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02.12.2013

20:04 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Anleger setzen auf die Deutsche Post

Die Deutsche Post wird die Preise für Standardbriefe und Einschreiben erhöhen. Analysten erwarten dadurch 50 Millionen Euro mehr Gewinn. Briefeschreiber werden murren, Anlegerin Kerstin Leitel freut sich.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Des einen Freud ist des anderen Leid: Die Bundesnetzagentur hat der Deutschen Post erlaubt, ihre Preise für Standardbriefe und Einschreiben zu erhöhen. Ab dem kommenden Jahr müssen auf normale Briefe dann Briefmarken im Wert von 60 Cent geklebt werden, zwei Cent mehr als momentan.

Auch Einschreiben und einige Sendungen ins Ausland werden teurer, und auch bei vielen Paketen und Päckchen will der gelbe Riese mehr Porto verlangen. Da dürfte der eine oder andere Briefeschreiber murren, zumal die Post schon zum Anfang diesen Jahres das Briefporto erhöht hatte – zum ersten Mal seit 15 Jahren.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Deutsche Post dürfte sich über mehr Einnahmen freuen: Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge erwarten Analysten, dass die Erhöhung rund 50 Millionen Euro mehr Gewinn in die Kassen der Post spülen wird.

Und auch die Aktionäre dürften zufrieden sein: Der Aktienkurs steigt. Um rund ein Prozent verteuerte sich das Papier. Seit meinem Einstieg habe ich damit bei der Post über neun Prozent Gewinn eingestrichen.

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