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14.04.2013

12:08 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Auch ein Rekord kann zu wenig sein

Die beiden US-Großbanken JP Morgan und Wells Fargo haben mehr verdient als je zuvor. Doch Anleger zeigten sich unbeeindruckt. Handelsblatt-Redakteur Frank Wiebe macht dafür mehrere Gründe aus.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

Auch ein Rekordergebnis kann zu wenig sein. Die beiden großen US-Banken JP Morgan und Wells Fargo haben im ersten Quartal mehr verdient als je zu vor. Und sie haben deutlich mehr verdient, als die Analysten erwartet haben. Trotzdem gerieten die Aktien unter Druck, vor allem die von Wells Fargo. Mehrere Gründe dürfte es dafür geben.

Erstens haben die Märkte wahrscheinlich mehr als erwartet in den offiziellen Gewinnschätzungen der Analysten zum Ausdruck kam. Zweitens gab es sicher auch Gewinnmitnahmen. Und drittens zeigt der Blick in die Zahlen, dass die Banken möglicherweise gerade ihren Höhepunkt erreicht haben. Denn die Zinsmargen schmelzen, das Geschäft mit Hypotheken brummt zumindest bei Wells Fargo nicht mehr wirklich.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Gewinnsteigerungen wurden vor allem durch Einsparungen erreicht - aber kommt man irgendwann ans Ende der Fahnenstange. Nimmt man hinzu, dass die Erholung der US-Wirtschaft auch immer wieder auf wackeligen Füßen zu stehen scheint, dann ergibt sich das Bild: Besser wird es nicht mehr.

Gut lief es dagegen für Blackberry. Die Firma hat sich bei der SEC über einen sehr negativen Bericht beschwert, der im Laufe der Woche veröffentlicht wurde und ihre Aktie stark unter Druck gebracht hat. Er sei entweder oberflächlich oder bewusst manipuliert, klagte das Unternehmen. Das schien doch einige Anleger zum Kauf zu ermutigen.

Kommentare (3)

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ArthurDent

14.04.2013, 12:27 Uhr

Unglaublich, dass immer noch von einem "satten Gewinn" gesprochen wird, wenn der Inliner max. 200,- (realistischerweise etwas weniger) BRUTTO bringt. Das wären dann max. 150,- .

Und jetzt muss ich mal wieder den Lehrmeister raushängen lassen: Wer Nervenkitzel sucht, soll sich einen Krimi anschauen. Selbst beim Traden muss emotionslos agiert werden. Als Investor - schrecklich. Fehler zuhauf, wie man hier ja ständig sehen kann.

Gast

14.04.2013, 13:27 Uhr

"War es das nun mit der zwölf Jahre andauernden Gold-Rally? Diese Frage ist am Markt hoch umstritten."

Nicht bei denen, die es offensichtlich wirklich verfolgen. Für die war es auch keine Überraschung, dass dieser Einbruch passiert ist.
Wenn es weiter fällt, fällt es unter 1400. Wenn es steigt, scheint es nahezu nach oben offen, wenn ich es richtig interpretier.

Viel_Laerm_um_nichts

15.04.2013, 15:27 Uhr

da wir heute unter 1400 waren, hat sich das thema ja dann wohl erledigt.

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