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05.06.2013

20:13 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Auf der Suche nach ein bisschen Rendite

Jürgen Röder versucht, mit einer zweiseitigen Strategie Gewinne einzufahren. Kerstin Leitel ist erleichtert, nicht in Japan investiert zu haben. Und Georgios Kokologiannis schaut mit Argwohn auf Apple. Die Musterdepots.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Meist ärgert man sich über Verluste bei „seinen“ Wertpapieren oder verpasste Chancen. Doch manchmal kommt es auch anders: Ich bin gerade heilfroh, dass ich nicht am japanischen Aktienmarkt investiert habe. Seit einigen Wochen geht es am Kabutocho hoch und runter, das ist nichts für schwache Nerven. Hierzulande ist die Stimmung zwar auch sehr nervös, und das wird sich so schnell sicher nicht ändern. Am Donnerstag steht schließlich die Sitzung der Europäische Zentralbank an, und am Freitag wird der monatliche Arbeitsmarktbericht aus den USA vorgelegt, der für die US-Notenbank Grundlage für die weitere Geldpolitik ist.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die EZB rechnet erst für das Jahresende mit einer schleppend einsetzenden Erholung in der Euro-Zone. Dennoch rechnen Experten damit, dass die Notenbank nach der historischen Zinssenkung vom Mai nun still hält und das Niveau von 0,5 Prozent vorerst nicht weiter absenken wird. Bei der Federal Reserve sind sich die Börsianer nicht so sicher – deswegen warten alle gespannt auf die Arbeitsmarktdaten.

Vorher traut sich kaum einer aus der Deckung. Aber trotz aller Nervosität auch in Europa und den USA sind die Kurssprünge hierzulande wesentlich kleiner als in Japan. Von japanischen Aktien lasse ich jedenfalls die Finger — selbst wenn ich dann etwas verpassen sollte.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

05.06.2013, 21:58 Uhr

'Bei der Federal Reserve sind sich die Börsianer nicht so sicher – deswegen warten alle gespannt auf die Arbeitsmarktdaten.'

Als 'gespanntes Warten auf die Daten' würde ich den Zustand jetzt nicht mehr beschreiben;) Ich habe den Eindruck, dass da ein paar Anleger im Moment etwas frustriert sind. Morgen wird wieder lustig, weil statt des ultra-kritischen Fed board-Mitglieds Esther George die Taube Sarah Rasikin auf der Ohio Bankers Day conference das Wort ergreift. Das wird wahrscheinlich ein Wechselbad der Gefühle *g*




Hans

06.06.2013, 06:16 Uhr

Mensch ihr müsst ja alle schon Aktienmillionäre sein, vor allem der Tingeltangel Bob Kopp, der ist ein richtiger schlauer Wahrsager...ihr kennt euch aus, super hahaha...Erzählt doch mal in welche Put Option ihr euer gesamtes erspartes plus Reihenhaus gesteckt habt?

Franz

06.06.2013, 06:23 Uhr

Mensch ihr müsst ja alle schon Aktienmillionäre sein, vor allem der Tingeltangel Bob Kopp, der ist ein richtiger schlauer Wahrsager...ihr kennt euch aus, super hahaha...Erzählt doch mal in welche Put Option ihr euer gesamtes erspartes plus Reihenhaus gesteckt habt? oder ist das alles immer nur Gequatsche um sich wichtig zu machen?

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