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15.11.2012

20:27 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Augen zu und durch

Für Investoren sind die Zeiten nicht leicht. Dem Dax droht der Sturz unter die Marke von 7.000 Punkten. Doch da müssen unsere Autoren durch. Sie investieren derzeit nur kleine Beträge - oder gar nicht.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten ist derzeit alles andere als gut. Die Schuldenkrise in Europa, die drohende Fiskalklippe in den USA und nun auch noch schwache Konjunkturdaten - kein Wunder, dass der Dax weiter abrutscht. Mittlerweile ist sogar wieder die Marke von 7.000 Punkten in Sichtnähe. Die US-Märkte mit den leichten Kursgewinnen sind da auch keine große Hilfe.

Dennoch habe ich mal wieder etwas gekauft: Henkel-Aktien. Das Unternehmen legt zum Wochenschluss seine Zahlen zum dritten Quartal vor. Die Konkurrenz hat zuletzt gute Ergebnisse präsentiert - der Krise zum Trotz. Wir alle müssen eben unsere Zähne putzen und die Wäsche waschen, egal wie die Geschäfte laufen. Die Aktie ist (vermutlich aus eben diesem Grund) seit Jahresbeginn gut gelaufen und um insgesamt 37 Prozent gestiegen. In den vergangenen vier Wochen fiel Henkel nicht mehr auf.

Das konservative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

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Die Analysten sind auch uneins, wie es mit der Aktie weitergeht: Laut Bloomberg raten 15 von 41 Analysten zum Kauf des Papiers, aber auch 17 empfehlen, die Aktie zu „halten“. Ich hoffe nun, dass Henkel am Freitag nicht enttäuscht, auch wenn die Gefahr groß ist. Etwas skeptisch machen mich aber Aussagen von Firmenchef Kasper Rorsted im Frühjahr, als er warnte, dass ein Krieg im Nahen Osten wegen der zu erwartenden Reaktion der Rohstoffpreise für Henkel ein viel größeres Risiko darstelle als die Lage in Griechenland.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit der Offensive im Gaza-Streifen hat sich dort die Lage im Nahen Osten nun ja wieder zugespitzt. Doch geklebt wird auch 2013, wie eine Nachrichtenagentur kürzlich titelte. Aufs Ganze gehe ich bei Henkel ohnehin nicht, ich kaufe eine relativ kleine Position für gut 1.000 Euro. Und falls es kurzfristig doch abwärts geht, muss ich eben auf die Dividende warten.

Kommentare (1)

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Rainer_J

15.11.2012, 22:49 Uhr

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