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09.10.2013

19:20 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Anleger müssen die „Zähne zusammenbeißen“

Der US-Haushaltsstreit hält die Börsen weiterhin im Bann. Positive Meldungen gehen unter. Die Redakteure gehen mit dieser Problematik unterschiedlich um. Sie warten, handeln und informieren sich über alte Pelé-Trikots.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Man sollte als Privatanleger nicht jeden Tag in sein Depot schauen – aber leider halte ich mich nicht daran und ärger mich jedes Mal von Neuem, wenn ich die aktuellen Kursverluste betrachte. Derzeit geht es am deutschen Aktienmarkt bergab. Daran wird sich in nächster Zeit wohl auch nicht viel ändern. Aber mittelfristig geht es wieder aufwärts, davon bin ich überzeugt. Also heißt es: Zähne zusammenbeißen.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Amüsantes kommt da gerade recht, wie eine Studie aus dem Hause der WGZ zu Sporttrikots. Mit den T-Shirts kann man richtig Geld machen, schreiben die Analysten: Das Trikot des brasilianischen Weltfußballers Edson Arantes do Nascimento, besser bekannt als Pelé, das er im Finale der WM 1970 trug, wurde vom Auktionshaus Christie´s im Jahr 2002 für rund 175.000 Euro versteigert. Auf Platz zwei rangiert mit 80.000 Euro bislang das Endspiel-Oberteil des Briten Geoff Hurst, der im legendären WM-Finale 1966 drei Tore gegen Deutschland erzielte. Das seien die Superlative – aber auch die Sporttrikots anderer Spieler brächten Geld.

Als Sammler oder Investor sollte man vor allem darauf achten, nicht auf Fälschungen reinzufallen. Eine wichtige Rolle spielten bei der Identifizierung eines Originals das verwendete Material, die Größe des Sponsor-Logos, Größe und Ausrichtung der Rückennummern sowie die Position des Liga-Logos, schreiben die Analysten. Und: Während andere Sammelobjekte, wie zum Beispiel Comichefte oder Münzen, für einen hohen Wert in möglichst unversehrtem und ungebrauchtem Zustand sein müssen, macht hier jeder Tropfen Schweiß oder grüne Grasfleck das Objekt für den Sammler eher noch wertvoller, „zeugt es doch von einer tollen Partie und dem bedingungslosen Einsatz des Spielers für seine Mannschaft“, wie es in der Kurzstudie heißt.

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