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18.09.2013

20:41 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Auf dem Weg in einen neuen Krisenabschnitt

Für Investoren verlief der September äußerst glatt. Für Handelsblatt-Redakteurin Kerstin Leitel beginnt nun ein neuer Krisenabschnitt. Spannend dabei: Die Frage, wie Börsianer auf die Fed-Entscheidung reagieren.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Der September ist ein schlechter Monat für Investoren, heißt es immer. In diesem Jahr ist davon allerdings nichts zu spüren: Um knapp drei Prozent ging es nach oben. Auf Jahressicht liegt der Dax sogar zehn Prozent im Plus. „Dies war der erste Sommer seit fünf Jahren, der von großen Marktkrisen verschont wurde“, sagt Marcus Svedberg, Chefvolkswirt beim Vermögensverwalter East Capital.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Den turbulenten Sommermonaten der letzten fünf Jahre seien oft lange politische Verhandlungen im Herbst gefolgt und eine Phase höchster Volatilität. Die Märkte wurden von zahlreichen Konjunkturprogrammen, Rettungsaktionen, Verschuldungsgrenzen und „Fiskalklippen“ heimgesucht. „Nun betreten wir einen neuen Abschnitt der Krise, indem einige dieser Programme zurückgefahren werden.

Es ist davon auszugehen, dass dieser Prozess weder schnell noch glatt verlaufen wird“, sagt Svedberg. Einige bevorstehende Ereignisse, wie etwa die Bundestagswahl in Deutschland oder die Diskussionen um eine Schuldenbremse in den USA, seien von den Märkten schon längst eingepreist worden. Langfristig sehe es also gut aus – spannend wird es aber sein, wie die Börsianer kurzfristig auf die Nachrichten aus Washington reagieren.

Kommentare (2)

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Gerhard1711

18.09.2013, 22:34 Uhr

Dieser Artikel wurde aber schon vor der FED Entscheidung
geschrieben?

Account gelöscht!

19.09.2013, 05:59 Uhr

Lieber Leser Gerhard1711,

ja, alles Artikel wurden bereits vor der Fed-Entscheidung geschrieben.

Beste Grüsse

Jürgen Röder

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