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30.07.2013

21:45 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Auch Blue Chips stürzen manchmal ab

Trotz des massiven Kurseinbruchs bei der K+S-Aktie hält Redakteur Jürgen Röder den Zeitpunkt für einen Einstieg noch für zu früh. Georgios Kokologiannis vertraut derweil auf Statistiken statt auf Börsengurus.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Vor gut sechs Wochen hatte ich den Großteil meiner Anteile an Western Union – einem US-Anbieter von Bargeldtransfers – verkauft.  Und dafür gleichzeitig ein Discountzertifikat auf das US-Börsenbarometer S&P 500 gekauft. Damit hatte ich Klumpen- und Marktrisiken abgebaut.

Von der Rendite her gesehen hat sich der Tausch gelohnt – auch wenn das bei den Transaktionen eindeutig nicht im Vordergrund stand. Der Kurs der Aktie von Western Union hat sich in dem Zeitraum praktisch nicht verändert, das Discountprodukt hingegen konnte um 2,5 Prozent zulegen. Und die US-Indizes könnten durchaus noch weiter steigen. Zumindest legt das eine Statistik nahe.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der S&P 500, der Russell 2000 Index für kleinere Unternehmen, der Dow Jones Index für Transportwerte und S&P 500 Financials Index haben in der vergangenen Woche ihre Höchststände erreicht. Immer, wenn die Indizes in den vergangenen 23 Jahren Rekordwerte erreichten, kletterte der S&P-Index im Schnitt weitere sechs Prozent hoch.

Natürlich ist das kein Garant für weiter steigende Kurse, aber interessanter als manche Vorhersagen selbsternannter Börsengurus.

Kommentare (1)

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Lungomolch

30.07.2013, 23:06 Uhr

Ob K+S kaufen oder nicht, ist egal. Fakt ist, dass deutsche Aktien fast durchgängig schlecht laufen. Der DAX als Kursbarometer ist irreführend, da die Dividenen in den Kurs eingerechnet werden. DAX Aktien sind zum Spielball der Spekulanten und Zocker verkommen. Im Grunde ist es wie Roulette.

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