. Ich bin ja immer noch engagiert, dementsprechend gespannt bin ich auf die Ergebnisse.

Die Blicke der meisten Börsianer dürften sich aber auf die zahlreichen Konjunkturdaten richten. Am Dienstag geht es mit dem ifo-Index los. Doch auch hier machen die Börsenexperten der Helaba keine Hoffnungen auf große Kursgewinne: Ob ein weiterer Anstieg des nun anstehenden ifo-Geschäftsklimas den DAX über die alten Höchststände katapultiert, ist fraglich, heißt es. Schließlich hätten Aktien schon viel Positives vorweggenommen.

Kommentare (1)

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OleLakshmiMuellerSchabrunski

25.08.2013, 17:55 Uhr

Ach gottchen, die "Redakteure" sind wirklich köstlich, weiter so!

Ich liebe Realsatire

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